Studium der Rechtswissenschaft und 2011 Promotion an der Universität Leipzig; 2017–2022 Leiterin des DFG-finanzierten Forschungsprojekts „Pornographie und sexuelle Selbstbestimmung“ und 2023 Habilitation an der MLU Halle-Wittenberg; Gast- und Vertretungsprofessuren an der Humboldt-Universität zu Berlin, der
Philipps-Universität Marburg, der Freien Universität zu Berlin, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Leuphana-Universität Lüneburg. Lehr- und Forschungsschwerpunkte in den Bereichen des Strafrechts und Strafprozessrechts, insbesondere im Sexualstrafrecht, Medienstrafrecht und in Fragen der Digitalisierung, sowie in den Bereichen der Grundlagen des und der Geschlechterforschung im Recht.
Vorschlag zur Kriminalisierung nicht einvernehmlicher sexualisierender Deepfakes als eine Form bildbasierter sexualisierter Gewalt
Nicht einvernehmliche sexualisierende Deepfakes sind eine Form bildbasierter sexualisierter Gewalt, die eine schwerwiegende Verletzung des Rechts auf sexuelle Selbstbestimmung durch eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild darstellt. Strafrechtlich sind sie nicht adäquat erfasst, obwohl sie sich durch digitale Anwendungen leicht herstellen und viral verbreiten lassen und tatsächlich weit verbreitet sind. In dieser Expertise wird ihre Strafwürdigkeit auf der Grundlage empirischer Daten erörtert und ein Vorschlag zur Kriminalisierung nicht einvernehmlicher sexualisierender Deepfakes im Zusammenhang mit anderen Formen bildbasierter sexualisierter Gewalt als Sexualstraftat vorgelegt.