Produktbild: Aufbruch in die Dunkelheit
Band 1

Aufbruch in die Dunkelheit Historischer Roman

Aus der Reihe Mandelbaum-Reihe
7

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

07.12.2020

Verlag

Maximum Verlag

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

2271 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783948346225

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ePUB

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

07.12.2020

Verlag

Maximum Verlag

Seitenzahl

400 (Printausgabe)

Dateigröße

2271 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783948346225

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  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    15.01.2021

    eBook (ePUB)

    Aufbruch in die Dunkelheit

    Waldbrügg, eine kleine Stadt im Südwesten Deutschlands, im Jahre 1890: Mark Stichler erzählt die Geschichte der Familien Escher und Mandelbaum. Franz Escher ist Bürgermeister und Tuchhändler, der Jude Jakob Mandelbaum führt eine überregional bekannte Möbelmanufaktur. Eschers Söhne und Mandelbaums Kinder sind seit ihrer Kindheit befreundet. Zwei Ereignisse führen dazu, dass sich die Stimmung in Waldbrügg verändert: zum einen entscheidet sich Mandelbaum für einen günstigeren Tuchhändler, was Escher nicht gefallen kann, zum anderen bekommen die Nationalen Clubs, in Waldbrügg angeführt von dem undurchsichtigen Journalisten Michael Maarsen, neue Anhänger. Dann eskaliert die Lage beim Frühlingsfest. Mark Stichler erzählt die Geschichte der beiden Familien ruhig und langsam, was in meinen Augen gut zu dem Städtchen passt. Schon die ersten Seiten ziehen den Leser in die Geschichte, die von Anfang an eine düstere Stimmung hat, so habe ich es jedenfalls empfunden. Diese Stimmung kann man, wenn man will, auch dem in Grautönen gehaltenen Cover entnehmen, das sehr gut zum Inhalt passt. Die Protagonisten werden lebendig und detailliert geschildert, so dass dem Leser nicht nur die Mandelbaums und die Eschers, sondern auch weitere Beteiligte gut vor Augen stehen. Ihre jeweiligen Meinungen und Handlungen sind gut und folgerichtig beschrieben. Jakob Mandelbaum sieht als erster die Gefahr, die am Horizont auftaucht, weiß er doch, dass die Juden seit Jahrhunderten für alles verantwortlicht gemacht werden und dass die derzeitige Ruhe eher trügerisch ist. Nicht grundlos hat seine Schwester Jella die Stadt vor langer Zeit verlassen. Bürgermeister Escher, enttäuscht von Mandelbaum, sieht nun dessen Wohlstand kritisch und seine Bekanntschaft zu ihm in einem etwas anderen Licht. Sein Verhalten erscheint mit symptomatisch. Der Autor beschreibt auch die Örtlichkeiten sehr genau und mit Überlegung, z.B. das dunkle Arbeitszimmer des Bürgermeisters im Rathaus. Ein Satz hat mich sehr nachdenklich gemacht: "Was, wenn in dieser Stadt oder in vielleicht sogar in ganz Deutschland das Böse immer heimlich im Untergrund brodelte und nur dann und wann zum Vorschein kam, um sich dann wieder hinter die Vorhänge und in die Hinterzimmer der schmalen Häuser mit ihren kleinen Fenstern zu verziehen?" (Seite 460) Es bleiben viele Fragen offen, die hoffentlich im zweiten Band beantwortet werden. Fazit: ein historischer Roman mit sehr aktuellem Bezug - klare Leseempfehlung

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    29.01.2021

    Buch (Paperback)

