Emma liebt Alyssa und Alyssa liebt Emma. Und die beiden wollen zusammen zum Highschool-Abschlussball gehen. Eigentlich keine große Sache. In Edgewater im tiefsten Indiana aber offenbar doch: Die Mädchen verursachen einen Skandal! Hilfe kommt von völlig unerwarteter Seite: Aus dem fernen New York mischen sich zwei Broadway-Stars ein, die für Emma und Alyssa kämpfen wollen - und nebenbei ein wenig Werbung in eigener Sache dringend benötigen. Das verschlafene Edgewater und die örtliche Highschool geraten plötzlich ins Scheinwerferlicht des nationalen Medienspektakels, und mittendrin Emma und Alyssa. Wird ihre Liebe das aushalten?
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
laura.liest.zuviel
5/5
18.01.2021
eBook (ePUB)
Die traurige Wahrheit
Dieses Buch hat mir nicht nur Freude beim Lesen bereitet, auch wenn sie letztendlich überwiegt.
Emma und Alyssa, zwei Mädchen, die sich lieben und einfach nur auf ihrem Abschlussball zusammen tanzen wollen. Aber die ganze Stadt ist gegen Emma, die sich im Gegensatz zu Alyssa geoutet hat. Die beiden leben nämlich im mittleren Westen der USA, wo die Kirche die Bevölkerung fest in der Hand hat und Fanatismus Alltag ist. Homophobie ist normal und wird von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben.
Das Szenario, das dieses Buch zeichnet ist so erschreckend, wie es vermutlich wahr ist. Angesichts der jüngsten Ereignisse in den USA ist diese Ballung an Diskriminierung, vor allem im ländlichen Raum sehr gut vorstellbar und sehr wahrscheinlich auch vorhanden.
Die Geschichte wird aus Emmas und Alyssas Perspektiven erzählt, was zwei völlig differenzierte Sichtweise auf das Geschehen erlaubt. Wie gesagt, nur Emma hat sich geoutet und ist damit das alleinige Ziel aller Anfeindungen, während Alyssa im Hintergrund alles in Bewegung zu versetzten versucht, um sie zu beschützen. Mehr schlecht als recht, wie die wirklich extremen Anfeindungen gegen Emma zeigen.
Der Lichtblick in dieser Ansammlung von Grausamkeit war tatsächlich Emma an sich. Ihr Charakter war ziemlich sarkastisch, humorvoll in den schrägsten Situationen. Dies war einerseits einfach ihr Wesen, andererseits stellte es vermutlich auch eine Art Schutzschild dar, um sich zu distanzieren. Ihre Worte haben mir beim Lesen dauerhaft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Mit Alyssas Entscheidungen im Laufe des Buches war ich dagegen nicht immer einverstanden, aber da auch ihr Charakter sehr klar gezeichnet war, konnte man sie trotz dessen durchaus nachvollziehen. Alyssa steht unter der Scheffel ihrer perfektionistischen Mutter, die sie gleichzeitig für zu zerbrechlich hält, um ihr Outing zu ertragen, weshalb sie Emma in meinen Augen mehrmals im Stich lässt, ja geradezu verrät. Aber gleichzeitig ist sie auch nur ein Opfer der Umstände, denn wer macht sich schon gern verletzlich und selbst zur Zielscheibe von Anfeindungen? Ein weiterer Grund, weswegen ich Emma, die diesen Schritt gegangen ist, bewundere.
Emma wird also nicht von ihrer großen Liebe unterstützt, letztendlich sind es völlig fremde Menschen, Mitglieder der LGTBQ-Community, die ihr Mut machen. Und auch eine gewisse Schauspielertruppe vom Broadway zieht mit gehissten Regenbogenflaggen in Emmas kleingeistiges Städtchen ein. Diesen Aspekt des Buches habe ich tatsächlich als etwas seltsam empfunden, denn zu hundert Prozent verstanden habe ich die Rolle des Broadway-Ensembles erst am Schluss.
Also auch wenn ich das Buch nicht perfekt fand, war ich am Ende mehr als versöhnlich aufgelegt. Ich habe dem Happy End der beiden entgegengefiebert und es auch bekommen. Das Buch hat einen (vermutlich) realen Eindruck vermittelt, worunter man zu leiden hat, wenn man nicht der "Norm" entspricht und wirbt gleichzeitig damit, mal ein bisschen nachzudenken.
