Gerda und Thomas: Eine Liebe in Westpreußen. Kann sie Hass und Krieg überstehen?
Westpreußen, 1918: Umgeben von weiten Wiesen, Wäldern und Seen wächst Gerda von Westkamm auf Gut Lapienen auf. In den Sommern ihrer Kindheit träumt sie sich gemeinsam mit ihrem besten Freund Thomas in eine Welt aus Märchen und Geschichten. Zehn Jahre später wird aus der Kinderfreundschaft die große Liebe. Doch die Nachbarsfamilien trennt nicht nur der Stand, sondern auch die politische Gesinnung, denn Gerdas preußisch-protestantischer Vater möchte seine Tochter keinesfalls mit einem Polen verheiraten. Als die Situation eskaliert, flüchtet Gerda in die Freie Hansestadt Danzig, um als Schreibkraft bei einem Reeder ihr Glück auf anderen Wegen zu finden. Aber ihre Sehnsucht nach Thomas, die Wirren des Zweiten Weltkrieges und schließlich die Flucht aus Westpreußen ändern alles.
Gerda und Thomas: eine Liebe in Westpreußen. Kann sie Hass und Krieg überstehen?
Emotional, atmosphärisch und lebendig erzählt: Eine deutsch-polnische Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges
Für Leser*innen von Katharina Fuchs, Claire Winter und Brigitte Glaser
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
friederickes Bücherblog
aus Berlin
5/5
27.07.2023
eBook (ePUB)
Eine große Liebe in schweren Zeiten
Das Cover:
Ein Cover, das mich sehr angesprochen hat, weil es für mich durch die Farbgebung und dunklen Wolken am Himmel sehr ausdrucksstark ist. Das junge Paar in der Natur, im Hintergrund das Gut, vervollständigen das Bild und laden zusammen mit dem Klappentext ein, das Buch lesen zu wollen.
Die Geschichte:
1918: Gerda und ihr Freund Thomas träumen sich in Westpreußen (2018) in eine Welt vom Märchen und aus der Kinderfreundschaft wird eines Tages eine deutsch-polnische Liebe. Doch der unterschiedliche Stand und die komplizierten Verhältnisse in Gerdas Familie, sowie Thomas polnische Abstammung verhindern eine Heirat. Als sie einen anderen Mann heiraten soll, um das Gut der Eltern zu retten, flüchtet sie nach Danzig. Sie hat Glück und findet eine Arbeitsstelle als Schreibkraft in einer Reederei. Politische Wirren, Liebe, Sehnsucht, der Zweite Weltkrieg und die Flucht ändern danach alles in Gerdas Leben.
Meine Meinung:
Eine Geschichte, die ich von der ersten Seite an genossen habe. Wunderbar ausgearbeitete Protagonisten, die mich emotional in ihr Leben gelassen haben. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt. Die Autorin schreibt in einer leicht lesbaren und bildhaft starken Sprache. Die Zeitgeschichte ist brillant mit der Erzählung verwoben, sodass es gleichzeitig die von Menschen gelebte Zeitgeschichte auf wunderbare Art vermittelt. Die Schauplätze sind intensiv beschrieben. Der Spannungsbogen ist bis zum Ende sehr hoch.
Mein Fazit: Eine beeindruckende Liebesgeschichte in unglaublich schweren Zeiten. Dazwischen immer wieder kleine Passagen der Schneekönigin, und bittere Wahrheiten als Post in Märchen verpackt. Insgesamt gefühlvolle und spannende Lesestunden. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung.
Heidelinde von Friederickes Bücherblog.
Monika Schulte
aus Hagen
5/5
18.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolutes Lesehighlight!
"Wo die Störche fliegen" ist eine deutsch-polnische Liebesgeschichte, die vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges spielt. Gerda und Thomas kennen einander seit Kindheitstagen und führen eine enge Freundschaft. Eines Tages entwickelt sich aus dieser Freundschaft Liebe, aber Gerdas Familie erlaubt keine Heirat aufgrund von Standesunterschieden und Thomas' Nationalität als Pole.
