Charmant und bitterböse wird hier die Geschichte einer jungen Frau erzählt, in deren Körper ein Dämon haust. Akuma heißt der Plagegeist. Ein dauergelangweiltes, launisches Wesen aus den Tiefen der Hölle, das immer einen Spruch auf Lager hat. Er kann witzig sein, sogar freundlich, doch ein Dämon bleibt ein Dämon und so ist es nicht leicht für Kjara, ein normales Leben zu führen. Denn in Akuma lauert eine dunkle Seite, eine wilde Seite, geifernd nach Gewalt, Blut und Rache. Mit Witz, Charme und einem Schuss Horror ist AKUMA ein Fantasy-Thriller, wie es ihn noch nie gegeben hat. Lassen Sie sich nach Grubingen entführen. In eine Stadt, in der alles möglich ist und in der die Dämonen unter uns wandeln. Manchmal anders, als wir es erwartet hätten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
DeeJay
5/5
09.07.2021
eBook (ePUB)
Ein Dämon der etwas anderen Art
Für mich war diese Story, die erste dieser Art - im Fantasy-Bereich bin ich sonst nicht unterwegs.
Zu Beginn war ich noch etwas skeptisch, was sich jedoch schnell gelegt hat
Dieser Dämon ist etwas ganz Besonderes! Er ist witzig, gutherzig, ehrlich, bösartig, nachtragend, misstrauisch und das (für mein Empfinden) jeweils dann, wenn es am verständlichsten ist. Er wächst einem im Laufe der Geschichte richtig ans Herz und man fiebert und leidet wirklich mit ihm mit
Durch Akuma sieht man die Welt mit etwas anderen Augen und man lernt die kleinen Dinge im Leben zu schätzen! Man sollte wieder mehr im Regen tanzen, Schneeengel machen und diese einzigartige Chance nutzen und dieses Leben leben
Tolle Story und sympathischer Dämon...aber definitiv nichts für schwache Nerven!!!
Von mir gibt's eine klare Leseempfehlung und 4 Sterne. Hmm, warte! Warum eigentlich "nur" 4? Wenn ich es mir recht überlege, war das eine schöne Mischung und es hat mir gezeigt, dass dieses Leben eine einmalige und tolle Chance ist - ich gebe /5 Sterne
Bewertung
aus Berlin
5/5
10.08.2020
eBook (ePUB)
Teuflisch spannend und unterhaltsam
Ich finde erstmal die Grundidee von "Akuma" spannend. Für mich war hierbei am auffälligsten, dass die Geschichte, immer wenn ich dachte ich weiß, worum es insgesamt gehen wird, eine andere Wendung genommen hat...
Wir lernen Kjara und Akuma kennen und erfahren relativ zeitig, wie es überhaupt zu dieser doch sehr symbiotischen Beziehung kam, die die beiden haben. Ich finde neu und sehr anschaulich, wie direkt die unterschiedlichsten Sachverhalte beschrieben werden - teilweise darf man da nicht zimperlich sein.
Die Geschichte startet mit unserer Hauptprotagonistin als Kind und man wird Zeuge des wohl prägendsten und traumatischsten Erlebnisses für Kjara und lernt sofort Akuma kennen. Dann erfolgt ein Zeitsprung, Kjara ist bereits erwachsen und seit Jahren mit Akuma vereinigt. Ich dachte also: okay, wird wohl darum gehen, die Ungerechtigkeit von damals zu rächen und die Täter von damals zur Strecke zu bringen. Aber nichts da - Kehrtwende und wir erfahren, dass Kjara viel mehr den Drang verspürt, endlich mit allem abzuschließen und ein normales Leben zu führen. Und irgendwie geht es auch unterschwellig darum... der Zwiespalt zwischen nach vorne blicken und mit der Vergangenheit weitestgehend abzuschließen, Fehler wieder gut zu machen, seinen besten Freund und größte Bürde und auch sich selbst zu befreien und ihn dabei ungewollt zu verletzen.
