... aus heimlichen Schatten schreit Vergangenheit ihre Wahrheit ins Licht ...
Ein böses Zeichen aus Blut wurde auf einen Sarkophag geschmiert. Wurde der Mann zum Opfer, weil er Afrikaner ist? Und ist es Zufall, dass im benachbarten Völkerkundemuseum gerade eine Ausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte in Afrika gezeigt wird? Sicher scheint nur, dass sich der Ermordete am Tag zuvor mit einem Urlaubsflirt getroffen hat, was eine unheilvolle Dynamik in Gang setzte. Kommissar Neven Rohlfing und Kommissarin Sabrina Eisele ermitteln zwischen Eifersucht, Rassismus und der Vergangenheit, bis das BKA übernimmt und Neven Rohlfing suspendiert wird. Während es zum Showdown zwischen Rohlfing und seiner Chefin kommt, erhält ein Artefakt aus der Kolonialzeit eine immer größere Bedeutung.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Helgas Bücherparadies
5/5
21.03.2022
eBook (ePUB 3)
Ein spannender Kriminalroman
Auf dem Friedhof wurde eine Leiche aufgefunden. Ein schreckliches Zeichen ist auf einen Sarkophag geschmiert. Das ruft den Kommissar Neven Rohlfing und seine Kollegin Sabine Eisele auf den Plan. Das BKA wird eingeschaltet und Neven unter fadenscheinigen Argumenten suspendiert. Dies hält ihn aber nicht ab weiter zu ermitteln und er stößt auf ein verschwundenes Artefakt aus der Kolonialzeit. Mehrere Morde geschehen und als ein Video auftaucht, ist Neven wieder im Rennen. Was dabei alles geschieht, müsst ihr unbedingt selbst lesen.
Schwabenschatten ist ein spannender Krimi, der uns unter anderem in die Kolonialzeit nach Afrika entführt. Dabei spielt das Linden-Museum in Stuttgart eine bedeutende Rolle. Neven Rohlfing ist ein Kommissar mit Ecken und Kanten. Perfekt ist die Zusammenarbeit mit Sabine Eisele noch nicht. Die Charakterdarstellung ist gut, aber es gibt Luft nach oben. Das wird sicher in den Fortsetzungen mehr behandelt. Ich habe das Gefühl, dass sich die Beiden erst zusammenraufen müssen. Die Story ist sehr gut und hier wird zudem das Thema Korruption, Verrat und Gier behandelt.
Es wird unter anderem in der Ich-Form des Kommissars Neven Rohlfing berichtet und der Rest in Form eines Erzählers. So wechselt die Perspektive und bietet Abwechslung.
Bis zum Ende ahnt man nicht, wer hinter den Taten steckt. Das hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Ein gelungener und spannender Krimi, der sich mit Macht, Gier, Verrat und auch über die Kolonialzeit in Afrika beschäftigt. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4,5 Sterne.
Bewertung
5/5
01.09.2022
Buch (Taschenbuch)
Politischer Krimi mit historischem Hintergrund
Auf einem Friedhof in Stuttgart wird ein Afrikaner ermordet aufgefunden. Die Inszenierung des Opfers lässt auf einen rechtsextremistischen Hintergrund schließen. Kommissar Neven Rohlfing und seine Kollegin Sabrina Eisele übernehmen die Ermittlungen. Schnell werden ihnen aber übergeordnete Behörden vorgesetzt, und es ist offensichtlich, dass man Rohlfings Ermittlungen zu torpedieren versucht. Als ein Verdächtiger festgenommen wird, scheint der Fall abgeschlossen.
Interne Probleme, unfähige Führungskräfte, Polizeibürokratie und Rivalitäten unter Kollegen lassen die Situation eskalieren bis Rohlfing suspendiert wird. Aber wie es sich für einen guten Ermittler gehört, lässt er sich davon natürlich nicht abschrecken. Obwohl der Titelheld auch von Selbstzweifel geplagt wird und immer wieder zwischen aufgeben und weitermachen pendelt, ermittelt er bis zur endgültigen Lösung des Falles weiter.
Mit "SchwabenSchatten" hat Jochen Bender einen schnörkellosen, ruhigen Polizeikrimi, ausgestattet mit einer großen Portion Psychologie, vorgelegt.
In Benders Krimi geht es nicht nur um einen Mord, sondern auch um Gier, Korruption, einen durch interne Querelen gebeutelten Polizeiapparat, die koloniale Geschichte Deutschlands, den Raub von Kulturgütern und einer schwierigen Vergangenheitsbewältigung. Damit wird er auch zu einem politischen Roman, der wichtige Themen anschneidet.
