»Wenn ich die Pistole das nächste Mal auf dich richte, Daniel, werde ich abdrücken.« Ein Lächeln zog sich über seine Lippen. »Versprich es mir.« München, Sommer 1987. Der Vampir Daniel jagt seit Jahrhunderten seinesgleichen. Sein Ziel ist radikal: alle Unsterblichen auszulöschen - und damit auch sich selbst. Tagsüber betreibt er eine schäbige Bar, nachts geht er auf die Jagd. Gemeinsam mit einer Gruppe Vigilanten bekämpft er einen von Vampiren geführten Menschenhandelsring, wohl wissend, dass er sich damit auch seiner eigenen Vergangenheit stellen muss. Madhura entkam dem Bluthandel nur knapp. Jetzt will sie Rache. Für sie vereint Daniel, was sie am meisten hasst: Männer und Vampire. Dennoch schließt sie sich der Gruppe an, denn nur als Team haben sie eine Chance gegen die Vampire, die das kriminelle München der 1980er-Jahre vollständig unterwandert haben. Daniel lässt sie schwören, ihn nach der letzten Mission zu töten - doch immer häufiger muss er sich die Frage stellen, was schwerer wiegt: seine Sehnsucht nach Erlösung oder die Hoffnung auf ein Leben an Madhuras Seite. Bald drohen ihre wachsenden Gefühle, alles zu gefährden, wofür sie jemals gekämpft haben.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Halle
5/5
28.08.2026
eBook (ePUB)
klare Empfehlung für Romance Liebhaber*innen & für Vampir Fans
Ich bin überrascht, dass das Buch mir so gut gefallen hat, weil es Romance enthält, was ich eigentlich nicht gerne lese (gerade in Verbindung mit Vampiren). Und der Romance Aspekt ist groß! Daniel und Madhuras Beziehung wächst innerhalb des Buches, die sexuelle Anziehungskraft ist jedoch von Anfang an vorhanden. Allerdings auch eine angenehme Art und Weise, weil es auch als genau das dargestellt wird - plus das es "nicht so einfach ist". Ehrlich gesagt war ich lange unschlüssig, wie ich zu der Beziehung stehen soll. Gerade Madhura ist (absichtlich sicherlich) nicht die größte Sympathieträgerin, auch Daniel ist schwierig und ihre Ausgangslage umso mehr. Der Umgang damit (auch in der Kommunikation!) fand ich stark. Was wieder zeigt: Es ist nicht (nur) die Romance, die mich stört, sondern der Umgang Damit (auch wenn ich zugegeben das Buch auch ohne gelesen hätte).
Dazu kommt, dass es dennoch eine starke Story gibt. Die Vampir-Ausbeutungs-Menschenhandel Geschichte ist stark, ich mochte tatsächlich sehr (!!!) den Krimi Aspekt darin. Dass die Story in den 80igern spielt, kommt ihr dank fehlender technischen Möglichkeiten SEHR zu Gute. Es macht einfach richtig Spaß, die Charaktere zusammen zu sehen. Das ist glaube ich auch mein größter Kritikpunkt: Ein bisschen stehen die anderen durch den Fokus auf Daniel und Madhura zurück. Ich hätte so gern mehr und intensiver von Ihnen gelesen (dann wäre das Buch aber noch 400 Seiten dicker). Vielleicht erhalten wir ja noch Spin-Offs, die Charaktere würden sich anbieten
Insgesamt eine klare Empfehlung für Romance Liebhaber*innen, für Vampir Fans (wenn sie auch deutlich anders sind!) und ja, auch für Krimi Fans, die aushalten, dass eben Romance eine große Rolle spielt.
Franci
aus Ilmenau
5/5
23.08.2026
eBook (ePUB)
Die etwas andere, deepere Vampir-Romance
Seit Jahrhunderten lebt Daniel mit Schuld und Scham, existiert nur noch in dem Bestreben, das Übel – seinesgleichen – restlos auszulöschen.
