Stella liebt Max. Und Max liebt Stella. Schon immer. Aber Max hat Stella verraten. Zutiefst verletzt verbannte sie Max aus ihrem Leben und mit ihm ihre Schöne-Tage-Box - ein hölzernes Kästchen, in dem sie all die besonderen Momente ihres Lebens auf Karten notiert. Als Max Jahre später plötzlich vor ihr steht, weist sie ihn ab. Immer wieder, bis sie zufällig auf ihre alte Box stößt und all die schönen Tage ihrer Liebe ihr entgegenleuchten. Doch gibt es für Stella und Max überhaupt eine zweite Chance?
Julia Kaufhold erzählt einfühlsam diese mitreißende Geschichte über Vertrauen und Verrat, Liebe und Mut.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Lauenburg
5/5
01.06.2021
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Schöne-Tage-Box für alle Tage
Wer hätte nicht gerne auch so eine Schöne-Tage-Box, in die all die schönen Ereignisse zu den einzelnen Tagen eingetragen werden?
Stella bekommt ihre Box eines Tages von ihrer Mutter geschenkt, und sie notiert fleißig alles, was sie mit ihrer ersten großen Liebe Max erlebt. Max, der ständig mit seiner Kamera rumläuft, dessen liebstes Modell eigentlich Stella ist. Doch dann, nach besonders langen Sommerferien, in denen sich Max und Stella kaum gesehen haben, passiert etwas Schreckliches und Stella bricht mit Max. Erst 15 Jahre später treffen die beiden bei einem Klassentreffen wieder aufeinander...
Eine zarte Liebesgeschichte, die mit Verlust, Ängsten, aber auch Hoffnungen und Verzeihen zu einem besonderen Leseerlebnis wird.
buecherundgedanken
aus Graz
5/5
05.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Wunderschöne Lesestunden und ich kann dieses Buch nur von ganzem Herzen empfehlen
„Hier und jetzt für immer“ war schon das zweite Buch, das ich von Hanna Miller gelesen habe und es hat mir mindestens gleich gut gefallen wir „ Denn das Leben ist eine Reise“.
Hanna Miller schafft es einfach, mich von der ersten Seite an mitzureißen; sie schreibt so lebendig, flüssig und mit einer gut dosierten Portion Humor.
In „Hier und jetzt für immer“ wird die Geschichte rund um Stella erzählt: Stella als Jugendliche und Stella jetzt mit Anfang dreißig und angesehene Ärztin.
Als Stella aufs Gymnasium kommt, schenkt ihr ihre Mutter ein selbstgezimmertes Schatzkästchen, in dem für jeden Tag (ohne Jahreszahl) eine leere Karte ist, auf die Stella ihre schönsten Stunden im Leben aufschreiben soll.
Aus dieser „Schönen Tage-Box“ wird in den unterschiedlichen Lebensphasen von Stelle eine Karte gezogen, sie schaut sich die Aufzeichnungen dieses Tages in den unterschiedlichen Jahren an und so lernt man klein bei klein die Vergangenheit Stella´s kennen (wie zb das Kärtchen vom 13. Juli, eine Eintragung aus dem Jahr 1989 „Mit Max zusammen abgehauen. Der schönste Tag meines Lebens. Für immer“ - und natürlich auch die Gegenwart.
Eine wichtige Person in Stellas Leben war immer Max, ihre erste große Liebe. Durch widrige Umstände wird aber diese Liebe (von anderen Personen) zerrissen.
Doch irgendwie können beide einander nicht vergessen und eines Tages – nach vielen Jahren, stehen sie wieder voreinander. Sie kommen wieder zusammen und werden doch wieder getrennt. Aber das Ende ist ganz eindeutig !
Du hast mir wunderschöne Lesestunden geschenkt, liebe Hanna Miller und ich kann dieses Buch nur von ganzem Herzen empfehlen.
