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Rosa Luxemburg

(1871-1919) Sie war eine der bekanntesten Führer*innen des linken Flügels innerhalbder SPD bis zum ersten Weltkrieg. Luxemburg gründete mit Karl Liebknecht die re-volutionäre Spartakusgruppe, aus der 1918 die Kommunistische Partei Deutschlandshervorging. Sie wurde 1919 von Freikorps in Berlin ermordet.

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Briefe aus dem Gefängnis

Ein berührender Einblick in das Leben der Revolutionärin Rosa Luxemburgs Briefe (1916–18) an Sophie Liebknecht sind wunderbar poetische Zeitdokumente. Heiter und sorgenvoll sinniert sie über das Leben, Literatur und gemeinsame Erlebnisse. Malerische Beschreibungen über Landschaften und Vogelgezwitscher treffen auf düstere Gedanken. Doch ihr kämpferischer Optimismus versiegte nie: »Ich habe das Gefühl, dass dieser ganze moralische Schlamm, durch den wir waten, dieses große Irrenhaus, in dem wir leben, auf einmal, so von heute auf morgen wie durch einen Zauberstab ins Gegenteil umschlagen, in ungeheuer Großes und Heldenhaftes umschlagen kann.«
  • »Das kleine Büchlein mit Briefen aus dem Gefängnis an Sophie Liebknecht ist etwas Besonderes. Es sind Trostbriefe an die junge Frau ihres Kampfgefährten Karl Liebknecht, die Trost spenden sollen.
  • Rosa Luxemburg schreibt präzise, einfühlsam und poetisch. Ihre Briefe berühren auch über 100 Jahre nach ihrer Entstehung.
  • Ein sehr persönlicher Blick auf die politische Aktivistin
  • »Wer die Wissenschaftlerin und Kämpferin Rosa Luxemburg kennt, kennt noch nicht alle Seiten ihres Wesens.« (Exekutivkomittee der Kommunistischen Jugendinternationale, 1920)
  • »Die Anhänger und Mitkämpfer Rosa Luxemburgs [...] sollen sehen, wie diese Frau, über ihren eigenen Leiden stehend, alle Wesen der Schöpfung mit verstehender Liebe und dichterischer Kraft umfängt, wie ihr Herz in Vogelrufen erzittert, wie Verse beschwingter Sprache in ihr widerklingen, wie Schicksal und tägliches Tun der Freunde in ihr geborgen sind. So stellen wir das Denkmal auf, das die Tote sich selbst errichtet hat.« (Exekutivkomittee der Kommunistischen Jugendinternationale, Herausgeber der Erstausgabe, 1920)

    • Neben ihrer unermüdlichen politischen Aktivität auch während der Haft, ermöglichen diese Briefe einen sehr privaten Blick auf Rosa Luxemburg und die Art, wie sie ihre Umwelt wahrnahm - von Naturbeschreibungen bis zu Reflexionen über den Schmerz und die Ungerechtigkeit in der Welt.

    • Diese Briefe sind mehr persönlich als politisch: Es geht um Vogelgesang, Dichtung und die Mitmenschen. Aber das alles beschreibt Rosa Luxemburg mit einem allumfassenden, immer wachen Blick auf die Welt und einer einzigartigen inneren Stärke.
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