Der Roman ist flüssig geschrieben. Der regelmäßige Wechsel der Erzählperspektiven sorgt für unterschiedliche Blickwinkel und Sichtweisen. Rückblenden zur Kolonial- und Eroberungsgeschichte Deutschlands in Afrika vermitteln Zusammenhänge zwischen der brutalen Unterdrückung afrikanischer Stämme und dem Raub von Kulturgütern und ihrer Nachwirkung bis in die Gegenwart. Der komplexe und gut durchdachte Plot bleibt spannend bis zuletzt und sorgt mit einigen Wendungen für eine überraschende Auflösung.
Eine absolute Leseempfehlung!
Jasmin Henseleit
aus Wuppertal
5/5
22.05.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein spannender und interessanter Krimi mit historischem Hintergrund der Kolonialgeschichte in Afrika!
,,SchwabenSchatten" ist ein spannender und interessanter Schwaben-Krimi mit historischem Hintergrund der Kolonialgeschichte in Afrika von Jochen Bender, der am 1. März 2022 im CW Niemeyer-Verlag erschienen ist. Mich hat dieser Krimi gut unterhalten, da er abwechslungsreich, spannend, gut durchdacht und abwechslungsreich geschrieben ist. Die Ermittlungsarbeiten der Kommissare wird authentisch dargestellt, in die Gedankenwelt und Handlungen der Protagonisten konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Durch den flüssigen und bildlichen Schreibstil bekam die Handlung deutliche Konturen und Bilder, alle enthaltenen Handlungsstränge wurden im Laufe der Geschichte geschickt miteinander verbunden.
Die brutal zugerichtete Leiche eines Afrikaners sorgt für große Aufruhr und Verwirrung, doch da der Täter auf dem Opfer eine Signatur hinterlassen hat, übernimmt das BKA den Fall. Für den plötzlichen Gruppenleiter Lohse ist der Fall eindeutig, denn er ist sich sicher, dass die Tat aufgrund rassistischer Hintergründe begangen wurde, weshalb der Mord nach einer Festnahme eines Nazis für ihn schnell und zweifelsfrei aufgeklärt ist. Als der Fall zu den Akten gelegt wird, sind sich Kommissar Neven Rohlfing und Kommissarin Sabrina Eisele sicher, dass ein Irrtum vorliegt und sie ermittelt trotzdem weiter. Dabei decken sie ungeahnte Wahrheiten auf, die vorher nicht zu erahnen waren. Dass sie dabei auf die historische Vergangenheit der Nationalkriege in Namibia treffen, damit haben sie nicht mit gerechnet, weshalb diese Wendung für ein rasantes Finale gesorgt hat. Rückblenden eines heutigen Weinhändlers aus dieser Zeit werden in separaten Kapiteln erzählt, sodass ich ein paar Einblicke aus dieser Zeit gewinnen konnte. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir gut gefallen, weshalb der Spannungsbogen stetig angestiegen ist. Die historischen Aspekte Afrikas sind gut mit der Gegenwart und dem aktuellen Mordfall verknüpft.
Die Ermittlungen werden von Kommissar Neven Rohlfing und Kommissarin Sabrina Eisele weitergeführt, doch Rohlfing werden permanent Steine in den Weg gelegt. Als es dann auch noch zu seiner Suspendierung kommt, ist dies der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Er lässt sich von seiner gehässigen und egoistischen Chefin nicht unterkriegen und kommt auch ohne offiziellen Ermittlungen mit Eisele einer grausamen Wahrheit, die aus Korruption, Habgier, Eifersucht und Macht besteht, auf die Spur. Die beiden Ermittler haben mir als Charaktere ebenfalls sehr gefallen, von denen ich deshalb gerne gelesen habe. Neven Rohlfing erzählt aus seiner Sicht, während Sabrina Eiseles’ Sicht aus der Erzählperspektive geschrieben wird. Beide Charaktere, die mir sehr sympathisch waren, wurden mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen glaubwürdig dargestellt, Eifersucht sorgt unter anderem dafür, dass die Zusammenarbeit zwischen dem ungleichen Duo alles andere als glattläuft.
Es ist ein komplexer und unvorhersehbarer Kriminalfall, dessen wahrer Täter, trotz mehrerer Verdächtigen, bis zur Auflösung am Ende im Verborgenen bleibt. Dem Autor ist es wunderbar gelungen, mich auf eine falsche Fährte zu führen und zu überraschen. Auch die dunklen Geheimnisse des unsympathischen Gruppenleiters vom BKA, der hier ebenfalls eine wichtige Rolle übernommen hat, hat die Handlung hervorragend abgerundet. Genau wie ein Zwischenstrang, der aus Eifersucht und Gewalt besteht. Alle losen Fäden ergeben am Ende einen stimmigen, gut durchdachten und spannenden Plot, der für ein angenehmes Lesevergnügen und einen schnellen Lesefluss gesorgt hat. Von mir gibt es deshalb fünf Sterne für den gelungenen Schwaben-Krimi.
