Als eine Leiche am Eppenzillfelsen auf der Schwäbischen Alb entdeckt wird, muss Kommissarin Sanna Schneider erst einmal die Identität des Toten herausfinden, bevor sie damit anfangen kann, nach seinem Mörder zu fahnden. Die Ermittlungen führen sie ungewollt in ihre traumatische Kindheit in einer brutalen Sekte zurück. Alte Alpträume werden wieder lebendig. Bringt sich Sanna durch ihre Nachforschungen selbst in Lebensgefahr?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Villingen-Schwenningen
5/5
05.04.2026
eBook (ePUB)
Glaube, Liebe, Tod
Der Krimi beginnt für mich mit einem verstörenden Rückblick. Eine Frau wird in einem Keller unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten .Unterschwellig hat mich das fast während der gesamten Lektüre beschäftigt, zumal weitere Rückblicke folgen.
Da scheint der aktuelle Mord fast schon harmlos. Ein junger Mann wird tot an einem Wanderparkplatz gefunden. Die zuständigen Ermittler Sanne Schneider und ihr Kollege Fritz sind zuerst damit beschäftigt, die Identität des Toten zu klären. Als es einen Namen gibt, werden die Rätsel nur noch größer. Eine Spur führt in die Drogenkriminalität und er musste untertauchen. Zuflucht fand er bei der religiösen Gemeinschaft der Königskinder . Solche Ermittlungen sind meistens heikel und so beschließen die Kriminalbeamten, Sanna under cover einzuschleusen, um mehr über die Persönlichkeit des Opfers zu erfahren.
Das war der Teil. der mir besonders gut gefallen hat. Es war spannend zu erfahren, aus welchen Gründen die Einzelnen den Weg in die Gemeinschaft gefunden haben. Alle mochten den Ermordeten und niemand schien verdächtig. Gerade als Sanna beschließt, den Einsatz abzubrechen, überschlagen sich die Ereignisse, sowohl innerhalb der Gruppe als auch draußen in der Welt. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass Liebe, Rache, Eifersucht und die Angst vor Veränderung ein gefährliches Konglomerat ergeben, das seine Opfer fordert.
Mich hat der Krimi mit seinem hohen Spannungsfaktor sehr gut unterhalten . Lose Enden wurden logisch miteinander verknüpft. Manches hat mich bewegt und mein Mitleid überwog, anderes hat mich entsetzt ob der fehlenden Menschlichkeit und dem Verrat an allem, was eine Gemeinschaft zusammenhält. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass es auch Momente der Hoffnung und der Freundschaft gibt, die ein erfreuliches Gegengewicht zu der manchmal aufwühlenden Handlung bilden.
Bewertung
5/5
03.04.2026
eBook (ePUB)
Glaube als Machtwerkzeug
Sanna und ihr Kollege Fritz werden zu einen Leichenfund gerufen. Als die Identität feststeht, wissen sie aber immer noch sehr wenig. Das Opfer war jahrelang untergetaucht und es ist nicht einfach seine letzten Jahre zu rekapitulieren. Es gibt Parallelen zu Sannas Vergangenheit, trotzdem schleust sie sich Undercover ein.
Das Buch liest sich leicht und flüssig. Die Autorin beschreibt wunderbar die Orte des Geschehens. Auch die Personen sind gut geschildert und mit viel Tiefe. Rückblenden in die Vergangenheit schaffen Gänsehautmomente und lassen einen ungläubig, geschockt und nachdenklich zurück.
Die Handlung ist komplex und obwohl man immer mehr Indizien vorgelegt bekommt, wurde ich am Schluss nur so von Überraschungen überrannt.
Spannung bleibt bis zum Schluss und alles endet in einen erklärenden Epilog.
Fazit: Ein sympathisches Ermittlerteam und ein spannender, verflochtener Fall.
Ich habe das Buch auf Lovelybooks als Rezensionsexemplar erhalten!
NicoleK
5/5
31.03.2026
eBook (ePUB)
Religiöse Gemeinschaften sind nicht immer schlecht.
Kommissarin Sanna Schneider wurde an einen Tatort gerufen. Ein junger Mann wurde ermordet, dessen Identität nicht bekannt war.
Der Schreibstil ist angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Sanna war mir sofort sympathisch und der Fall entwickelte sich sehr rätselhaft. Der Tote war religiös-fanatisch und sehr mysteriös. Nach seinem Bruch mit der Schwester ist er nach Karlsruhe und hat dort einen Drogenring aufgedeckt.
Und zwischendurch immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit, wo eine junge Frau vom Hirten gefangen gehalten wird.
Sanna begibt sich undercover zu den Königskindern, die in Verbindung zum Toten standen und bei der Gruppe vor 2 Jahren schon einmal jemand verschwunden ist. Und in der Gemeinschaft muss sie sich auch ihren alten Dämonen stellen.
Bis zum Schluss war offen, wie alles zusammenhing und die Spannung war durchgehend hoch. Das Ende fand ich gelungen und es blieben keine Fragen offen! Ich gebe selten 5 Sterne, denn dafür muss das Buch etwas ganz Besonderes sein, aber hier gebe ich gerne 4,5 Sterne.
Dydi
aus Lorsch
4/5
20.04.2026
eBook (ePUB)
Der Tote auf dem Felsen - war ein Sektenopfer?
Ein Toter wird an einem Felsen auf der Schwäbischen Alb gefunden. Ermittlerin Sanna und ihr Kollege Fritz ermitteln in diesem Fall, jedoch ist die Identität des Opfers zunächst das größte Rätsel. Dann meldet sich seine Schwester Emily, die ihren Bruder Adrian jedoch schon mehrere Jahre nicht mehr gesehen hat, nachdem er sich von ihr losgesagt hat aufgrund seiner Religiosität. Danach hat er einen Drogenboss bekämpft und musste untertauchen.
So kam er in die religiöse Gemeinschaft "Die Königskinder", die unweit von Emilys Wohnort ihr Domizil hat. Da Fritz dort vor Ort erst alleine ermittelt hat, schleust sich Sanna dort ein, aber mit ungutem Gefühl, hat sie doch selbst schlimme Erfahrungen mit einer Sekte gemacht, in der sie ihre Eltern schutzlos gelassen haben.
Trotzdem kommen die Ermittlungen nicht richtig voran, viele Mitglieder sind ihr gegenüber sehr vorsichtig. Sannas Lichtblicke sind die heimlichen Besuche bei Emily, bei der sie sich geborgen fühlt. Doch als Sanna selbst einen zweiten Toten findet in der Bäckerei der "Königskinder" nimmt die Story noch einmal richtig an Fahrt auf.
Sanna gerät selbst in Gefahr, dadurch fallen jedoch die letzte Puzzleteilchen an den richtigen Ort. Und Fritz ist zur Stelle als er gebraucht wird.
Eine Ermittlerin mit interessantem Hintergrund, spannende Story, überraschender Täter (für mich) und Spaß beim miträtseln - klare Leseempfehlung.
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