Produktbild: Kurze Interviews mit fiesen Männern

Kurze Interviews mit fiesen Männern Storys

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2002

Abbildungen

1 schwarz-weiße Abbildungen, 1008095771 schwarz-weiße und 5111 farbige Fotos, 2199 schwarz-weiße und 5313 farbige Tabellen

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,3/13,6/3,7 cm

Gewicht

507 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Brief Interviews with Hideous Men

Übersetzt von

Marcus Ingendaay

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-03079-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Spezialität: die Absurdität des Alltags, dessen triviale Stoffe er mit Sprachwitz, soziologischem Gespür und analytischer Schärfe in abgedrehte Plots und Charaktere verwandelt.» ("Literaturen special")
»Der aufregendste US-Autor in diesem Herbst« ("Der Tagesspiegel")
»Eine Entdeckung! Klasse!« ("stern")
»David Foster Wallace – der geniale Kritiker des westlichen Wahnsinns« ("Die Zeit")
»Foster Wallace jongliert mit Sprache wie kaum jemand seit Joyce.« ("Der Spiegel")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.08.2002

Abbildungen

1 schwarz-weiße Abbildungen, 1008095771 schwarz-weiße und 5111 farbige Fotos, 2199 schwarz-weiße und 5313 farbige Tabellen

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,3/13,6/3,7 cm

Gewicht

507 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Brief Interviews with Hideous Men

Übersetzt von

Marcus Ingendaay

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-03079-2

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Verlag
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
Deutschland
Email: verlag@kiwi-verlag.de
Url: www.kiwi-verlag.de
Telephone: +49 221 376850
Fax: +49 221 3768511

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  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    08.04.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Ironisches Psychogewäsch Drei…

    Ironisches Psychogewäsch Drei Jahre nach dem Opus magnum von David Foster Wallace erschien 1999 eine Sammlung von Geschichten unter dem ebenso deskriptiven wie amüsanten Titel «Kurze Interviews mit fiesen Männern». Der wichtigste und innovativste US-amerikanische Schriftsteller der Postmoderne glänzt hier wieder mit seinem geradezu verwegenen Sprachstil, der in einigen narrativen Aspekten an James Joyce erinnert und wohl auf seine Mutter Sally Foster zurückzuführen ist, deren Sprachbegeisterung ihn, wie er trotz sonstiger Vorbehalte gegen sie einräumte, entscheidend geprägt habe. Es geht im Wesentlichen um abnorme Beziehungen zwischen den Geschlechtern in diesem Band, wobei, wie der Titel schon ahnen lässt, den Männern allein hier die Rolle des Buhmannes zugewiesen ist, ein feministischer Ansatz also. Geradezu als Lehrstück, als Quintessenz aus den 22 Geschichten, die noch folgen, beginnt das Buch mit «Ein stark verkürzter Abriss des postindustriellen Lebensstils», eine halbe Buchseite nur, in der jemand einen Mann und eine Frau einander vorstellt. Ein kommunikativer Akt mithin, der grandios fehlschlägt, - die Drei verstehen nichts, weil sie unehrlich sind, weil sie sich verstellen. Probleme mit der Verständigung aber durchziehen alle diese Geschichten von der Suche nach Identität. Da ist der 13jährige Junge, der an seinem Geburtstag erstmals auf den Sprungturm im Freibad klettert und nun schlotternd vor Angst nach unten starrt, oder die Ehefrau, die nach dreijähriger Ehe das abgekühlte sexuelle Verlangen mit allerlei Hilfsmitteln aus der Adult-World wieder gehörig aufheizen will. Um Sex geht es in vielen der Geschichten, sei es um machohafte Protzerei, um brutale Vergewaltigung, um ausgeklügelte Methoden der Anmache. Unter den insgesamt vier Geschichten des Buches mit dem Titel «Kurze Interviews mit fiesen Männern» ist am Ende eine, bei der ein junger Mann erzählt, mit welchen Tricks er ein schönes Mädchen auf einem Stadtfest zu einem One-Night-Stand verführt hat. Postkoital berichtet sie ihm dann von dem schlimmen Erlebnis, wie sie mal als Tramperin unbedacht bei einem Mulatten ins Auto gestiegen ist und voller Entsetzen zu spät erkannt hat, dass der Mann offensichtlich ein pathologischer Lustmörder ist. Und wie sie mit purer Willensanstrengung zwar nicht der Lust, aber doch dem Mörder entkommen ist. Ihre «Anekdote», wie er es naiv nennt, beeindruckt den jungen Mann derart, dass er am Schluß aus seiner lieblosen Rolle als Frauen vernaschender Macho herausfindet und glaubt, sie könne ihn retten. «Ich wusste, ich konnte lieben. Ende der Geschichte». In einem intellektuellen Feuerwerk erzählt Wallace, human und wütend gleichermaßen, von der Reizüberflutung des modernen Menschen, von dem informellen Dauerfeuer, unter dem er steht und bei dem sich Quantität und Qualität diametral gegenüberstehen. Er setzt seinen fulminanten Wortschatz und seine ebenso geschliffene wie komplexe Syntax mit beißender Ironie ein, wobei er auch in dieser Sammlung psychologischer Skizzen wieder die für ihn typischen Fußnoten verwendet, was seine ironische Intention oftmals ins verächtlich Sarkastische verschärft. All die Selbstdarsteller, Neurotiker, Depressiven in diesen Geschichten sind keine sonderlich markanten Figuren, denen man vielleicht sogar Empathie entgegenbringen könnte als Leser. Sie treten vielmehr narrativ deutlich zurück hinter das Geschehen, welches Wallace wie ein brillanter Diagnostiker mit Akribie psychologisch seziert, damit pathologische Marotten entlarvend, wobei er allerdings nicht selten gehörig übertreibt. Zugegeben, DFW ist nicht leicht zu lesen, ein wenig muss man sich schon anstrengen, will man ihm gedanklich folgen. Gleichzeitig aber bietet die Lektüre beste Unterhaltung, wobei sich unter den oft schreiend komischen Erzählskizzen, unter dem «Psychogewäsch», wie es im Buch selbstironisch heißt, die depressiven Krüppel unserer Konsum- und Mediengesellschaft verbergen, und davon gibt es mehr, als man glaubt.

  • Bewertung

    aus Bern

    1/5

    08.02.2015

    Buch (Taschenbuch)

    nervig

    Finde diesen Erzählband den schlechtesten, den ich von Wallace gelesen habe. Eher Schreibversuche, kleine Schnipsel oder Monolog-Experimente ohne viel Inhalt, oft geschwätzig und so. Sicher kann nicht jedes Buch eines ansprechenden Autors gut sein. Hier haben wir quasi einige B-Seiten eines ansonsten meist A-klassigen Dichters. Würde schon eher "Der bleiche König" oder andere Erzählbände von Wallace empfehlen.

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