Dann kommt noch ein Priester, in seinem eh recht ruinierten Leben dazu, der sich auf einmal mit der Aufgabe konfrontiert sieht, Analytiker und Seelenklemptner eines geistig 5-jährigen Dämonen zu spielen. Das ist extrem Unterhaltsam umgesetzt und hat zwischendurch auch viele nachdenkliche Momente, in denen man mit Hege oder Akuma (oder beiden) mitfühlt.
Es gibt noch einige andere Kniffe und Wendungen, auf die ich hier nicht weiter eingehen werde, die einen jedoch durchgängig auf Trab halten.
Dieser zweite Roman der jungen Emsländerin ist gefüllt mit spannenden Entwicklungen und ein erfrischender Mix unterschiedlicher Genres. Gerne hätte ich, als großer Fan dieses Genres, den Krimi Part noch etwas ausführlicher gehabt und mehr über im Roman angerissene Gräueltaten erfahren, aber ich bin mir bewusst, dass das wohl den Rahmen von "Akuma" gesprengt hätte.
Den Schreibstil finde ich sehr gut. Er ist flüssig zu lesen und die visuelle Trennung zwischen den Dialogen und den inneren Dialogen und Gedanken war gut nachvollziehbar und übersichtlich.
Besonders auffällig ist die fehlende Beschreibung für Akuma. Alles andere wird sehr detailliert und sehr bildlich umrissen, aber für den Titeldämon fehlt bis auf wenige Brotkrumen, die den Lesern hingeworfen werden, jegliche Verbildlichung. Ich finde das ein gutes Mittel, um die Fantasie anzuregen, weil sich so jeder seinen eigenen kleinen Dämonen schaffen kann.
Das Thema Besessenheit wird hier mal von einer völlig anderen Seite betrachtet, als man das von den üblichen "Der Exorzist" Quellen gewohnt ist. Akuma selbst schwankt für mich den ganzen Roman über zwischen übernatürlich anders und doch so menschlich in seinem Verhalten. Die Tatsache, dass Akuma durch eine unglückliche Fügung zu dem wurde, der nirgendwo richtig hin- und dazugehört, spiegelt auch unsere Gesellschaft und die von uns erdachten sozialen Schablonen wieder.
Alles in allem war "Akuma" für mich ein sehr fesselndes und unterhaltsames Buch mit charmanten und greifbaren Charakteren, die sich in ihren jeweiligen Grauzonen bewegen und so vom üblichen Schwarz/Weiß Klischee-Titelheld/Oberschurke abweichen. Witzige Passagen mit einem schmollenden Dämonen wechseln sich hier mit brutal klar geschilderten Szenen der Gewalt, tiefgründigen Verhaltensanalysen und detaillierten Rückblenden ab und balancieren sich gekonnt aus, um letztlich dem Leser ein umfassendes inneres Bild zu vermitteln, was unbewusst viel Spielraum für die eigene Vorstellungskraft lässt.