Die Message ist für mich herübergekommen, was mir am wichtigsten war.
Tobi
4/5
30.12.2025
eBook (ePUB)
Sehr schöne Geschichte als Repräsentation der LGBTQIA+-Community
Das Buch The Prom von Saundra Mitchell hat mir persönlich sehr gut gefallen, da ich die Gefühle der Protagonistinnen sehr gut nachvollziehen konnte und ich an manchen Stellen gerne aufgesprungen wäre und auf sie zugerannt wäre, um sie zu umarmen. Die Geschichte hätte an manchen Stellen noch mehr vertieft werden können, besonders im Hinblick auf die Liebesbeziehung der beiden.
Insgesamt greift diese Buch jedoch sehr zentrale Themen auf mit denen sehr viele Jugendliche der LGBTQIA+-Community konfrontiert sind.
Emma´s Bookhouse
aus Berlin
4/5
19.01.2021
eBook (ePUB)
Eine wichtige Geschichte
The Prom – Saundra Mitchell
Bob Martin, Chad Beguelin und Matthew Sklar
Verlag: Heyne fliegt
ISBN: 978-3-453-27303-0
Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2020
Genre: LGBTQ
Seiten: 288
Alter: ab 14 Jahren
Inhalt:
Emma liebt Alyssa und Alyssa liebt Emma. Und die beiden wollen zusammen zum Highschool-Abschlussball gehen. Eigentlich keine große Sache. In Edgewater im tiefsten Indiana aber offenbar doch: Die Mädchen verursachen einen Skandal! Hilfe kommt von völlig unerwarteter Seite: Aus dem fernen New York mischen sich zwei Broadway-Stars ein, die für Emma und Alyssa kämpfen wollen – und nebenbei ein wenig Werbung in eigener Sache dringend benötigen. Das verschlafene Edgewater und die örtliche Highschool geraten plötzlich ins Scheinwerferlicht des nationalen Medienspektakels, und mittendrin Emma und Alyssa. Wird ihre Liebe das Aushalten?
Mein Fazit:
Zum Cover:
Das Cover passt gut zur Geschichte, wir sehe hier ein gebrochenes Herz und oben steht The Prom, aufgewertet wird das Cover durch kleine leuchtende Sternchen.
Zum Buch:
Wo fange ich hier am besten an? Emma ist verliebt in Alyssa und Alyssa ist auch in Emma verliebt, doch im Gegensatz zu Emma, kann sich Alyssa noch nicht outen. Als der Abschlussball stattfinden soll, fangen die ganzen Probleme an. Emma wird gemobbt und Alyssa kann einfach nur zusehen.
Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte liest sich schnell, aber hier erleben wir auch, wie intolerant die Menschen sind, gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe. Ich finde es noch immer grausam, dass es heutzutage tatsächlich noch immer so ist bei vielen Menschen.
Eine Kleinstadt in Indiana und alle sind der Meinung das Emma nicht normal ist, weil sie eben lieber Frauen als Männer mag. Homosexualität ist dort verpönt und selbst Emmas Eltern habe sie nach dem Outing verstoßen, seitdem lebt sie bei ihrer Großmutter.
Eine wie ich finde, sehr wichtige Geschichte, denn man sollte doch meinen im jetzigen Zeitalter spielt das keine Rolle, doch man sieht es fast alltäglich, das es eben doch noch für viele ein Problem ist.
Die Charaktere sind schön erzählt, besonders natürlich Emma, sie hat sich früh geoutet und lebt damit, dass die Leute sie meiden und auch das sie, sie mobben. Bis es zum Prom kommt, denn sie hat nur einen Wunsch, sie möchte am Prom mit ihrer Liebe tanzen, sie möchte einen ganz normalen Prom, doch leider sehen die Schüler und Eltern das anders und machen ihr das Leben schwer.
Alyssa liebt Emma, doch sie kann sich nicht outen, ihre Mutter würde es nicht verkraften, denn alles was anders ist, ist für ihre Mutter nicht normal.
Barry und Dee Dee kommen zu Hilfe, doch ob sie wirklich im Sinne von Emma handeln bleibt fraglich. Sie sind außergewöhnliche Charaktere und ich musste mitunter auch schmunzeln.
Die Geschichte ist dramatisch und voller Gefühl, aber auch voller Intoleranz und Mobbing. Eine Geschichte, die ich persönlich sehr wichtig finde.