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
24.04.2022
Buch (Taschenbuch)
Spannend und interessant
Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und da ich mich freue, wenn ich Bücher von Krimiautoren entdecke, die ich noch nicht kenne, wollte ich den Krimi gerne lesen. Zumal mich der Klappentext neugierig machte.
Schnell steckte ich mittendrin im Geschehen, denn gleich zu Anfang wurde ein Toter auf einem Friedhof entdeckt. Durch seine Hautfarbe kamen einige sofort auf die Idee, dass es einen Bezug zu Afrika geben könnte. Allerdings erleichterte dies nicht die Ermittlungen, denn das BKA wurde eingeschaltet und Kommissar Neven Rohlfing wurde suspendiert. Fest steht, dass Rohlfing trotzdem ermittelte, nach einer Weile dann sogar wieder offiziell. Auf die Einzelheiten möchte ich hier nicht eingehen, das kann jeder nachlesen. Die ganze Angelegenheit nahm so richtig Fahrt auf.
Durch eingeschobene Rückblenden habe ich einiges erfahren, was sich in Afrika während der Kaiserzeit abspielte und ich war gespannt, was es mit diesem Fall zu tun hat. Aber Kommissar Rohlfing und seine Kollegin Sabrina Eisele mussten sich nicht nur um die Mordermittlung kümmern, es gab auch intern Probleme und Ungereimtheiten.
Der Autor hat es spannend gemacht und uns alle vor Rätsel gestellt. Bis zum Ende wusste ich nicht, wer nicht nur verdächtig, sondern auch der Täter ist.
Fazit:
Ein spannender Krimi, in dem es um Gier, Korruption und Vergangenheitsbewältigung geht. Mir wird damit auch wieder deutlich gemacht, dass Vergangenes noch lange nicht vergessen ist. Bis alles wieder da ist, wo es hingehört, wird noch eine Weile vergehen. Auf jeden Fall hat der Autor gut recherchiert und viele Begebenheiten miteinander verbunden. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und gebe gerne ich eine Leseempfehlung.
Bewertung
5/5
28.03.2022
Buch (Taschenbuch)
Hervorheben möchte ich noch die Einblicke in die Kolonialzeit
Die Story beginnt mit einer Szene von häuslicher Gewalt, um dann abrupt an den Fundort einer Leiche zu wechseln. Ein Afrikaner wird tot gegenüber dem Linden-Museum, in dem gerade eine Ausstellung zur deutschen Kolonialgeschichte gezeigt wird, aufgefunden. Direkt neben der Leiche ein mit Blut gemaltes Hakenkreuz.
Die Ermittler Neven Rohlfing und Sabrina Eisele, ermitteln mit Hochdruck in, wie es so schön heißt, alle Richtungen, denn das Motiv für den Mord ist unklar. Eifersucht, Rassismus oder Gier sind mögliche Motive, aber auch die Schatten der deutschen Vergangenheit bergen Geheimnisse, die der eine oder andere lieber auf ewig vergessen wüsste. Als das BKA den Fall übernimmt, wird Rohlfing ausgebremst und aus fadenscheinigen Gründen suspendiert.
Doch der Fall lässt ihn nicht los und er ermittelt auf eigene Faust weiter.
War ich anfangs etwas skeptisch durch den abrupten Szenenwechsel, oft stören Wechsel aus heiterem Himmel den Lesefluss, durfte ich schon bald feststellen, dass der Autor diese Szenenwechsel gut genutzt hat, um die Spannung weiter aufzubauen und die Neugier aufrechtzuerhalten.
Neven Rohlfing und Sabrina Eisele sind noch kein richtiges Team, während Rohlfing sich auf die Aufklärung des Falls fokussiert und dabei gern auch mal Anweisungen seiner Chefin ignoriert, wenn es der Sache dient, hat Sabrina immer noch ihre eigene Karriere im Hinterkopf, für die sie auch auf einen Flirt mit dem BKA Ermittler Lohse eingeht, der den Fall übernommen hat.
Die Beiden werden sicherlich noch für das eine oder anderen interessanten Zwischenspielen in weiteren gemeinsamen zu lösenden Fällen sorgen.
Hervorheben möchte ich noch die Einschübe, die einen kurzen Einblick in die Kolonialzeit bieten, wer denkt denn heute noch an die Gräueltaten, die zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den deutschen Kolonien begangen wurden?
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