Bewertung
aus Köln
4/5
01.06.2021
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Emotionale Liebesgeschichte, die demonstriert, wie wichtig Vertrauen und Kommunikation in einer Beziehung sind
Stella ist Unfallchirurgin und lebt seit ihrer Scheidung wieder in ihrer Heimatstadt Hamburg. Dort begegnet sie nach 15 Jahren ihrer ersten Liebe Max wieder. Die Beziehung ist in ihrer Jugend zerbrochen und Stella scheint den Schmerz der Trennung noch immer nicht überwunden zu haben, wollte sie Max doch nie wieder sehen. Umso erstaunlicher ist, dass sie sich ohne Vorbehalte erneut in eine Beziehung mit Max stürzt. Unterstützt wird sie dabei von ihrer "Schöne-Tage-Box", in der sie Erinnerungen schöner Erlebnisse gesammelt hat, die zeitlich in ihre unbeschwerte Kindheit und die Anfangszeit mit Max fallen.
Der Roman spielt in der Gegenwart im Jahr 2005 und ist überwiegend aus der Sicht der ungefähr 30-jährigen Stella geschrieben. Durch das unerwartete Aufeinandertreffen mit Max nimmt sieht ihre "Schöne-Tage-Box" wieder zur Hand und wird durch die damit verbundenen Erinnerungen in die Vergangenheit Ende der 80er-Jahre versetzt, als sich die beiden Schüler in einander verliebten.
Stella wurde von Max verletzt und man erfährt lange nicht, was zwischen den beiden tatsächlich vorgefallen ist. Auch ist unklar, warum nie eine Annäherung zwischen den beiden stattgefunden hat, aber nur zwei kleine Begegnungen in der Gegenwart ausreichen, dass sie ihre Beziehung scheinbar nahtlos fortsetzen. Mir kam dieses kopflose Wiederaufwärmen einer Jugendliebe deshalb wie ein Traum vor, in den sich Stella flüchtet. die Beziehung, in der das Problem der Vergangenheit (bewusst?) außen vor gelassen wird, wirkte unwirklich und auf einem wackligen Fundament gebaut. Stella verdrängt die Verletzung der Vergangenheit und bemüht sich nicht um eine Aussprache. Auf diese Weise hat sie keine Möglichkeit, ihre Enttäuschung aufzuarbeiten und Max zu verzeihen. Er selbst erklärt sich aber ach nicht oder bittet um Vergebung. Das Unausgesprochene steht zwischen ihnen, weshalb die Beziehung erneut zum Scheitern verurteilt scheint, auch wenn bislang ausschließlich Harmonie herrscht und nicht einmal Max familiäre Verpflichtungen zu einem Problem werden.
Doch als Max Stella wieder vor den Kopf stößt und sie beide den Fehler von damals wiederholen und nicht miteinander sprechen und Stella sich auch noch Sorgen um ihre Eltern machen muss, kommt es erneut zum Bruch.
Der lebendige Schreibstil der Autorin gefiel mir gut und auch der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart verwirrte nicht. Auf beiden Zeitebenen ist interessant, wie sich die Beziehung zwischen Stella und Max als unerfahrene Jugendliche bzw. als Erwachsene, die beide Erfahrungen mit anderen Partnern gemacht haben, entwickelt.
Anders als in anderen Romanen geht es in der Gegenwart nicht daran, dass um eine vergangene Liebe gekämpft wird und mit Spannung erwartet wird, wie zwei für einander bestimmte Menschen wieder zueinander finden. Hier finden sie einander und erst dann beginnt sich Stella mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ich empfand dies zunächst als unlogisch, weshalb mir das Verhalten sowohl von Stella als auch von Max nicht schlüssig erschien. Ich konnte mir ihr Stillschweigen nur damit erklären, dass sie die Enttäuschung nicht aufarbeiteten, um sich vor erneutem Schmerz zu schützen. Gerade aufgrund dieses inneren Brodelns konnte mich der Roman aber dennoch fesseln, da ich mit jedem Kapitel darauf gewartet habe, dass es zwischen beiden wieder zu einer Katastrophe kommt und fraglich ist, ob sie diese als Erwachsene bewältigen können, was ihnen als unreife Jugendliche nicht gelungen war. Und auch wenn ich nicht mit jeder ihrer Entscheidungen einverstanden war, war zu spüren, dass die beiden zueinander gehören und Stella mit Max ein Gefühl der Geborgenheit und ein Nach-Hause-kommen verbindet.
