Produktbild: Poetik
Band 262

Poetik Ausgewählte Aufsätze 1921–1971

1

23,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20999

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.01.1979

Herausgeber

Tarcisius Schelbert + weitere

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

327

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,7 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Schwarz

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-27862-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20999

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.01.1979

Herausgeber

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

327

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/1,7 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Schwarz

Auflage

5

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-27862-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Zitronenblau

    4/5

    01.02.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Poetikaufsätze von Roman Jakobson

    Der von Elmar Holenstein herausgegebene sowie eingeführte Band "Poetik" mit ausgewählten Aufsätzen von Roman Jakobson gibt einen recht umfassenden Einblick in das Denken und in die Methodik des Formalisten/Strukturalisten, die wir heute als analytisch bezeichnen würden, da die Struktur des Gedichtes (stilfigürlich-syntaktisch wie tropisch-semantisch; so heißt es: "Lehrbücher glauben zwar, dass es Gedichte ohne Bilder gibt, doch in Wirklichkeit wird die Armut an lexikalischen Tropen durch großartig grammatische Tropen und Figuren wettgemacht.") in den Vordergrund der Anschauung gerät, weniger hermeneutische, psychologische/psychoanalytische oder autobiographische Aspekte, wobei letzteres gleichermaßen wie die Geschichte selbst insbes. im Aufsatz zu Majakovskij wieder einen größeren Stellenwert erhält. Das Buch ist in drei Teile untergliedert: 1. Einführung zu Jakobsons Werk von Holenstein. Hier kommt die Poesie und die Plurifunktionalität der Sprache zur Sprache ("Poesie ist 'nichts anderes als eine Äußerung mit Einstellung auf den Ausdruck'."). Ferner das erweiterte Kommunikatonsmodell (Addresser, Addressee, Context, Message, Contact, Code) im Abgleich mit der geltungsanspruchsbezogenen Sprachtheorie von Habermas. Und natürlich die Frage der Poetizität als Element sui generis, in der Inhalt einen "Teil der Struktur des Gedichtes" ausmacht und die Autonomie der ästhetischen Funktion der Sprache beschworen wird. 2. Allgemeine Poetik mit dem "strukturalistischen Manifest" (!), einem Aufsatz, der der Frage nachgeht, was Poesie sei (1934) und dem Aufsatz "Linguistik und Poetik" (1960), in dem sich Jakobson phänomenologisch (Einstellung des Subjekts auf den Ausdruck bzw. das Zeichen bzw. die Message an und für sich) und strukturalistisch positioniert: "Eine dichterische Äußerung zeichnet sich aus durch die Projektion des Äquivalenzprinzips von der paradigmatischen Achse der Selektion, für die es allgemein konstitutiv ist, auf die syntagmatische Achse der Kombination." Im letzten Teil "Schwerpukte" sind u. a. die berühmten Aufsätze über die Folklore, die Dichter Majakovskij und Pasternak, die Dominante ("Was eine Gattung bzw. einen Stil von andern unterscheidet, ist nicht so sehr die Substitution einer einzelnen Struktur und/oder Funktion durch eine andere, sondern eine Umschichtung in der Werthierarchie von mehreren gleichzeitig anwesenden, teils einander dienenden, teils miteinander in Spannung stehenden Strukturelementen und Funktionen. Die Dominante regiert und transformiert alle andern Komponenten und garantiert so die Integrität des Kunstwerks."), und "Der grammatische Parallelismus" (1966) enthalten: "Im Parallelismus werden die tragenden Prinzipien der Poesie auf prototypische Weise transparent, 1. die Projektion von Äquivalenzen von der Achse der Selektion auf die Achse der Kompination, 2. die damit insinuierte Einstellung des Subjekts auf das sprachliche Medium als solches, 3. die daraus sich ergebende Aktivierung und 'Realisierung' aller sprachlichen Kategorien der verschiedenen Ebenen der Sprache, 4. die dominierende Rolle, die dabei häufig den grammatischen und metrischen Elementen [...] zufällt." Ein Muss für Linguisten, Sprachinteressierte und Liebhaber der Poesie! Denn der Zauber der Lyrik liegt nicht eben nur im Symbol, der Metapher, der Metonymie oder Synekdoche, sondern konstituiert sich wesentlich durch grammatisch-syntaktische Stilfiguren! Und die Form ist generell gleichwertig zum Inhalt!

Kundinnen und Kunden meinen

5

0

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Poetik

  • Einführung : Von der Poesie und der Plurifunktionalität der Sprache



    Probleme der Literatur- und Sprachforschung



    Was ist Poesie ?



    Linguistik und Poetik



    Rückblick auf den Beginn einer Wissenschaft der Dichtkunst



    Die Rolle der subjektiven Einstellung: über den Realismus in der Kunst



    Die Folklore als eine besondere Form des Schaffens



    Dichtung und Biographie/Geschichte: Von einer Generation, die ihre Dichter vergeudet hat



    Metapher und Metonymie: Randbemerkungen zur Prosa des Dichters Pasternak



    Die Dominante



    Dichtung und Gesellschaft



    Poesie der Grammatik und Grammatik der Poesie



    Der grammatische Parallelismus und seine russische Spielart



    Unterbewußte sprachliche Gestaltung in der Dichtung