Dreizehn Milliarden Menschen sind zu viele. Alles wird durch die Macht des Geldes korrumpiert. Egoismus und Gier verhindern den Kampf gegen alle Krisen. Naturkatastrophen, Verteilungskämpfe und Flüchtlingsströme sind die Folge. Es gibt keine Gemeinsamkeit mehr, nur noch Gegner. Ohne Vertrauen sind Staaten unregierbar. Im größten Chaos übernimmt eine KI die Weltherrschaft - Galaxie. Man hat sie darauf programmiert den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Darin ist sie - gnadenlos. Die letzte Hoffnung - eine junge Frau ...
Was passiert, wenn eine Künstliche Intelligenz die wirtschaftliche, politische und administrative Herrschaft über die Westliche Welt übernimmt und logische, evidenzbasierte Entscheidungen durchsetzt.
Eine junge Journalistin, eine Rebellin und ein Abenteurer stellen sich der KI und finden die Liebe.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Sonja
aus Freiburg
5/5
29.09.2025
eBook (ePUB 3)
SiFi / Dystopie / KI
In einer Zukunft nachdem die Überbevölkerung zu einigen Umweltkatastrophen geführt hat, wurde eine KI als Regierung eingesetzt. Nur dass diese KI ohne menschliche Begleiter agiert und sich selbst optimiert mit dem Primärziel, den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Und dafür gibt es nun mal noch zu viele Menschen auf der Welt.
Daher lebt TeÄn in einer Kastenwelt mit vier Kasten, den Besonderen, den Wenigen, den Allen und den Zuvielen. Und obwohl sie aus einer Familie der Wenigen kam, war sie doch ein Kind zu viel und lebt nun mit Mitte 20 bei den Allen und arbeitet als Journalistin. Nur eines Tages leitet die KI si in eine Richtung, die sie die aktuelle Situation des Punktesystems und die Aussortierung der Menschen zu hinterfragen. Und so beginnt ihr Abenteuer in die Unterwelt…
Wir folgen nur TeÄn. Und sie ist als drittes Kind von Geburt an zuviel, also überlebt sie eher, als das sie lebt. Als sie durch die KI zu Zoe geführt wird, erkennt sie, in welchem Hamsterrad sie steckt und wie grausam die aktuelle Welt tatsächlich ist. Und si beginnt zu kämpfen. Diese Entwicklung ist super erzählt. Auch die anderen Figuren wurden gut vorgestellt. Aber ich hätte mir gewünscht, von allen Figuren einen Abriss zu bekommen, diese Idee fand ich super und passte auch zwischendrin.
Das Worldbuilding geschieht nebenbei und ausreichend. Man kann sich ein gutes Bild machen. Und dann auch die Erklärungen um die KI sind verständlich und nachvollziehbar.
Was ich etwas „zuviel“ fand, war die Liebesgeschichte, oder zu wenig… hier wären ein paar Worte doch nötig gewesen. Ansonsten erzählt uns der Roman alles, was wir wissen müssen. Ok, einige Sprünge habe ich nicht ganz verstanden und die Kapitelaufteilung ist problematisch, aber für die Geschichte und die Aussage war das Buch perfekt.
Ein heftiges Gedankenspiel über eine mögliche Zukunft.
annlu
5/5
22.01.2025
eBook (ePUB 3)
Kann eine KI die Menschheit retten?
Dreizehn Millionen Menschen sind zuviel. Die Lösung für die westliche Welt: die KI Galaxie, die über ein Scoresystem bestimmt, wer, wie leben darf. Die Journalistin TeÄn wird mit den Konsequenzen dieses Systems konfrontiert, als sie mehr über eine Frau herausfinden will, die mit wenig Scores überlebt. Plötzlich sieht sie sich selbst in einer Situation wieder, die ihre eigene Annullierung näherrücken scheint und setzt sich dafür ein, das System zu überdenken. Doch wie soll man gegen eine übermächtige, allwissende KI vorgehen.
