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Alexander Kluge

Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Jurist, Autor, Filme- und Ausstellungsmacher; aber: »Mein Hauptwerk sind meine Bücher.« Für sein Werk erhielt er viele Preise, darunter den Georg-Büchner-Preis und den Theodor-W.-Adorno-Preis, Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf und 2019 den Klopstock-Preis der Stadt Halberstadt.

»Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine. Das liegt daran, daß Bücher Geduld haben und warten können, da das Wort die einzige Aufbewahrungsform menschlicher Erfahrung darstellt, die von der Zeit unabhängig ist und nicht in den Lebensläufen einzelner Menschen eingekerkert bleibt. Die Bücher sind ein großzügiges Medium und ich trauere noch heute, wenn ich daran denke, daß die Bibliothek in Alexandria verbrannte. Ich fühle in mir eine spontane Lust, die Bücher neu zu schreiben, die damals untergingen.«
Alexander Kluge (Dankesrede zum Heinrich-Böll-Preis, 1993)

Alexander Kluge. Napoleon Kommentar von Alexander Kluge

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Alexander Kluge. Napoleon Kommentar
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„Zu meiner Verblüffung gibt es in der 400-jährigen Überlieferung der bürgerlich-industriellen Revolution wenige charismatische Idole. Es gibt Washington, Jefferson, die Marktfrauen 1789 in Paris, Freiheitskämpferinnen, die den König aus Versailles nach Paris abholen, das junge Gesicht des Revolutionärs Saint-Just, der soeben von einer gewonnenen Schlacht in Nordfrankreich, die er kommandierte, zurückkehrt. Das leuchtendste Beispiel aber – neben den Porträts von Immanuel Kant, dem Mathematiker Euler, von Hölderlin, Novalis, Kleist, Edgar Allan Poe, Hemingway – bleibt DAS Bild Bonapartes von Silvester 1799. Nur über dieses Gesicht, und nur über diesen kurzen Augenblick der Hoffnung – das ist es, von dem ich hier schreibe.”

Alexander Kluges Napoleon-Kommentar ist eine Beobachtung zusammengesetzt aus Geschichten, Filmbildern, Tagebuchnotizen und drei Zeichnungen von Georg Baselitz. Erzählen als eine Form, sich in die Geschichte hineinzuweben.

Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Filmemacher, Autor, Fensehproduzent, Philosoph und Rechtsanwalt. Bei Spector Books erschienen in den vergangenen Jahren sechs Bücher von ihm, u.a. zusammen mit Ben Lerner Schnee über Venedig (2019) und zusammen mit Georg Baselitz Parsifal Kontainer (2020).



”To my astonishment, there are but few charismatic idols in the 400-year tradition of the bourgeois industrial revolution: Washington, Jefferson, the women in the Paris marketplace in 1789—those female freedom fighters marching on Versailles and bringing the King to Paris—the young face of the revolutionary Saint-Just, newly returned as commander from a victorious battle in northern France. But the most brilliant example—besides the portraits of Immanuel Kant, of Euler the mathematician, of Hölderlin, Novalis, Kleist, Edgar Allan Poe, and Hemingway—is still THE picture of Bonaparte from New Year’s Eve, 1799. What I write of here is confined to this face, this brief flicker of hope.“

Alexander Kluge’s Commentary on Napoleon is a study made up of stories, cinematic images, diary entries, and three drawings by Georg Baselitz. Narration as a way of weaving oneself into history.

Alexander Kluge, born 1932 in Halberstadt, is a film-maker, writer, TV producer, philosopher, and lawyer. Spector Books has published six of his books in recent years, including The Snows of Venice (with Ben Lerner, 2019) and Parsifal Container (with Georg Baselitz, 2020).

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