Was würden Sie tun, wenn Ihr Kind einfach verschwindet? Wenn Sie nicht wissen, ob es noch am Leben oder schon tot ist? Würde Ihre Familie näher zusammenwachsen oder unter der Last zerbrechen? Wann würden Sie die Hoffnung aufgeben? Und wie weit würden Sie gehen, wenn Sie den Täter finden? Die dreizehnjährige Laura kam nach einem Besuch in der Bücherei nicht nach Hause. Schnell fand die Polizei einen Verdächtigen - doch keine Spur von dem Mädchen. Seit mehr als einem Jahr sucht Tatjana nach ihrer Tochter und ist nicht bereit, die Hoffnung aufzugeben ... Tom wollte schon immer ein Haustier. Am liebsten ein Hündchen, das seinen Befehlen gehorcht. Doch sein Vater wusste schon damals von Toms bösartigen, sadistischen Trieben und so blieb der Wunsch nach einem Spielzeug lange unerfüllt. Bis heute! Denn Tom ist jetzt erwachsen und findet, dass es Zeit ist, sich seine Wünsche selbst zu erfüllen. Zeit für Fida!
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Jana SternSplitter
5/5
21.10.2024
eBook (ePUB)
Spannend und emotional ....
Die Autorin Stefanie Maucher bot mir mit Fida einen Thriller, der mich nicht durch übermäßig brutale Szenen, sondern vielmehr auf emotionaler Ebene beeindruckt hat. Wir alle kennen die erschreckenden Nachrichten, wenn Kinder verschwinden, spurlos, als hätten sie nie existiert. Wir halten dabei den Atem an, sind fassungslos und versetzen uns stets in die Lage der Angehörigen – ein völlig unvorstellbares Szenario.
Genau mit dieser Thematik beschäftigt sich der Thriller Fida. Als die 13-jährige Laura spurlos verschwindet und nicht wieder heimkehrt, fängt für Tatjana und Jochen der schlimmste Alptraum auf Erden an. Ein Alptraum der selbst nach einem Jahr nicht endet. Während Jochen Hoffnungen begräbt und versucht stark zu sein, da sich die Welt um ihn herum gnadenlos weiterdreht, als wäre nichts Schlimmes passiert, gibt Tatjana nicht auf und ist fest davon überzeugt, dass ihre Tochter noch lebt und sie gefunden wird. Unermüdlich klebt sie Plakate auf, spricht immer wieder Menschen an und klammert sich fortwährend an der Hoffnung fest, dass sie eines Tages ihre Tochter wieder in den Armen halten kann.
Die Autorin bietet mit ihren Kapiteln ein ausgewogenes Wechselspiel aus Gegenwart und Vergangenheit. Stück für Stück erfuhr ich was Laura zugestoßen ist und welches Leid sie durchleben musste. Und zugleich erlebte ich, wie ihre Mutter immer mehr an dem Verlust ihrer Tochter innerlich zerbricht. Dieses Wechselspiel sorgte für anhaltende Spannung und ebenso für eine emotionale Tiefgründigkeit. Nicht nur dies hat mich sehr bewegt, sondern auch die Thematik falscher Verdächtigungen. Jeder von uns kennt solche Situationen, in denen man innerlich zu aufgewühlt ist, um wirklich richtige Schlüsse aus gewissen Situationen zu ziehen. Man trägt förmlich Scheuklappen vor den Augen. Dass wir dabei vielleicht das Leben unschuldiger Menschen zerstören begreifen wir erst, wenn es viel zu spät ist.
Insgesamt betrachtet war es ein spannendes und sehr emotionales Werk und mit Sicherheit wird dies nicht mein letztes Buch von der Autorin sein. Zwar hat mich das Ende nicht überrascht, aber darüber sehe ich getrost hinweg. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
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