Bewertung
aus München
5/5
07.08.2020
eBook (ePUB)
Akuma – ein ganz besonderer…
Akuma – ein ganz besonderer Dämon Schriftsteller Helmut Winter braucht zur Inspiration dauernd neue Umgebungen. So kommt es, dass die Familie dauernd umzieht und die kleine Kjara nie richtige Freunde findet. Sie ist immer die Neue. Und wenn sich dann jemand näher für sie interessiert, zieht sie schon wieder weg. Nicht verwunderlich, dass sie sich in dem neuen Haus, in dem es spuken soll, mit Akuma, einem Dämon anfreundet, der in ihrem Zimmer im Kleiderschrank wohnt. Als die Mitglieder einer Rockergang ins Haus eindringen und Helmut und Helene Winter Schlimmes antun wollen, bringt Kjara ihren „Freund“ dazu, ihren Körper zu benutzen um ihre Eltern zu retten. Damit beginnt für Kjara ihr eigenes Martyrium… Mich hat der Klappentext so neugierig gemacht, dass ich das Buch gleich lesen musste. Und obwohl Horror und Fantasy eigentlich nicht so mein Lesestil ist, bin ich von diesem Buch immer noch ganz begeistert. Nicole Siemer hat mich sofort mitgenommen in eine Welt des Mystik, der Gewalt und der Gefühle. Horror und Gewalt aber so dosiert, dass ich beim Lesen mein Kopfkino nur wenige Male ausgeknipst habe. Diese Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft zwischen Kjara und Akuma liest sich sehr flüssig und leicht, die Seiten gleiten mir nur so durch die Hände und ich habe nicht eher aufgegeben, bis ich beim Nachwort angekommen war. Ab der ersten Seite gibt es immer wieder kleine Andeutungen, die die Spannung immer weiter in die Höhe treiben, sie dort halten und erst nach dem gewaltigen Showdown geht es wieder ruhiger zu. Mit ganz viel Liebe zum Detail sind die verschiedenen Figuren gezeichnet. Sehr gut vorstellbar, mit zum Teil erschreckenden Charaktereigenschaften, haben sie alle doch auch ihre Vorzüge und guten Seiten, auch wenn sie sie nicht so gerne zeigen. Der Dämon Akuma, der aus der Hölle zu kommen scheint, ist normalerweise sehr still, bevorzugt aber Gewalt, Verrat und Folter und ist für die kleine 13-jährige und auch die erwachsene Kjara trotzdem ein richtig guter Freund, den nur sie sieht und mit dem nur sie kommunizieren kann. Bis sie sich keinen anderen Rat sieht und Pastor Hege einweiht. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und dem Heute lässt mich noch tiefer in die Geschehnisse und die Gedankenwelt der Protagonisten eintauchen und ich verstehe noch besser, warum was geschieht. Die Autorin schafft es mit ihrer mitreißenden und packenden Schreib- und Erzählweise, dass ich sehr schnell gefesselt bin von einem Genre, an das ich mich normalerweise nie gewagt hätte. Ich bereue es absolut nicht, dass ich bei diesem Buch mal eine Ausnahme gemacht habe. Ich hätte sonst richtig was verpasst. Es gibt einige Szenen, bei denen sehr viel Blut fließt, die Folter sehr genau beschrieben wird und mir das Grauen so richtig entgegen schießt. Da, das gebe ich zu, habe ich nicht jedes Wort inhaliert. Aber bis auf diese wenigen Ausnahmen habe ich es genossen mit Kjara ihren Weg zu gehen. Immer wieder gibt es Wendungen auf die ich nicht gefasst war oder Ereignisse, die ich nicht erwartet habe. Besonders schön finde ich die Stellen, wo Gefühle gezeigt werden, wo ich mich richtig hinein fallen lassen konnte. Sehr sensible und zartbesaitete Gemüter sollten hier eher nicht zugreifen. Für mich aber ein fantastisches Buch mit Horror, Gewalt, Thrill, einer kleinen Portion Humor und ganz viel Emotionen und Gefühl einer Autorin, die es mit ihrer Dämonen-Geschichte auf meine Favoriten-Liste geschafft hat. Dafür gibt es die volle Punktzahl von 5 Sternen.
labelloprincess
4/5
21.07.2024
eBook (ePUB)
Fantasy-Thriller
Das Cover (alte Version) gefällt mir sehr gut. Es wirkt düster und mit dem blutenden Spiegel ist es ein richtiger Blickfang.
Der Schreibstil der Autorin war ganz angenehm und flüssig zu lesen. Aufgrund der bildhaften Beschreibungen kann man der Geschichte gut folgen. Gut gefallen hat mir, dass man Kapitel aus der Sicht mehrerer Personen lesen konnte, so wirkt die Story um einiges lebendiger und man konnte besser mitfiebert. Weiteres kann man die Charaktere besser kennen lernen und ihre Handlungen und Gefühle dadurch besser nachvollziehen. Auch die Szenen aus Akumas Vergangenheit waren interessant zu lesen.
