Produktbild: Ausgewählte Schriften
Band 18153

Ausgewählte Schriften

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2001

Herausgeber

Christian Tornau

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

440

Maße (L/B/H)

14,7/9,5/2,2 cm

Gewicht

205 g

Farbe

Zitronengelb

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christian Tornau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-018153-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.01.2001

Herausgeber

Christian Tornau

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

440

Maße (L/B/H)

14,7/9,5/2,2 cm

Gewicht

205 g

Farbe

Zitronengelb

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Christian Tornau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-018153-9

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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  • Zitronenblau

    4/5

    03.11.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Denker und Mystiker

    Plotin ist vor allem in mystischen Zirkeln ein großer und leuchtender Name. Doch zuallererst ist dieser Denker der späten Antike des 3. Jahrhunderts ein Rehabilitierender des (neu-)platonischen Systems, das ganz von Idealismus und Transzendenz durchtränkt ist (s. Platons Ideen- und Seelenlehre). Die vorliegenden Auszüge aus den Enneaden sind sehr rar ausgewählt. Schon in der Schrift "Der Abstieg der Seele in die Leibeswelt" wird Plotins Philosophie deutlich: höchstes Sein ist Göttlich-Geistiges, das (zahlenlose) EINE, in Werten ist das EINE also auch das absolute Schöne und Gute und Ewige. Würden wir dieses EINE metaphorisch als Ozean verstehen, so wellen dessen Zungen in den Menschen hinein, "hinab" bis in das Materielle und damit Geistlose, worin auch die Potenz zur Hässlichkeit und zum Böse inne wird. Der Mensch ist etwas Dreifaches: Leib, Seele und Geist. Erkennen heißt Anschauung durch den Geist, "dass 'Sein und Denken dasselbe' sind." Der geformten Natur ist die Weisheit des Geistes eingelegt dem Credo nach: nature follows form. In seiner Abhandlung "Der freie Wille und das Wollen des Einen" expliziert Plotin eine Sittenlehre auf Grundlage des Einen, des Gewollten, wonach alles menschliche Streben hin zu ihm, dem Höchsten, Schönsten und Vernünftigen: "So hat denn der Geist, indem er ein Stück von sich in die Materie dargab, still und ohne Erschütterung das All gewirkt. Es ist aber dieses Stück rationale Form [Logos], die aus dem Geiste floss; denn was aus dem Geist erfließt, ist rationale Form, und die erfließt immerdar, solange denn der Geist in der Wirklichkeit gegenwärtig ist." In diesem Satze steckt die implizite Idee vom "Weltgeist" und infolge des Logos auch vom "Weltplan", so beschreibt Plotin in "Von der Vorhersehung" das Ordnungsprinzip: "Denn da alles aus Einem herrührt, läuft es mit Naturnotwendigkeit auch wieder in Eines zusammen, daher auch das, was unterschiedlich erspross und als Gegensätzlich erstand, dennoch, weil es aus dem Einen ist, zusammengebannt wird zu einer einheitlichen Ordnung." Harders Nachwort ist noch einmal eine gute Zusammenfassung von Plotins Leben, Werk und Wirkung. Partiell schwingen die Worte zwar ins Hymnische, aber er trennt wunderbar auch den Denker Plotin von dem Mystiker. Die eigentliche mystizistische Wirkkraft des Plotins wird auch erst durch Harder näher durchleuchtet, so der Seinsgehalt in den jeweiligen metaphysischen Stufen, die Ekstase (das Aussichheraustreten), das adeptische Streben zum Reich des mundes intelligibilis, die Koinzidenz des Erkennenden mit dem Erkannten... Reclam wird seinem Anspruch, in das Werk Plotins einzuführen, gerecht. Der Leser erhält vor den (auch einfach zu lesenden Texten) eine Zusammenfassung sowie kurzbiographische Informationen. Empfehlenswert.

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  • Einleitung

    I 6 [1] Über das Schöne
    VI 9 [9] Über das Gute oder das Eine
    V 1 [10] Über die drei prinzipiellen Hypostasen
    VI 4 [22] Über das Problem, daß das Sein eines und dasselbe und dennoch überall zugleich ganz ist (Teil 1)
    VI 5 [23] Über das Problem, daß das Sein eines und dasselbe und dennoch überall zugleich ganz ist (Teil 2)
    III 8 [30] Über die Natur, die Schau und das Eine
    V 8 [31] Über die geistig erkennbare Schönheit
    V 5 [32] Daß die geistig erkennbaren Gegenstände nicht außerhalb des Geistes sind, und über das Gute
    II 9 [33] Gegen die Gnostiker
    VI 7 [38] Wie es zur Existenz einer Vielheit von Formen kommt, und über das Gute
    I 1 [53] Über die Frage, was das Lebewesen und was der Mensch ist

    Zum Text
    Abkürzungen
    Kommentar
    Auswahlbibliographie