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Professor Unrat Der blaue Engel. Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.1975

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,7 cm

Gewicht

211 g

Auflage

68. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-10035-2

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.1975

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19/12,5/1,7 cm

Gewicht

211 g

Auflage

68. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-10035-2

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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Professor Unrat

Bewertung am 11.02.2010

Bewertungsnummer: 455952

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Professor Raat fühlt sich der Tugendhaftigkeit derart verpflichtet, dass er seine Schüler regelrecht tyrannisiert. Legendär ist sein strenger Ruf, hat er doch schon Generationen von Schülern zurechtgestutzt. Doch den Schöpfer des Spitznamens Professor „Unrat“, kann er nicht ausmachen – obwohl er bereits den einen oder anderen Verdacht hegt! Fast schon militant auf seinen guten Ruf achtend, macht er jedem Verdächtigen das Leben zur Hölle. Bald schon hat er den frechen Lohnmann im Visier, der ihm ein ganz spezieller Dorn im Auge ist. Scheint er doch gegen Raats Schikanen und Strafen vollkommen immun zu sein! Als ihm die Schwärmerei seines „Schützlings“ für die Künstlerin Rosa Fröhlich zu Ohren kommt, ist es für ihn eine Ehrensache, dies zu unterbinden. Zu diesem und nur zu diesem Zwecke begibt sich Raat in das fragwürdige Etablissement, wo Rosa Abend für Abend Erfolge als Sängerin feiert. Anfangs nur, um dem Burschen vor Augen zu halten, in welch fragwürdige Umgebung er sich da begibt? Wohl auch getrieben von ein wenig Rachedurst und der Vorfreude, diesen Jungen endlich zu „ertappen“… Doch dann trifft er selbst auf Rosa (Lola –in „Der blaue Engel“) und langsam aber stetig verändert sich seine Haltung…und letztendlich auch sein Ruf!

Professor Unrat

Bewertung am 11.02.2010
Bewertungsnummer: 455952
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Professor Raat fühlt sich der Tugendhaftigkeit derart verpflichtet, dass er seine Schüler regelrecht tyrannisiert. Legendär ist sein strenger Ruf, hat er doch schon Generationen von Schülern zurechtgestutzt. Doch den Schöpfer des Spitznamens Professor „Unrat“, kann er nicht ausmachen – obwohl er bereits den einen oder anderen Verdacht hegt! Fast schon militant auf seinen guten Ruf achtend, macht er jedem Verdächtigen das Leben zur Hölle. Bald schon hat er den frechen Lohnmann im Visier, der ihm ein ganz spezieller Dorn im Auge ist. Scheint er doch gegen Raats Schikanen und Strafen vollkommen immun zu sein! Als ihm die Schwärmerei seines „Schützlings“ für die Künstlerin Rosa Fröhlich zu Ohren kommt, ist es für ihn eine Ehrensache, dies zu unterbinden. Zu diesem und nur zu diesem Zwecke begibt sich Raat in das fragwürdige Etablissement, wo Rosa Abend für Abend Erfolge als Sängerin feiert. Anfangs nur, um dem Burschen vor Augen zu halten, in welch fragwürdige Umgebung er sich da begibt? Wohl auch getrieben von ein wenig Rachedurst und der Vorfreude, diesen Jungen endlich zu „ertappen“… Doch dann trifft er selbst auf Rosa (Lola –in „Der blaue Engel“) und langsam aber stetig verändert sich seine Haltung…und letztendlich auch sein Ruf!