    Wehret den Anfängen

    „...Eine Mauer umfasste Waldbrügg wie ein enger Gürtel. Darin standen die zusammengepferchten Häuser scheinbar kreuz und quer entlang schmaler, mittelalterlicher Gassen...“ Dieses Bild zeigt sich Hans und Eduard, den Söhnen des Bürgermeisters und Tuchhändlers Escher, als sie von der Jagd zurückkehren. Noch ahnen sie nicht, dass in den mittelalterlichen Gassen auch Gedankengut aus dieser Zeit wieder aufleben wird. Der Autor hat einen spannenden historischen Roman geschrieben, dessen Grundgedanken nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Wir schreiben das Jahr 1890. Hans arbeitet im Betrieb des Vaters. Er vertritt auch im sozialen Bereich fortschrittliche Ideen. Befreundet ist er mit Simon und Ava Mandelbaum, deren Vater eine Möbelfabrik hat. Eduard lässt sich schwer einschätzen. Er ist als Ingenieur zurück in seinem Heimatort gekommen und am Bau der neuen Brücke beteiligt. Franz Escher ist sauer, weil Jakob Mandelbaum sich einen Lieferanten gesucht hat. Jakob sieht das so: „...Escher hat die Preise schon wieder erhöht. Und zwar deutlich. Es ist mein gutes Recht, mich nach einem besseren Angebot umzusehen...“ im Ort agiert seit einiger Zeit Michael Maarsen. Er hat den sogenannten Deutschen Club gegründet. Mit Vorträgen von Gastreferenten lockt er die Einwohner zu sich. Dabei schlägt er mehr und mehr antisemitische Töne an. Als Lea Mandelbaum stirbt, kommen ihre Schwester Jella und ihre Nichte Esther aus Frankfurt. Sie sind das offene Leben einer Großstadt gewöhnt. Während des Frühlingsfests wird Esther von Maarsen zum Tanz aufgefordert. Sie lehnt ab. Jetzt eskaliert die Situation. Der Schriftstil ist sehr ausgereift. Die Handlungsorte werden anschaulich beschrieben. Von Seite zu Seite wird deutlicher, wie das schleichende Gift des Antisemitismus mehr und mehr in den Ort eindringt. So unterschiedlich wie die Menschen, so unterschiedlich sind ihre Motive, sich der Bewegung anzuschließen oder sie für die eigenen Zwecke zu nutzen. Als der Rabbi die folgenden Sätze spricht, ist das Kind schon fast in den Brunnen gefallen. „.. Es ist meiner Meinung nach das Gefährlichste an der derzeitigen Situation. Alte Vorurteile werden gestärkt durch vermeintlich wissenschaftliche Beweise...“ Auch der Gedanke des Kriminalisten Maybach ist nicht von der Hand zu weisen: „...Was, wenn hier in dieser Stadt oder vielleicht sogar in ganz Deutschland das Böse immer heimlich im Untergrund brodelt und nur dann und wann zum Vorschein kam, um sich dann wieder hinter die Vorhänge und in die Hinterzimmer der schmalen Häuser mit ihren kleinen Fenstern zu verziehen?...“ Sehr intensive Gespräche werfen ein Schlaglicht auf das Denken der Menschen. Geschickt und raffiniert geschieht die Manipulation der Massen. Nur wenige stemmen sich dem entgegen. Einer von ihnen ist Hans. Als besonderes Stilmittel lässt der Autor das Buch mit einigen Briefen enden, die die Folgen des Geschehens thematisieren. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.

  • Bewertung

    5/5

    01.01.2021

    Buch (Paperback)

    sehr interessant

    Bei „ Aufbruch in die Dunkelheit“ von Mark Stichler handelt es sich um einen historischen Roman. Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen, der Einstieg ist mir leicht gefallen und ich war ab der ersten Seite an dieses Buch gefesselt. Umso enttäuschter war ich, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Es bleiben sehr viele Fragen offen. Im Anschluss habe ich gesehen, dass voraussichtlich im Dezember 2021 der zweite Teil folgt. Die facettenreichen Protagonisten werden sehr gut und ausführlich beschrieben. Ich konnte sie mir gut vorstellen, mich in sie hineinversetzen und war die ganze Zeit über gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Durch die bildhaften Beschreibungen der Handlungsorte, konnte ich mich während dem Lesen sehr gut in das Jahr 1890 hineinversetzen. Der Autor beschreibt das Leben der Mandelbaums sehr gut. Hier spürt man richtig den aufkommenden Antisemitismus. Nicht nur einmal war ich schockiert, wie Menschen sich gegenüber verhalten. Aus Freunden werden Feinde... Ich empfehle dieses Buch weiter und warte gespannt auf Teil zwei. Da ich unbedingt wissen muss, wie es mit den Protagonisten weitergeht.

  • Bewertung

    5/5

    30.12.2020

    Buch (Paperback)