Die Ereignisse überschlagen sich und der Krieg bricht aus., was die beiden Liebenden noch weiter voneinander entfernt. Die Frage bleibt, ob Gerda und Thomas jemals das Glück haben werden, sich wiederzusehen und ihre Liebe in einer Zeit des Krieges und der Trennung aufrecht erhalten werden kann.
Dieses wunderbare Buch behandelt Themen wie Liebe, Freundschaft, Krieg, Trennung und Hoffnung. Die Autorin schafft es hervorragend, dem Leser das Gefühl zu geben, in das Leben der Charaktere eintauchen zu können und sie auf ihrer Reise zu begleiten.
"Wo die Störche fliegen" ist eine bewegende Geschichte, die den Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnimmt und auch die Historie auf eine hochinteressante Art und Weise beleuchtet. Absolute Lese-Empfehlung!
Büchertanz.de
aus Freiburg
5/5
12.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein berührendes, unvergessliches und bildgewaltiges Buch
Schlochau in Westpreußen im Jahr 1918: Schon seit frühster Kindheit wissen Gerda und Thomas, dass sie zusammen gehören. Während Gerda auf dem Gut Lapienen aufwächst und es ihr dort vordergründig an nichts fehlt, wächst Thomas ganz in der Nähe des Guts bei seiner Mutter in eher ärmlichen Verhältnissen, jedoch mit viel Liebe und Zuwendung auf. Immer wieder flüchten sich die beiden Kinder in ihre eigene Welt aus Märchen und Geschichten. Vor allem das Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans-Christian Andersen hat es Gerda und Thomas angetan.
Aus der Kinderfreundschaft wird Jahre später die große Liebe – doch durch den zunehmende Hass der Gesellschaft gegenüber Polen, rückt eine gemeinsame Zukunft der Beiden in weite Ferne.
Als Thomas plötzlich eines Tages aus Gerdas Leben verschwindet, bleibt Gerda nur die Flucht in die Stadt ihrer Träume: Die freie Hansestadt Danzig.
Dort versucht sie als Schreibkraft in einer Reederei ihr Leben zu ordnen und ihr Glück zu finden. Ihre Sehnsucht nach ihrer Jugendliebe Thomas bleibt bestehen und als dann der Zweite Weltkrieg unerbittlich über die Menschen und Länder hinwegfegt, muss Gerda eine Entscheidung treffen.
Hinter dem Pseudonym Claudia Ley steht die erfolgreiche Autorin Charlotte Lyne, welche sich vorwiegend mit dem Namen Charlotte Roth in mein Leseherz geschrieben hat. Ich liebe ihre außerordentlich mitreißenden Geschichten, die vielen verschiedenen Schauplätze und vor allem ihren bildhaften und sehr poetischen Sprachstil. Als das Buch „Wo die Störche fliegen“ in den Sozialen Medien ankündigt wurde, war mir direkt klar, dass ich dieses Buch lesen muss.
Das Buch ist ein sehr schön aufgemachtes und gestaltetes Hardcover mit Schutzumschlag, worüber ich mich sehr freue, da in letzter Zeit historische Romane nur noch selten als gebundene Bücher auf den Markt kommen.
Auf der Vorderseite des Schutzumschlags befindet sich das Cover, auf der Rückseite befindet sich die Inhaltsinformation. Den Rücken des Schutzumschlags zieren der Name der Autorin und der Titel des Buches. In der vorderen Klappe des Schutzumschlags befindet sich ein kleiner Textausschnitt, welcher direkt große Lust auf die Geschichte macht, in der hinteren Klappe befindet sich ein Foto und eine kurze Biographie der Autorin.