Vom Spießbürger zum Anarchisten

Mandurah aus Wunstorf am 26.01.2021

Bewertungsnummer: 560657

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Hauptperson des 1904 entstandenen Romans von Heinrich Mann ist Professor Raat, der seit über 25 Jahren am Gymnasium einer deutschen Kleinstadt unterrichtet. Raat nimmt seinen Lehrauftrag sehr ernst, vergisst aber dabei völlig, dass er junge menschliche Wesen mit all ihren Stärken und Schwächen vor sich sitzen hat, die es zu erziehen gilt. Für ihn sind alle Schüler eine potentielle Gefahr. Durch sein schmieriges Äußeres, seine mit Füllworten gespickte Ausdrucksweise mit der er sich anzubiedern versucht, stattdessen aber nur Spott erntet (Spitzname „Unrat“), wird er immer wieder zur Zielscheibe des Spotts von Schülern, Kollegen und Bürgern der Stadt, die zum Teil ebenfalls in seiner Klasse waren. Sobald Professor Raat sich in seiner Autorität bedroht fühlt, rastet er aus, er stellt den Schülern unlösbare Aufgaben, droht ihnen, dass er wie vielen anderen vor ihnen die Zukunft verbauen werde, sperrt sie trotz ihres jugendlichen Alters wie kleine Kinder in die Garderobe und freut sich diebisch, wenn er einen Schüler „fassen“ kann, weil er ihn bei seinem Spitznamen verspottet hat. Daheim wartet statt einer Ehefrau eine herrische Haushälterin und stundenlange Arbeit mit verstaubten Literaturklassikern für die Schule auf ihn. Raat scheint nur seine Arbeit zu kennen. Respekt vor der Obrigkeit und eine strenge Moralvorstellung beherrschen sein Leben bis zu dem Tag, als er in einer Stunde gleich mit dreien seiner Schüler – von Ertzum, Kieselack und Lohmann aneinandergerät. Er findet heraus, dass sich seine Schützlinge abends bei Rosa Fröhlich, einer „Barfußtänzerin“ herumtreiben. Empört macht sich Raat auf die Suche, gerät dabei mit dem wirklichen Leben außerhalb seiner Schule, also seines Machtbereichs aneinander. Es zeigt sich dabei, dass Raat völlig weltfremd ist und dem Leben selbst nicht gewachsen ist, er verhält sich absolut unmöglich und macht sich ständig lächerlich. Will er zunächst verhindern, dass seine Schüler weiterhin bei Rosa verkehren und sie mit Androhung der Polizei der Stadt verweisen, gerät er zunehmend in den Bann des lockeren Lebens. Raat verfällt von einem Extrem ins andere. Es kommt soweit, dass er die nun für ihn zur „Künstlerin“ aufgestiegene Rosa heiratet und mit ihr in der „Villa vor dem Tor“ eine Lasterhöhle entstehen lässt. Waren hier zunächst zur Finanzierung des aufwendigen Lebensstils der Künstlerin zunächst von Griechischstunden die Rede, kommt es bald zu frivolen Spielen und der Veranstaltung von Glücksspielen und Trinkgelagen. Angezogen von der verruchten Atmosphäre, aus Neugier wie es dem stadtbekannten Unikum ergangen ist (Raat verliert sogar seine Stelle als Lehrer wegen seines ungebührlichen Verhaltens), Abenteuerlust und Spielsucht treffen sich alsbald Leute aus den unterschiedlichsten Schichten bei Raat und seiner Frau. Raat lockt mit seinen kostspieligen Veranstaltungen und durch die stets zu einer Affäre bereiten Rosa ein Opfer nach dem anderen ins Verderben, selbst hochangesehene Bürger der Stadt verfallen der Anziehungskraft der „Villa vor dem Tor“ und verlieren bei den Glücksspielen und sonstigen Eskapaden nicht nur viel Geld, sondern auch ihr Gesicht und ihren Einfluß. Schließlich verliert Raat jedoch jegliche Kontrolle und wird wegen einer eigentlichen Lappalie von der Polizei gemeinsam mit Rosa festgenommen und unter dem Gejohle der versammelten Bürger abgeführt.