    Dunkle Zeiten in einem kleinen Dorf

    Inhalt übernommen: Die Geschichte zweier Familien in einer ebenso hoffnungsvollen wie schicksalhaften Zeit 1890: Die Möbelmanufaktur Jakob Mandelbaums blüht zur Zeit der Industrialisierung genauso auf wie die Stadt Waldbrügg im Südwesten Deutschlands. Seine Familie und er führen ein luxuriöses Leben. Umso empörter und enttäuschter ist sein Freund, der Bürgermeister und Tuchhändler Franz Escher, als Mandelbaum bei einem Geschäft einen günstigeren Konkurrenten vorzieht. Und Escher ist nicht der Einzige, der den Reichtum der Mandelbaums kritisch beäugt. Die sogenannten nationalen Clubs bekommen – angeführt von dem undurchsichtigen Michael Maarsen – zunehmend neue Anhänger, die die Juden als das Übel der Gesellschaft ausgemacht haben und nur auf eine Möglichkeit warten, sie ihrer vermeintlich gerechten Strafe zuzuführen. Als Jakobs Schwester Jella mit ihrer schönen Tochter Esther nach Waldbrügg kommt, spitzt sich die Lage zu. Selbst Michael Maarsen ist beeindruckt von der jungen Frau, ebenso wie Franz Eschers Sohn Eduard, der sich Esthers Charme nicht entziehen kann. Beim Frühlingsfest kommt es zur Eskalation, als der angetrunkene Maarsen Esther zum Tanz auffordert und die beiden widerstreitenden Lager aufeinandertreffen. Am nächsten Morgen findet man eine Leiche und die Nationalisten sehen sich bestätigt, dass die Familie Mandelbaum einen der Ihren umgebracht haben und schwören blutige Rache … Meine Meinung: Ein kleines Dorf im Südwesten Deutschlands steht im Fokus des Romans ,in welchem es um die frühen Anfänge des Antisemitismus geht. Der Autor nimmt sich sehr viel Zeit um die einzelnen Personen vorzustellen und das Stimmungsbild unter der Bevölkerung zu vermitteln. Haben bisher die Menschen in relativ friedlichem Miteinander verbracht,ändert sich das sehr schnell,als ein aufrührerischer Nationalsozialist ,versucht die Bevölkerung auf seine Seite zu ziehen und dadurch zu spalten.Der Hass auf die Juden bahnt sich seinen Weg und eskaliert bald darauf.als zwei Menschen kurz nacheinander ermordet werden, beginnen polizeiliche Ermittlungen. Dies geschieht aber ohne ein greifbares Ergebnis und das Buch endet relativ offen, was durch eine Fortsetzung begründet ist. Das Buch hat mir überwiegend gut gefallen, obwohl ich einige Passagen als sehr zähflüssig und langatmig empfunden habe.Das Ende lässt mich relativ unzufrieden zurück, da für meinen Geschmack zu viele Fragen unbeantwortet bleiben.

  • Bewertung

    aus Sindelfingen

    4/5

    10.08.2022

    Buch (Paperback)

    Zwei Familienschicksale aus dem 19. Jahrhundert

    Als großer Fan historischer Romane habe ich mich auf diesen 500-seitigen Schinken gefreut, der ein eher farbloses und zurückhaltendes Cover und einen allgemeinen Titel besitzt. Beides passt jedoch sehr gut zum Inhalt und vor allem zur Epoche. Wir begleiten mehrere Perspektiven durch ihren Alltag und ihre Abenteuer, darunter die beiden Brüder sowie Vater Escher und einige Mitglieder der Familie Mandelbaum. Alle Figuren der beiden Familien sind auch Protagonisten, sodass man stets das Familienleben, die Lebenssituation und vor allem die internen Problematiken und Schicksale beider Familien ab Beginn lückenlos mitbekommt. Damit ist das Buch quasi eine Art Familienroman mit Dramenelementen. Im Großen und Ganzen besteht die Handlung auch aus dem Alltagsleben, das sich immer weiter rund um das Thema Antisemitismus zuspitzt. Allerdings fehlte mir ein bisschen der Spannungsaufbau, vor allem gegen Ende hin hätte es ruhig bergauf gehen können. Nichts desto trotz endet das Buch mit einem Cliffhanger, so dass man Lust auf den zweiten Band hat, den ich auch gleich danach angefangen habe. Trotz kleiner Actionszenen ziehen sich die 500 Seiten teilweise etwas, was vermutlich hauptsächlich am Genre liegt. Außerdem ist das Buch ziemlich vorhersehbar. Allerdings konnte ich mich gut in die damalige Zeit und vor allem das Dörfliche verlieren. Also habe ich es genossen, in die Vergangenheit zu reisen. Noch ein Hinweis: Im Vordergrund steht der sich anbahnende Antisemitismus. Antagonist Maarsens Hassreden im Buch sind nicht ganz ohne und man sollte sich auf jeden Fall auf das Thema einlassen können bzw. sich dafür interessieren. Resümee: Ein gut geschriebener, detaillierter und langsamer historischer Roman über das Schicksal zweier Familien aus dem 19. Jahrhundert. Wer sich für die Epoche interessiert, dem empfehle ich dieses ausführliche Familienporträt mit Dramenelementen sehr!

Kundinnen und Kunden meinen

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