Wird sie zu ihrem Abschlussball kommen, wird sie mit ihrer Liebe tanzen können?
Erzählt wird die Geschichte, in der Ich Form und die Kapitellänge ist sehr angenehm. Die Kapitel werden jeweils aus der Sicht von Emma und Alyssa erzählt.
Ich gebe hie 4 von 5 Sternen
Bewertung
aus Ellwangen
2/5
13.05.2021
eBook (ePUB)
Schöne Grundidee, die meiner Meinung nach besser umgesetzt werden könnte
Inhalt:
In dem Buch geht es um Emma und Alyssa, die ineinander verliebt sind. Bisher hat sich jedoch nur Emma geoutet. Der Schulball soll der Moment sein, in dem Alyssa und Emma zum ersten Mal gemeinsam auftreten. In der Gemeinde in der Emma und Alyssa wohnen, ist anders sein jedoch etwas Falsches und als die Schülerverwaltung mitbekommt, dass Emma ein Mädchen mit zum Ball bringen möchte, laden sie Emma kurzerhand wieder aus. Plötzlich jedoch tauchen zwei Stars auf die Emma unterstützen möchten.
Meine Meinung:
Ich war total gespannt auf dieses Buch, da ich vor kurzem erst ein Buch aus demselben Genre gelesen habe und ich mich deshalb total darauf gefreut habe.
Leider konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen. Ich fand es sehr sehr schade, dass die Liebesgeschichte der Beiden so kurz kommt. Es wird zwar am Anfang ein bisschen erzählt, wie sie sich kennengelernt haben, aber ansonsten war es leider echt zu wenig für mich.
Ich muss sagen, dass ich es wirklich sehr wichtig und auch toll finde, dass Autor*innen in Büchern thematisieren, dass es heutzutage durchaus noch Orte gibt, an denen schwul oder lesbisch oder einfach generell anders zu sein noch abgelehnt wird. Jedoch wurde dies in dem Buch meiner Meinung nach einfach über dramatisiert. Ich kann es verstehen, dass die Autorin, damit aufzeigen möchte, dass es Jugendlichen zum Teil schwer gemacht wird, aber es kommt wirklich alles auf einmal. Emmas Eltern verstoßen Emma, weil sie lesbisch ist, zudem ist Alyssas Mama in der Schülervertretung und möchte mit allen Mitteln erreichen, das Emma vom Abschlussball ausgeschlossen wird. Außerdem waren alle Schüler*innen und auch die Eltern davon total entrüstet, dass Emma ein Mädchen mit zum Abschlussball bringen möchte.
Die beiden Broadway – Stars haben dann versucht Emma zu helfen, jedoch wurde ich auch mit diesen Beiden irgendwie überhaupt nicht warm. Sie wurden meiner Meinung nach einfach viel zu klischeehaft und am Anfang auch ziemlich oberflächlich dargestellt. Jedoch muss ich sagen, dass ich die Entwicklung der Beiden schön fand!
Ich fand es zwar einerseits toll wie die Geschichte dann gelöst wurde andererseits konnte ich manche Dinge dann aber gar nicht nachvollziehen. Vom einen auf den anderen Moment sind dann plötzlich alle auf Emmas Seite inklusive der Schüler und den Eltern, die ihretwegen einen Abschlussball absagen wollten. Ich konnte es einfach nicht verstehen, warum jetzt plötzlich doch alle hinter ihr stehen und sie unterstützen. Ich meine dies wäre ja eigentlich etwas Tolles, aber in so einer Situation war es einfach unrealistisch bzw. kam mir dies zu plötzlich. Darüber hinaus haben sie dann noch eine LGBTQ – Party für Emma organisiert, obwohl sie doch davor total dagegen waren. Meiner Meinung nach war es einfach alles ein bisschen zu viel und ein bisschen übertrieben.
Insgesamt würde ich das Buch eher jüngeren Lesern*innen empfehlen und es als Jugendbuch beschreiben. Ich finde es trotz meiner Kritik toll, dass die Autorin darauf aufmerksam macht, mit was für Problemen lesbische oder schwule Jugendliche zu kämpfen haben. Generell hätte ich mir für das Buch einfach ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Die Beziehung der Beiden wurde viel zu schnell abgehandelt und ich hätte es einfach schöner gefunden wenn die Situationen ein bisschen realitätsnäher dargestellt worden wäre. Deshalb gebe ich dem Buch 2/5 Sterne
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