Dass sich in München der Blutring formierte, machte es ihm und seinen ausgewählten Getreuen einfacher, die Wurzel des Gräuels zu zerschlagen. Zumindest dachten das Daniel, Padraik & Co …
Als Madhura im Sargnagel, dem einzigen Vermächtnis von Lutz, auftaucht und sich als Barkeeperin bewirbt, rufen ihr Gesicht, ihre Augen etwas in Daniels Erinnerungen wach, das ihn seit zwei Jahren quält. Das er so dringend vergessen will …
Inmitten von Cocktailgläsern, Cherry Coke und klebrigem Parkett, während anzüglichem Geplänkel und seichten Flirts, Feierabenddrinks und dem Beginn zarter Freundschaften entsteht zwischen Daniel und Madhura mehr. Etwas, das in Mad Vertrauen, das in Daniel Hoffnung weckt. Doch manche Wahrheiten setzen etwas in Gang, das beendet, bevor es beginnen kann.
Trotz der Lügen, des Schreckens und der Abscheu ist es ein gemeinsames Ziel, dass sie neben- statt gegeneinander kämpfen lässt. Vorerst.
Denn Madhura hat geschworen, dass ihre letzte Kugel Daniels Herz gehoert. Egal, was passiert.
Je näher das Team aus müden, nach Gerechtigkeit und Tod strebenden Augen dem Milieu kommt, aus dem Frauen spur- und bedeutungslos verschwinden, umso näher kommen sie auch dem Kern des Blutrings. Umso tiefer geraten sie in politische Intrigen, in aus Machtgier geborene Korruption, in grausamen Verrat an der Menschlichkeit. Umso mehr Opfer müssen sie riskieren und Verluste ertragen – mit der Frage jonglieren, ob das Große Ganze all die verlorenen Leben am Ende wirklich aufwiegen kann …
Die Zeit läuft strikt gegen die wachsende Wahl-Familie, während Vergangenheit, der Geruch nach Blut und nie endende Schuld die Luft verpesten und das nächste Trauma längst an der sonnenlichtdurchfluteten Tür wartet …
„A sketchy Business“ ist das Debüt von Vicky Blum und bereits die Widmung macht deutlich, wie viel Persönliches, wie viel tragische Realität, wie viel Schmerz in den Seiten steckt. Wie viel Stoff zum Nachdenken.
Bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich erwähnen, dass jeder Pinselstrich, den diese urbane Fantasy-Romance begleitet, jede Illustration, jede Zierde, inkl. des Covers, aus der Feder der Autorin stammt – in Kombination mit der nachhallenden, gewichtigen Storyline hat Blum ein wahres Kunstwerk erschaffen.
Wir befinden uns in München, es sind die 80er Jahre und Dreh- und Angelpunkt des Romans ist die schäbige, gut besuchte Bar, die Daniel, Padraik und der Rest der Freundesgruppe in den Abendstunden führen, bevor sie losziehen, um einen vampirischen Menschenhändlerring zu zerstören und sämtliche Blutsauger, einander eingeschlossen, auszulöschen. Mit Madhura gewinnt die Truppe nicht nur eine – wortwörtlich – schlagfertige Barkeeperin, sondern auch eine junge Frau, die ihre traumatischen Erfahrungen in Hass gewandelt hat und nach Vergeltung, getarnt im Mantel der Gerechtigkeit, strebt. So wie auch Angelika, Harald, Daniel, Padraik und Rita.
Madhura, die schon mehr gesehen, gefühlt, erlebt hat, als eine Seele ertragen sollte, bereichert die Vigilanten mit Mitgefühl und Tatendrang, schafft es, über ihre eigenen Vorurteile hinwegzublicken, und bringt mit ihren ungezügelten Emotionen, mit ungefilterter Wut, Daniel mehrfach dazu, sein harsches Vorgehen zu reflektieren. Denn jedes Leben zählt und ist es wert, sich an es zu erinnern …
Konflikte, Misstrauen und Diskussionen, Pläne schmieden, impulsive Taten und falsche Entscheidungen, Resignation, verdrängte Erinnerungen, vernichtende Offenbarungen und Zusammenhalt begleiten den Verlauf zusätzlich relevanter Informationen und aufschlussreicher Hintergründe. Selten: nur der von Selbsthass gebeutelte Daniel Wallner leiht dem Roman seine Stimme.