Vom Spießbürger zum Anarchisten

Mandurah aus Wunstorf am 26.01.2021
Bewertungsnummer: 560657
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Hauptperson des 1904 entstandenen Romans von Heinrich Mann ist Professor Raat, der seit über 25 Jahren am Gymnasium einer deutschen Kleinstadt unterrichtet. Raat nimmt seinen Lehrauftrag sehr ernst, vergisst aber dabei völlig, dass er junge menschliche Wesen mit all ihren Stärken und Schwächen vor sich sitzen hat, die es zu erziehen gilt. Für ihn sind alle Schüler eine potentielle Gefahr. Durch sein schmieriges Äußeres, seine mit Füllworten gespickte Ausdrucksweise mit der er sich anzubiedern versucht, stattdessen aber nur Spott erntet (Spitzname „Unrat“), wird er immer wieder zur Zielscheibe des Spotts von Schülern, Kollegen und Bürgern der Stadt, die zum Teil ebenfalls in seiner Klasse waren. Sobald Professor Raat sich in seiner Autorität bedroht fühlt, rastet er aus, er stellt den Schülern unlösbare Aufgaben, droht ihnen, dass er wie vielen anderen vor ihnen die Zukunft verbauen werde, sperrt sie trotz ihres jugendlichen Alters wie kleine Kinder in die Garderobe und freut sich diebisch, wenn er einen Schüler „fassen“ kann, weil er ihn bei seinem Spitznamen verspottet hat. Daheim wartet statt einer Ehefrau eine herrische Haushälterin und stundenlange Arbeit mit verstaubten Literaturklassikern für die Schule auf ihn. Raat scheint nur seine Arbeit zu kennen. Respekt vor der Obrigkeit und eine strenge Moralvorstellung beherrschen sein Leben bis zu dem Tag, als er in einer Stunde gleich mit dreien seiner Schüler – von Ertzum, Kieselack und Lohmann aneinandergerät. Er findet heraus, dass sich seine Schützlinge abends bei Rosa Fröhlich, einer „Barfußtänzerin“ herumtreiben. Empört macht sich Raat auf die Suche, gerät dabei mit dem wirklichen Leben außerhalb seiner Schule, also seines Machtbereichs aneinander. Es zeigt sich dabei, dass Raat völlig weltfremd ist und dem Leben selbst nicht gewachsen ist, er verhält sich absolut unmöglich und macht sich ständig lächerlich. Will er zunächst verhindern, dass seine Schüler weiterhin bei Rosa verkehren und sie mit Androhung der Polizei der Stadt verweisen, gerät er zunehmend in den Bann des lockeren Lebens. Raat verfällt von einem Extrem ins andere. Es kommt soweit, dass er die nun für ihn zur „Künstlerin“ aufgestiegene Rosa heiratet und mit ihr in der „Villa vor dem Tor“ eine Lasterhöhle entstehen lässt. Waren hier zunächst zur Finanzierung des aufwendigen Lebensstils der Künstlerin zunächst von Griechischstunden die Rede, kommt es bald zu frivolen Spielen und der Veranstaltung von Glücksspielen und Trinkgelagen. Angezogen von der verruchten Atmosphäre, aus Neugier wie es dem stadtbekannten Unikum ergangen ist (Raat verliert sogar seine Stelle als Lehrer wegen seines ungebührlichen Verhaltens), Abenteuerlust und Spielsucht treffen sich alsbald Leute aus den unterschiedlichsten Schichten bei Raat und seiner Frau. Raat lockt mit seinen kostspieligen Veranstaltungen und durch die stets zu einer Affäre bereiten Rosa ein Opfer nach dem anderen ins Verderben, selbst hochangesehene Bürger der Stadt verfallen der Anziehungskraft der „Villa vor dem Tor“ und verlieren bei den Glücksspielen und sonstigen Eskapaden nicht nur viel Geld, sondern auch ihr Gesicht und ihren Einfluß. Schließlich verliert Raat jedoch jegliche Kontrolle und wird wegen einer eigentlichen Lappalie von der Polizei gemeinsam mit Rosa festgenommen und unter dem Gejohle der versammelten Bürger abgeführt.

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