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Axel Melzener

Axel Melzener (geb. 7.11.1975) stieg mit 16 Jahren als Komponist und Game Designer für Computerspiele in die Medien ein. 1996 bis 2001 studierte er Drehbuchschreiben an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seitdem ist er freiberuflicher Autor und verfasste Drehbücher für Filme und Serien aller möglichen Genres wie "Abgefahren" (2003), einer Romantic Comedy im Milieu illegaler Strassenrennen, den mit dem bayrischen Fernsehpreis ausgezeichneten für Pro7 gedrehten Horrorfilm "Schreie der Vergessenen" (2011), den Kriegsfilm "Höre die Stille" (2016), der zahlreiche Preise auf internationalen Festivals gewann, sowie den Familien-Animationsfilm "Manou der Mauersegler" (2019), dem Kate Winslet und Willem Dafoe im englischen Original ihre Stimmen liehen. Zusammen mit seiner Co-Autorin Julia Nika Neviandt hat er Episoden für "Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei" (2017-2018) und das ZDF-Herzkino-Melodram "Ein Sommer an der Moldau" (2020) geschrieben sowie die von ZDFneo produzierte und auch auf Netflix veröffentlichte Noir-Detektivserie "Dunkelstadt" (2020) konzipiert und verfasst.

Als Dozent war er von 2001 bis 2010 an der Drehbuchschule Stuttgart und von 2005 bis 2015 an der München Film Akademie tätig. Auch im Ausland gab er zahlreiche Seminare, etwa an der Universität Zürich (2006) und der englischsprachigen International School of Film & Television auf den Philippinen (2008), wo er das Screenwriting Department leitete. Als Sachbuchautor hat er den Ratgeber "Mit jeder Seite besser" (2010), das Standardwerk "Kurzfilm-Drehbücher schreiben" (2011) sowie "Weltenbauer" (2011), eine transmediale Betrachtung des Fantasygenres, veröffentlicht. Er lebt und arbeitet in Köln.

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Das Genre ist die narrative DNS jeder Story und seine Wahl somit die wichtigste dramaturgische Grundsatzentscheidung, die Drehbuchautor*innen und Schriftsteller*innen treffen müssen. Die über Jahrhunderte hinweg ausgeprägten Wirkmechanismen von Genres bestimmen die rituelle Kraft, mit der Filme, Serien, Literatur und Videogames Milliarden Menschen in ihren Bann ziehen. Aber welche Erzählformen gibt es überhaupt und an welchen oft fließenden Grenzen machen sich ihre Eigenheiten fest? Wie mischt man Genres miteinander und spielt mit ihren Konventionen? Welche sind kommerziell besonders erfolgreich und warum? Wie berücksichtigt man die Sehgewohnheiten der Zuschauer*innen und welche Rolle spielen Trends und Zeitgeist dabei? Und was ist der Grund, warum sich die deutsche Kultur mit diesem Thema so schwertut?

Dieses Buch ist als Nachschlagewerk für alle gedacht, die Spaß daran haben, moderne Geschichten für ein breites Publikum zu entwickeln und dabei nach einer gemeinsamen Sprache suchen. Es bietet erstmals ein nachvollziehbares Kategorisierungssystem für Film- und Seriengenres an, das jedoch genauso für Romanciers und Gamewriter einen hohen Nutzwert bietet. Das typische Figurenpersonal, Konfliktfelder, Themen und Motive aller wichtigen narrativen Gattungen werden übersichtlich vorgestellt, miteinander verglichen und anhand zahlreicher Beispiele illustriert. Das Buch regt dadurch zu neuen Betrachtungsweisen der Storykonzeption an, die deutsche Fiction-Autoren fit für das Streaming-Zeitalter machen sollen.

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