Ich fand mich hier recht schnell im Weltaufbau zu recht. Wahrscheinlich auch, weil viele der Entwicklungen gar nicht so unrealistisch erscheinen und aus dem hervorgehen, wie wir unsere Welt heute kennen. Die Einteilung in „Kasten“, die hier gezeichnet wird, ist nicht so viel anders, als man das aus verschiedenen Gesellschaften kennt. Und wie immer gibt es dabei besser Gestellte und Arme. Auch die Scores, die jeder mit seinem Verhalten sammeln und verlieren kann, kommen dem Leser sehr bekannt vor. Erschreckend ist, dass ein Score von Null zu einer automatischen Tötung führt, die von allen als gegeben hingenommen wird. Das System, das hier herrscht, wird einerseits als ungerecht beschrieben. Andererseits ist es nicht eine „böse“ Elite, die dahintersteckt. Die Beweggründe der KI sind erschreckend nachvollziehbar dargestellt und rein logisch gesehen sollte es keinen Grund geben, dagegen etwas einzuwenden. Umso erschreckender, dass das Ganze aus den Fehlern resultiert, mit denen wir aktuell zu kämpfen haben (Klimawandel, Kriege usw.).
TeÄn fand ich von Beginn an sympathisch. Sie ist keine Revolutionärin, wird in die Sache einfach so hineingeschubst und hat bald keine andere Wahl mehr, als sich zu wehren. Dabei steht sie an der Seite einer Legende. Zoe ist die Frau, die am längsten mit einem Score unter 50 überlebt hat. Zudem begleitet sie ein Mann, der eigentlich in seinen Privilegien schwelgen könnte, sich aber dagegen entscheidet. Ihre „Revolte“ gegen das System ist hier anders beschrieben, als erwartet. Es geht einerseits darum, Zugang zur KI zu bekommen, andererseits dieser zu beweisen, wie falsch sie mit einigen ihrer Überlegungen liegt. Und wie will man das einer allwissenden KI beweisen?
Am besten hat mir hier gefallen, das nichts Schwarz-Weiß gezeichnet wird. Es gibt nicht Gut und Böse. Es wird aufgezeigt, dass hinter guten Absichten, Schlechtes stecken kann. Das Ende geht ganz in diesem Gedanken auf: Es wird nicht alles plötzlich gut und gerecht, sondern alles ist immer ein Prozess, der in eine Richtung führen kann, dabei aber nie das absolut Perfekte erreichen wird.
coala
aus Hamburg
5/5
03.01.2025
eBook (ePUB 3)
Erschreckend realistische Zukunftsvision
In Zuviel entwirft Ralf Kühling ein düsteres Zukunftsszenario, in dem die Menschheit mit den Folgen von Überbevölkerung, Umweltkatastrophen und sozialem Zerfall konfrontiert ist. Die zentrale Handlung dreht sich um die Künstliche Intelligenz Galaxie, die mit der Rettung der Menschheit beauftragt wird und dabei unerbittliche Maßnahmen ergreift. Im Mittelpunkt stehen Charaktere wie die Journalistin TeÄn, die sich gegen die Kontrolle der KI auflehnt, sowie Tilla und ihre Kinder Pawlaf, Gudor und Lilli Fee, die in dieser von Galaxie dominierten Welt ums Überleben kämpfen.
Kühlings flüssiger Schreibstil und die detaillierte Darstellung der dystopischen Welt fesseln von der ersten Seite an. Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig gestaltet, was es leicht macht, mit ihnen mitzufühlen. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie der Autor aktuelle gesellschaftliche Themen wie den Einfluss von Geld, Egoismus und Gier in seine Erzählung einwebt und somit zum Nachdenken anregt. Die spannende Handlung und die unerwarteten Wendungen tragen dazu bei, dass das Buch bis zum Schluss spannend bleibt.
Eine Empfehlung für alle, die sich für dystopische Geschichten mit gesellschaftskritischem Hintergrund interessieren. Kühlings Werk regt zum Nachdenken über die Zukunft unserer Gesellschaft und den Umgang mit Technologie und Ressourcen an.
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