Drei einsame Jahre hat der Schriftsteller Albertien Colfax auf der Gefängnisinsel verbracht. Nun ist seine Unschuld bewiesen, aber das macht ihn nicht zu einem freien Mann. Um den beschmutzten Familiennamen zu rehabilitieren, beugt er sich dem Willen seines Vaters und ehelicht den hoch angesehenen Dirigenten des königlichen Orchesters. Doch sein frisch angetrauter Gemahl Dante de Medici bringt ihm nichts als brennende Abscheu entgegen. So findet Albertien sich, knapp dem Galgen entkommen, in einem weiteren Vorhof der Hölle wieder. Sein entstelltes Gesicht lässt ihn die durchlebten Torturen nicht vergessen und die Blicke der anderen verdunkeln sich vor Misstrauen, sobald sie auf ihn fallen. Nur einen scheinen die Narben kalt zu lassen. Einen Dandy mit teuflischem Charme, der die Finsternis der Vergangenheit meisterhaft zu vertreiben weiß. Wird Albertien der Versuchung erliegen oder kann er dem verführerischen Fremden widerstehen und sein Herz der Pflicht unterwerfen? Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und besitzt ein schönes, aber kein romance-typisches Happy End, da sie in Band 3 der Coeur Trouvé à Venice-Reihe fortgeführt wird. Für ein vollkommenes Leseerlebnis ist es von Vorteil, »St. Garner: Eine undenkbare Affaire« bereits gelesen zu haben.
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Ein wahnsinnig toller Roman, der sehr tief berührt und die Spannung exzellent aufrecht behält. 4,5 Sterne!
Bewertung aus Waidhofen an der Thaya am 25.05.2024
Bewertungsnummer: 2208906
Bewertet: eBook (ePUB)
Dante ist ein junger, aufstrebender Stardirigent und ein bisschen eingebildet. Er ist kein Kind von Traurigkeit, weiß um seinen eigenen Wert und ist deshalb um so entrüsteter, als er von seinem Vater und dem König in eine Zwangsehe gedrängt wird. Sein Bräutigam ist Albertien, Bertie, der nach drei Jahren unschuldig im Gefängnis nun entlassen wird um von dort gleich in die Ehe zu wandern. Beide Männer kennen sich nicht gut. Dante lässt Bertie sehr spüren, dass er nicht begeistert von ihrer Situation ist. Bertie erträgt die Ablehnung seines Gatten mit stoischer Ruhe. Dante und Bertie sind vom König gezwungen einander die Treue zu halten, da sonst Dante seine Anstellung als Dirigent verliert.
Nachdem Berties Schwiegervater ihm ein Pferd schenkt, reitet dieser fast täglich aus und trifft dabei auf Harry. Dieser ist ein Bewunderer von Berties literarischen Werken und die beiden freunden sich an.
Bringt Harry einen Keil zwischen Dante und Bertie, die sich langsam annähern? Und kann Dante Bertie treu bleiben, wenn seine Verflossenen sich um ihn bemühen?
Der zweite Roman, der in Venice spielt, steht dem ersten in nichts nach und kann auch eigenständig gelesen werden. Es kommen einige Figuren aus dem ersten Band vor, es ist sehr nett, diese wieder zu treffen. Aber es ist kein Hindernis, wenn man sie noch nicht so gut kennt.
Die Grundstimmung ist sehr anders als im ersten Band. Das ist auf keinen Fall schlecht, denn es ist sehr aufregend, wie sehr dieser Roman die Gefühle berührt. Ich habe sehr mit den beiden Hauptfiguren mitgelitten und habe meine Meinung über sie auch öfters ändern müssen, weil sie eine starke Entwicklung durchgemacht haben. Dies zu lesen war euphorisch schön und dann musste ich wieder so mitfiebern wie es weitergeht.
Für mich hat der Roman eine wunderbare Spannungslinie. Manches war heimelig vorhersehbar, von anderen Wendungen war ich zutiefst überrascht. Schon lange war ich nicht mehr so zerrissen, denn ich habe meine beiden Lieblingsfiguren, doch wenn ich der einen ihr Glück wünschte, würde das die Tragödie für die andere bedeuten. Die Dynamik zwischen Dante und Bertie hat sich oft gewandelt und die Dialoge zwischen ihnen waren perfekt.
Ich habe nur nur deshalb nicht die vollen fünf Sterne gegeben, da offene Enden (ja, in diesem Fall ist es für die Geschichte perfekt!) nicht mag und ich am Anfang im Gegensatz zu St. Garner ein bisschen gebraucht habe, mich mit den Figuren anzufreunden. Leider kann man es nicht auswählen, aber es sind für mich 4,5 Sterne!
Ich freue mich immer wenn eine Autorin es schafft, mich in eine Gefühlsachterbahn zu katapultieren und mich mit überraschenden Wendungen zu schocken.
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