Die chronologisch erzählte Handlung gliedert sich in 47 Kapitel auf, welche sich in sieben Teile (hier ‚Geschichten‘ genannt) aufteilen. Am Ende des Buches folgt ein Glossar der verwendeten Begriffe, Örtlichkeiten und geschichtlichen Hintergründen. Hier muss ich leider erwähnen, dass mir ein Personenregister gefehlt hat, da mir doch ab und zu ein Name, eine Figur und ihre Geschichte entglitten ist. Die erste Geschichte beginnt im Februar 1918, die zweite im Februar 1926, die dritte im Oktober 1927, die vierte im Jahr 1928, die fünfte 1929, die sechste 1933 und die siebte im Februar 1943. Diese Abschnitte, Zeit- und Ortsangaben sorgen während des Lesens für eine gute zeitliche und räumliche Orientierung, da die Gesamthandlung des Buches bei über 25 Jahre liegt. Besonders schön und erwähnenswert finde ich, dass jede Geschichte mit einem Zitat aus dem Märchen „Die Schneekönigin“ beginnt – jenes Märchen von Hans-Christian Andersen, welches sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung zieht.
Ich habe in den letzten Jahren viele Bücher über das Dritte Reich und den Zweiten Weltkrieg gelesen – das Buch „Wo die Störche fliegen“ hat mich außerordentlich tief berührt. Mit ihrem bildhaften und poetischen Sprachstil hat mich Claudia Ley schnell mit in die Geschichte genommen und mich meinen Alltag vergessen lassen. Ab der ersten Seite bauen sich eindrucksvolle Bilder im Kopf auf und ich nahm das Buch immer wieder gerne in die Hand, freute mich aufs weiterlesen, war, wenn ich nicht weiterlesen konnte, in Gedanken ständig weiter in der Handlung gefangen. Die mehr als 500 Seiten flogen nur so dahin.
Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen Gerda und Thomas, welche man im ersten Teil der Geschichte als Kinder kennenlernt. Ich habe Beide direkt in mein Herz geschlossen.
Gerda ist das jüngste Kind der Familie und steht immer etwas im Schatten ihrer vier älteren Geschwister. Sie ist ein herzensguter Mensch, möchte immer das Beste für die Menschen in ihrer Umgebung und lässt sich nicht so schnell unterkriegen. Doch sie muss auch immer wieder Rückschläge einstecken und merkt, dass nicht alle Menschen ihr und vor allem Thomas und der großen Liebe zu ihm aufgeschlossen gegenüber stehen. Ihre Entwicklung von einem jungen Mädchen zu einer jungen Erwachsenen und schließlich zu einer erwachsenen Frau stellt Claudia Ley sehr glaubhaft und authentisch da. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit auf der einen Seite, stehen Traurigkeit und Verlusten gegenüber. Gerda ist eine Hauptfigur, welche man einfach direkt und über die gesamte Handlung hinweg mag und mit der man hofft, leidet und sich freut.
So geht es mir auch mit Thomas: Auch er entwickelt sich authentisch von einem Jungen in einen Erwachsenen, auch sein Leben wird von Verlusten geprägt. Doch er gibt nie auf. Auch wenn er mitunter Entscheidungen trifft, welche nicht immer auf den ersten Blick einleuchten, konnte Thomas mich mit seiner bewegenden Geschichte und der Liebe zu Gerda vollends mitreißen.
Einfach wunderschön fand ich auch die vielen Parallelen der beiden Hauptfiguren zu den beiden Figuren des Märchens „Die Schneekönigin“.
An dieser Stelle möchte ich nicht detaillierter auf die vielen weiteren Charaktere und Figuren in dieser Geschichte eingehen, da ich sonst zu viel von der Handlung vorwegnehme. Allgemein konnten mich die vielfältigen Figuren, egal ob sie eher zu den Guten oder zu den Widersachern gehörten, überzeugen. Claudia Ley zeichnet mit ihnen ein sehr authentisches Bild der damaligen Gesellschaft und zeigt, wie die Menschen durch Hass und Propaganda tief gespalten und getrennt wurden. Und ja: Bitte haltet Taschentücher bereit, da die ein oder andere Lebensgeschichte tragisch-traurige Wege nimmt.