Mit fortschreitender Handlung werden die Ursprünge der Motivationen des Einzelnen, die unsichtbaren Narben, der Zorn deutlich. Wird das Ausmaß erkennbar, in dem der Blutring die Stadt – nicht ohne Unterstützung – säubert.
All ihren Unterschieden, dem Pakt, der Unausweichlichkeit ihres Endes zum Trotz verdichtet sich die Luft zwischen Mad und Dio – Neckereien wandeln sich zu tiefgehenden Empfindungen, Provokationen werden zu Zukunftsvisionen, die niemals sein können. Denn da scheint nichts zu sein, was das Ziel – das Sterben des Widernatürlichen – überschattet. Bleibt Wehmut.
In ihrer durchaus originellen, wenn auch nicht sonderlich fantastischen Romance versteckt Blum hinter einer bittersüßen Liebe und bedingungslosen Freundschaften gesellschaftskritische Gedanken, die Innehalten lassen, nachdenklich stimmende Aussagen, Situationen, die alltäglich sind und weh tun, Missstände, über die hinweggesehen wird, hart treffen. Unbequem. Bedrückend. Und nichts hiervon ist fernab der Realität: die Vorverurteilung von Pr*stituierten, Femızide oder weitreichender Menschenhandel, Unterdrückung und Korruption, psychische Probleme, Tod und Vergänglichkeit sind nur einige der gewichtigen Themen, die die Autorin aufgreift.
Der Found-Family-Aspekt hält sich mit der oft bewegenden Romance die Waage, die spicy Szenen sind sehr geschmackvoll und genauso erfrischend wie die Charakterzeichnung, die mit viel Liebe zum Detail vonstattenging. Die Atmosphäre ist schwer von Wehmut und leisem Misstrauen, von lauter Reue, dem Wunsch nach Vergeltung und flirrender Hitze; wird stellenweise von Hoffnungslosigkeit und Melancholie geflutet. Angereichert mit Adrenalin, Rachegelüsten und Wut, mit Dramatik und Verrat, und dennoch finden wir auch Humor, Charme und Ironie. Unterhaltsame Augenblicke, ein Schwung Romantik sowie Twists, Wendungen und unerwarteten – unabkömmlichen – Zuwachs.
Obgleich des Drumherums – der zwischenmenschlichen Beziehungen, der reflektierten Gedanken und der individuellen Geschichten – ließ Vicky die Jagd nach Anhaltspunkten und Informationen über den Blutring, die Suche nach einer Möglichkeit, diesem nahezukommen und ihn zu zerschlagen, nie außer Acht.
Für Spannung und anhaltendes Interesse, für Mitfiebern ist also gesorgt. Hinzu kommen Geheimnisse, die alles verändern könnten, von denen einige bis zum glorreichen Finale unausgesprochen bleiben.
Stilistisch gibt es hier überhaupt nichts zu meckern, alles – eingeschlossen der Kapitelüberschriften – war perfekt inszeniert, gefühlvoll und eindringlich, bildlich und kunstvoll dargelegt. Der Ton reicht von direkt und salopp bis hin zu bedacht, war des Öfteren angereichert mit Poesie, war spritzig und witzig, ernst und gefühlvoll – ein rundum gelungener Mix.
Wenn ich meckern müsste, dann darüber, dass ich nichts von den 80ern mitbekommen habe und es rückblickend so scheint, als wäre die Mission der Vampire ohne Madhura, Eddy und Clara nie vorangekommen, zum Scheitern verurteilt gewesen.