"All die schönen Tage" ist ein Roman, der das Auf und Ab von Stellas Gefühlswelt eindringlich beschreibt und der durch Stellas und Max gemeinsame Geschichte aufzeigt, wie wichtig Kommunikation, Offenheit und Vertrauen in einer Beziehung sind.
Magische Bücherwelt
4/5
01.06.2021
Modernes Antiquariat (Gebundene Ausgabe)
Eine wunderschöne Geschichte!
Meinung:
Allein die Idee einer Schöne-Tage-Box hat mich wahnsinnig neugierig auf dieses Buch gemacht. Dazu kommt, dass dieses Cover einfach wunderschön gestaltet ist. Zudem gibt es auf der Bastei Lübbe Verlagsseite eine Anleitung, um diese Box selbst basteln zu können. Auch die entsprechenden Kärtchen, auf die man dann die schönen Momente schreibt, gibt es zum Ausdrucken.
Aber natürlich hat mich auch das Buch selbst begeistert. Der Schreibstil von Julia Kaufhold ist wahnsinnig angenehm, sodass ich die knapp über 400 Seiten super schnell und flüssig lesen konnte. Auch der rote Faden ging nie verloren und die Spannung hielt sich stets auf einem angenehmen Niveau.
Die Liebesgeschichte von Stella und Max weist einige Hochs und Tiefs auf. Sie machen eine förmliche Achterbahn der Gefühle durch und müssen nach dem Verrat von Max erst einmal wieder zueinander finden. Als Stella dann ihre Schöne-Tage-Box mit all ihren wundervollen Erinnerungen wiederfindet, ändert sich ihre Sichtweise. Denn vor diesem Fund hat sie Max nicht mehr in ihre Nähe gelassen.
Da sich auch immer wieder vergangene Momente in der Geschichte finden lassen, konnte ich Stella und Max gut verstehen und ihre Handlungen nachvollziehen.
In diesem Buch lässt sich nicht einfach nur eine Liebesgeschichte finden. Hier werden alltägliche Probleme aufgezeigt und die Handlung wirkt sehr real. Es geht um Liebe und Verrat, um Vergebung und Chancen. Denn einige Menschen verdienen diese Chance.
Was mir wahnsinnig gut an diesem Buch neben der gesamten Handlung gefallen hat, ist, dass sich hin und wieder die Kärtchen von Stella finden lassen. Diese sind mit ihrem schönen Moment und Datum versehen.
Die Protagonisten Max und Stella waren mir sehr sympathisch. Stellas Entscheidungen konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, was aber nicht weiter schlimm war. Sie wurde verletzt und muss erst wieder Hoffnung fassen. Es gab immer wieder Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten. Dennoch habe ich stets gehofft, dass die Beiden ihr Glück finden und es am Ende doch schaffen, wieder zusammen zu kommen. Denn irgendwie habe ich von Anfang an gefühlt, dass sie einfach beieinander sein müssen. Auch wenn das heißt, dass es Streitigkeiten gibt, die bezwungen werden müssen. Gerade da sich Stella und Max nicht richtig ausgesprochen haben und sich Stella kopflos in diese Beziehung flüchtet, scheint sie zum Scheitern verurteilt zu sein. Diese Beziehung besteht wirklich aus vielen Hochs und Tiefs und aus einigen Fehlern.
Das Ende hat mich dann noch einmal tief berührt und mir viel Freude bereitet. Es war wirklich ein gelungener Abschluss, sodass ich das Buch mit einem guten Gefühl beendet habe.
Fazit:
Die Idee einer Schöne-Tage-Box hat mir wahnsinnig gut gefallen. Wenn man dann zu dieser Idee noch das Buch von Stella und Max liest, kommt man aus der Begeisterung nicht mehr raus. Es hat zwar einige kleinere Schwächen, die aber von mir kaum Berücksichtigung gefunden haben, da sie nicht weiter von Relevanz sind. Auch muss man nicht jede Handlung genau nachvollziehen können. Wir können ja auch nicht jede Meinung verstehen.
Die Geschichte hat mir viel Freude bereitet und ich habe das Buch wirklich gern gelesen.
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