Den geschichtlichen Hintergrund bilden die Jahre 1918 bis 1943/1944 in Westpreußen. Nach Ende des Ersten Weltkrieges verlor Deutschland durch den Versailler Vertrag größere Teile der preußischen Provinzen Posen und Westpreußen. Die Stadt Schlochau blieb zwar bei Deutschland, jedoch lag die polnische Grenze nur 10 Kilometer östlich der Stadt entfernt. Viele deutsche Bewohner fühlten sich den verlorenen Gebieten beraubt und es entstand ein Hass auf die polnisch-stämmigen Menschen, welche weiterhin in den noch in Deutschland verbliebenen Teilen lebten und dort ihre Heimat hatten – diese Menschen waren ab sofort unerwünscht und wurden ausgegrenzt. Anhand des fiktiven Thomas und seiner Mutter wird diese Ausgrenzung sehr greifbar und erschütternd erzählt.
In den Gebieten, welche Polen zugeschrieben wurden wurden zwischen 1920 und 1929 vielen ortsansässigen Deutschen die polnische Staatsbürgerschaft nicht zuerkannt, viele wurden enteignet und mussten ihre Heimat verlassen.
Ein weiteres großes Thema ist, wie die Nationalsozialisten ihre Macht immer weiter ausgebaut haben. Wie bei einem unheilvollen und bedrohlichen Gewitter ziehen die dunklen Wolken am Horizont auf und vielen Menschen ist lange nicht klar, was da auf sie zukommt und wie es ihr Leben für immer verändern wird.
All diese vielen geschichtlichen Hintergründe und Themen stellt Claudia Ley sehr ungeschönt, nachvollziehbar und detailliert da. Gekonnt verbindet sie diese Hintergründe mit ihren größtenteils fiktiven Charakteren und deren unvergesslichen Schicksalen.
Geschichte, welche so mitreißend vermittelt wird, vergisst man nie wieder. Danke liebe Claudia Ley für dieses Lese-Erlebnis.
Fazit: Eine Geschichte, welche sich ab der ersten Seite stetig aufbaut und mich auch nach Beendigung noch immer tief berührt und beschäftigt. Es entstehen während des Lesens eindrucksvolle und unvergessliche Bilder, welche mich in vergangene Zeiten mitgenommen haben und mich meinen Alltag vergessen haben lassen. Ein Jahreshighlight.
Arietta
aus Traben-Trarbach
5/5
06.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine große Liebe in Westpreußen
Meine Meinung zur Autorin und Buch
Alles beginnt 1918 nach dem ersten großen Krieg, Gerda ist die jüngste Tochter der Westkamms, die ein großes Gut in Lapienen in Westpreußen besitzen. Gerda ist mit Thomas von Merwitz befreundet, eine wunderschöne und innige Kinderfreundschaft. Ihr gemeinsames Lieblingsbuch , die Märchen von Hans Christian Andersen, besonders die Geschichte über Schneekönigin, hat es beiden sehr angetan. Gretas Vater ist nicht begeistert das Gerda und Thomas befreundet sind. Thomas Mutter Milenka ist in Polen geboren. Es könnte eigentlich immer so wunderschön weitergehen, als jüngere hat sie gewisse Freiheiten bis jetzt genossen. Aber gut 10 Jahre später, wendet sich das Blatt , Gerdas Eltern möchten nicht das sie Thomas heiratet, sie sind verbohrte protestantische Westpreußen, ein Pole als Schwiegersohn geht nicht. Dabei haben die beiden ihre gemeinsame Zukunft so schön ausgemalt. Die Eltern haben andere Pläne für Gerda, das Gut Lapienen ist hoch verschuldet. Albrecht als Schwiegersohn scheint die richtige Entscheidung für sie, er stammt aus gutem Stall und ist unsagbar reich. Aber Gerda streikt und sie flieht bei Nacht und Nebel nach Danzig, wo Thomas studiert. Es kommt so anders, das mir Gerda leid tat, Thomas hat andere Pläne. Als Gerda am Boden zerstört ist, lernt sie die Jüdin Frau Grünbaum kennen, durch sie und ihre neue Stelle wird sie Schreibkraft,bei einer großen Reederei . Gerdas Leben wird auf den Kopf gestellt, und verläuft so ganz anders wie ich mir vorgestellt habe. Gerda wird endlich wieder glücklich, und ihr Leben verläuft wie im Traum. Aber das große Glück endet eines Tages jäh, die Zeit der Nazis hat begonnen, der 2. Weltkrieg steht vor der Tür. Eines Tages muss Gerda mit ihrer Tochter Maren aus Westpreußen fliehen . Die Russen kommen. Eine wunderschöne und tragische Geschichte, die einem tief berührt. Viele Erinnerungen aus den Erzählungen einer Tante von mir die mit ihrer Mutter und Schwester aus Königsberg in den Westen geflohen sind. Es war wunderschön durch Westpreußen und Danzig zu streifen, diese unendliche Weiten , grüne Wiesen und Wälder.