In „A sketchy Business“ vereinen sich nervenaufreibende Geschehnisse, brisante Aktualität, Leidenschaft und bodenlose Trauer mit actionreichem Tatendrang, Blut, Rache und moralischen Zwiespälten zu einer starken Story, die nichts mit den üblichen Vampirgeschichten gemein hat. Herzzerfetzend.
Malie_Books
5/5
18.08.2026
eBook (ePUB)
tolle Vampire-Romance mit 80er Vibes
Dieses Buch war ja wohl mal was ganz Besonderes!
Ich habe glaub ich noch nie ein Buch gelesen, dass in den 80ern spielt und so cool den Vibe rübergebracht hat. Ich habe alles daran geliebt, die Autos, die Technik, die Kommunikation, die Ermittlungsarbeit. Es war grandios und mega gut recherchiert (meiner Meinung nach).
Aber nun zu dem Wichtigsten: Daniel! Das Buch wird aus seiner Sicht erzählt. Er ist ein Vampir, der Vampire umbringt um irgendwann (so der Plan) alle Vampire von der Welt zu beseitigen. Spoiler: auch sich selbst!
Der Schreibstil von Vicky Blum ist super gut zu lesen, auch wenn er ein wenig anspruchsvoller ist, als manches 0/8/15 Buch, was uns so unterkommt. Aber genau das fand ich toll!
In der Geschichte gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte und ich habe noch nie ein Buch komplett aus seiner Perspektive gesehen, dass eben auch eine Liebesgeschichte ist und holy, das war grandios. Wie sehr er sich nach Ohr verzehrt und sie liebt war immer und überall spürbar. Er war eine komplett Morally graue Green Flag. Ihr müsst es selbst lesen um es zu verstehen.
Und Madhura? Auch wenn das Buch nicht aus ihrer Sicht geschrieben ist, lernen wir sie doch gut kennen und sie ist so eine starke, individuelle, besondere Frau mit krassem BadAss-Vibe. Lieben wir doch.
Und zuletzt noch: Found Family!!! Die Found Family ist so toll! Alle Charaktere sind ganz speziell und wurden so ausgearbeitet, dass ich das Gefühl habe sie alle zu kennen.
Wenn ihr also ein Buch lesen wollt, dass euch echt mal überrascht, packt, fordert, anders ist und dabei noch mal eben gesellschaftskritisch und trotzdem nicht zu schwer, dann lest dieses Buch!!
Jessixa_kng
5/5
17.08.2026
eBook (ePUB)
Vampire treffen auf 80s Flair
Vampire in den 80er Jahren in einer deutschen Großstadt? Auch wenn ich mir die Umsetzung erst nicht richtig vorstellen konnte, ist die Kombi extrem cool und interessant! Die menschliche Madhura ist eine unglaublich toughe und impulsive Frau, angetrieben vom Wunsch nach Rache. Vor allem ihre etwas bissigen Kommentare gegenüber Daniel fand ich absolut genial. Vampir Daniel finde ich auf so viele Arten einfach liebenswert. Allein schon, weil er das ein oder andere Päckchen trägt und schon einiges durchmachen musste. Beide Charaktere könnten unterschiedlicher kaum sein. Wie Feuer und Eis, getreu dem Motto „Gegensätze ziehen sich an“. Ihr wisst ja nicht, wie cool München in den 80er Jahren ist! Dieses nostalgische Feeling fand ich wahnsinnig faszinierend. Autorin Vicky Blum hat hier ein wirklich bild- und lebhaftes Setting erschaffen. Ganz besonders loben muss ich die ganzen tollen Illustrationen, Kapitelzierden, etc., die alle von der Autorin selbst gezeichnet bzw. gestaltet sind. Für mich nicht nur eine tolle Autorin, sondern auch eine wahnsinnig gute Künstlerin. Ein rundum gelungenes Debüt mit dynamischen Protagonisten und einer richtig guten Story!
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