Zane gegen die Götter, Band 3: Schattenspringer (Rick Riordan Presents: abenteuerliche Götter-Fantasy ab 12 Jahre)
Rick Riordan Presents, Zane gegen die Götter 3
Wer mit den Göttern verwandt ist, braucht echt keine anderen Feinde …
Wenn du mir vor einem Jahr erzählt hättest, dass ich irgendwann mal mit einer 2.000 Jahre alten Dämonin um die Häuser ziehen würde, hätte ich dich glatt für verrückt erklärt. Tja, und nun ertrage ich Iktans fauligen Dämonenatem schon seit über drei Monaten, während wir andere Gottgeborene aufspüren, bevor ihnen ein durchgeknallter Fledermausgott den Kopf abreißen kann. Und das Schlimmste: Mom sagt, ich muss trotzdem meine Hausaufgaben machen! Als hätte ich nicht jede Menge andere Probleme …
Persönlich empfohlen von "Percy Jackson"-Autor Rick Riordan!
Entdecke alle Abenteuer aus der Reihe "Rick Riordan Presents":
"Zane gegen die Götter" von J. C. Cervantes
Band 1: Sturmläufer
Band 2: Feuerhüter
Band 3: Schattenspringer
"Ren gegen die Götter" von J. C. Cervantes
Band 1: Nachtkönigin
Band 2: Jaguarmagie
"Sikander gegen die Götter" von Sarwat Chadda
Band 1: Das Schwert des Schicksals
Band 2: Der Zorn der Drachengöttin
"Aru gegen die Götter" von Roshani Chokshi
Band 1: Die Wächter des Himmelspalasts
Band 2: Im Reich des Meeresfürsten
Band 3: Das Geheimnis des Wunschbaums
Band 4: Die Magie der goldenen Stadt
Band 5: Der Trank der Unsterblichkeit
"Tristan gegen die Götter" von Kwame Mbalia
Band 1: Mythenweber
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Jenny Wons
aus Bergheim
4/5
27.03.2026
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Tolles Finale!
Der finale Band der „Storm Runner“-Trilogie knüpft direkt an die Ereignisse der Vorgänger an und steigert die Geschichte noch einmal deutlich in Tempo und Umfang. Zane hat inzwischen weitere „Godborns“ gefunden – Kinder mit göttlichen Kräften –, und steht kurz davor, sie auszubilden. Doch bevor dieses Training beginnen kann, geschieht das Unfassbare: Die Maya-Götter verschwinden spurlos.
Was folgt, ist eine abenteuerliche und temporeiche Mission. Zane und seine Freunde müssen einen magischen Kalender finden, der es ihnen ermöglicht, durch die Zeit zu reisen. Diese Zeitreise-Elemente bringen frischen Wind in die Handlung und sorgen für viele überraschende Wendungen, Rätsel und gefährliche Begegnungen. Die Reise führt die Gruppe durch verschiedene Epochen und konfrontiert sie mit neuen wie bekannten mythologischen Figuren.
Die Handlung ist dabei fast durchgehend rasant erzählt – es gibt kaum ruhige Momente. Das sorgt einerseits für Spannung und Lesefluss, andererseits bleibt wenig Raum für tiefere Reflexionen oder emotionale Zwischentöne. Obwohl die Bedrohung groß ist, fühlt sich die Geschichte stellenweise weniger „gewichtsvoll“ an, als man es sich für ein Finale wünschen würde.
Charaktere
Im Zentrum steht erneut Zane, der sich im Laufe der Reihe deutlich weiterentwickelt hat. Er ist ein sympathischer, mutiger und oft selbstironischer Erzähler, dessen Perspektive die Geschichte lebendig macht. Besonders hervorzuheben ist, dass seine körperliche Einschränkung nicht „geheilt“ wird, sondern als Teil seiner Identität bestehen bleibt – ein wichtiger und gelungener Aspekt der Darstellung.
Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Geschichte bei:
Rosie bringt Humor und Energie in die Gruppe,
Hondo überzeugt durch Loyalität und Stärke,
Ren ist eine besonders interessante Figur, deren Entwicklung neugierig auf weitere Geschichten macht,
und Itzamná bietet als Gott eine spannende Mischung aus Weisheit und Eigenwilligkeit.
Trotz dieser positiven Aspekte bleibt ein Kritikpunkt: Viele Figuren wirken nicht vollständig ausgearbeitet. Während Zane als Protagonist Tiefe besitzt, bleiben andere Charaktere eher oberflächlich. Beziehungen – etwa romantische Entwicklungen – wirken manchmal weniger greifbar, weil es an emotionaler Ausarbeitung fehlt.
Auch Nebenfiguren mit angedeuteter tragischer Vergangenheit erhalten nicht genug Raum, um wirklich zu berühren. Dadurch bleibt das emotionale Potenzial der Geschichte teilweise ungenutzt.
Schreibstil
Der Schreibstil von J. C. Cervantes ist zugänglich, humorvoll und sehr dynamisch. Die Ich-Perspektive sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte eintaucht und sich mit Zane identifizieren kann. Besonders gelungen ist der lockere Ton, der selbst in gefährlichen Situationen immer wieder für humorvolle Momente sorgt.
Ein großer Pluspunkt ist die kreative Einbindung der Maya-Mythologie. Die Götter werden nicht nur als mächtige Wesen dargestellt, sondern erhalten individuelle Persönlichkeiten, die sich teilweise deutlich voneinander unterscheiden. Das verleiht der Welt Tiefe und Originalität.
Allerdings zeigt sich auch hier eine kleine Schwäche: Beschreibungen – sowohl von Figuren als auch von Schauplätzen – bleiben oft eher knapp. Gerade bei neuen Charakteren hätte man sich mehr Details gewünscht, um sie klarer vor Augen zu haben.
Fazit
Schattenspringer ist ein packender und unterhaltsamer Abschluss der Trilogie, der vor allem durch seine Ideenvielfalt und sein hohes Tempo überzeugt. Die Mischung aus Mythologie, Abenteuer und Zeitreisen sorgt für ein spannendes Leseerlebnis, das besonders Fans von actionreicher Jugendfantasy begeistern dürfte.
Auch wenn die Geschichte emotional nicht ganz die Tiefe erreicht, die möglich gewesen wäre, und einige Figuren etwas blass bleiben, macht das Buch insgesamt sehr viel Spaß. Zane ist ein starker Protagonist, und die Welt rund um die Maya-Götter bleibt faszinierend bis zur letzten Seite.
Für Leserinnen und Leser, die eine moderne Fantasy-Reihe mit frischen mythologischen Einflüssen suchen, ist diese Trilogie definitiv empfehlenswert.
4 von 5 Sternen!
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