Wie ich die Story an sich fand, ist für mich schwierig zu beschreiben. Sie war zwar spannend, aber konnte mich insgesamt doch nicht so richtig überzeugen. Wahrscheinlich ist es nicht das richtige Genre für mich. Der Inhalt war mir irgendwie zu flach. Auch bei den Charakteren (Kjara, Akuma und Hege) bin ich mir nicht sicher, ob ich sie mögen soll oder nicht.
Für Fans von Fantasy-Thrillern sicher ein tolles Leseerlebnis. Ich vergebe für das Buch 3,5 von 5 Sterne.
Bewertung
aus Neuwied
3/5
17.03.2021
eBook (ePUB)
Viel Potenzial, kann aber nicht überzeugen
Idee: (4/5)
Die Idee klingt wirklich gut: eine junge Frau trägt einen Dämon in sich und hat ein paar Männer getötet. Sogleich stellen sich die Fragen „Warum hat sie einen Dämon in sich?“ und „Wer hat die Männer getötet – sie oder der Dämon?“.
Ein toller Klappentext, der neugierig macht!
Cover: (4/5)
Das Cover ist düster in schwarz und blau gehalten, wo große Flügel mit Krallen angedeutet werden, deren Bedeutung sich im Laufe des Buches offenbaren wird.
Schreibstil: (3/5)
Eigentlich sollte der einfach und gut lesbare Stil das Verfolgen der Geschichte angenehm gestalten, doch leider muss ich zwei Punkte abziehen: an einigen Stellen war nicht klar zu erkennen, wer gerade sprach oder dachte. Da fehlte mir ein kurzes „sagte Person XY“, um das Gespräch nicht ein zweites Mal zum Verständnis lesen zu müssen.
Charaktere: (3/5)
Jeder der wichtigen Charaktere hatte zwar seine eigene Sprache und auch seine Eigenarten, doch in einigen Situationen blieben sie dennoch blass.
Vor allem die Beziehungen untereinander hätten meiner Meinung nach noch etwas mehr Tiefe verdient und auch benötigt. Zum Beispiel die Kennenlernzeit zwischen Kjara und Akuma und die daraus entstehende Beziehung bleibt völlig aussen vor. Auch die Zeit zwischen den Dates von Kjara und Erik und der darauf folgenden Hochzeit wurde gefühlt übersprungen, und so blieb nicht nur deren Beziehung, sondern auch Erik als „Mister Perfect“ sehr leblos. Völlig unverständlich war mir ebenfalls, dass die beiden als angehenden Ehepaar nicht mal über Kinder gesprochen haben?
Setting: (3/5)
Da die Geschichte sowohl in der heutigen Zeit als auch in der „normalen“ Welt spielt, musste kein aufwendiges Worldbuilding betrieben werden. Die Szenen in der Hölle waren ausreichend beschrieben, sodass ein Bild vor dem inneren Auge entstand; auch wenn es nicht sonderlich detailreich war.
Entwicklung Story: (3/5)
Der Beginn der Geschichte war aufregend und Akuma zeigte sogleich, was ihn als Dämon auszeichnet und das Buch wurde der Beschreibung als „Horror-Thriller-Fantasy“ gerecht.
Doch dann ging es mit der Spannung leider bergab. Spätestens als Erik als zukünftiger Ehemann auf der Bildfläche erschien, wandelte sich das Ganze in eine fast reine Beziehungsgeschichte; auch wenn ein Dämon darin verwickelt war.
Die vermutlich angedachten Twists waren leider vorhersehbar und auch die vermeintlich mysteriöse Vergangenheit von Akuma konnte die Spannung nicht mehr in die richtige Richtung lenken.
Gegen Ende des Buches schwand der Anteil an Horror und Thriller immer weiter und das Beziehungsdrama zwischen Kjara und Erik stand im Vordergrund.
Fazit: (3/5)
Sehr schade, dass die Mischung aus den verschiedenen Genres nicht gelungen ist, denn die Idee hätte Potenzial dazu gehabt und hätte mir gefallen können. So bleibt eine Beziehungsgeschichte, in der ein Dämon verwickelt ist, und mit wenigen Horror- und Thrillerelementen.
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