Taucht noch tiefer in die Geschichte ein beim Lesen, mehr möchte ich nicht preisgeben.
MissBookRead
aus Hessen
5/5
26.04.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Liebe mit Hindernissen
Der Roman umfasst den Zeitraum von 1918-1943 und spielt in Westpreußen.
Die Hauptperson ist Gerda von Westkamm die mit mit ihren Eltern und ihren Geschwistern auf dem Gut Lapienen lebt. Gerdas Jugendfreund ist Thomas von Merwitz. Die beiden Kinder verbringen viel Zeit miteinander und hegen eine tiefe Freundschaft, bis diese im jugendlichen Alter in echte Liebe umschlägt. Sie planen ihr Leben, wollen heiraten, Kinder bekommen und in der herrlichen Umgebung bleiben in der sie eine heile Welt erleben. Doch was wäre es für ein Romane, wenn das sich so locker und leicht bewerkstelligen lassen würde. Den Eltern von Gerda ist es nicht recht, das ihr deutsches Mädchen sich mit einem Polen einläßt. Dies wird vor allem ein Problem, als die ersten Wirren des Zweiten Weltkrieges ihren Lauf nehmen. Gerda von Westkamm habe ich sofort gemocht. Wir Leser*innen begleiten sie von der Kindheit an bis zu ihrem Leben als junge Frau und Mutter. Sie flieht alleine nach Danzig um sich dort mit Thomas, der studiert, ein eigenes Leben aufzubauen, gegen den Willen der Eltern. Doch als sie in Danzig ankommt, ist nichts mehr so wie es vorher zwischen den beiden Verliebten war. Gerda sucht sich eine Stelle in einer Werft und nimmt nun ihr Leben alleine in die Hand als Single. Man ist so nah an Gerda dran, das man alle Gefühlsachterbahnen durchmacht mit ihr. Man weint, man freut sich, man ist erschrocken über das Handeln und die Taten der Menschen, die gegen die Polen sind. Die Autorin beschreibt sehr gut und ausführlich, aber nicht zu übertrieben, die Gefühlswelt von Gerda, aber man bekommt auch einige Einblicke was mit Thomas los ist. Gerdas Leben verläuft in ganz anderen Bahnen, als ich vorher dachte, aber es wird niemals langweilig und ich dachte immer zwischendurch, bitte lass diese junge Frau das alles überstehen und das sie endlich glücklich werden soll. Sehr schön fand ich zum Schluss, das sich dort der Kreis wieder schliesst und bei diesem Ende könnte ich mir sogar vorstellen, das es einen zweiten Band geben könnte. Aber das ist glaube ich nur mein Wunsch, aber interessieren würde es mich doch sehr, wie es mit Gerda und den anderen Charakteren weitergehen würde. Ein toller Histo-Schmöker der mich sehr gut unterhalten hat.
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