Dass eine junge Studentin indischer Abstammung in Waiblingen ermordet aufgefunden wird, ist schlimm genug. Aber die ermittelnden Waiblinger Kommissare fassen schnell einen verstörenden Verdacht. Ihr Friedrichshafener Kollege Surendra Sinha hat nicht nur die Leiche des Hauptverdächtigen gefunden, sondern er hatte diesen schon einmal ins Gefängnis gebracht - und er kannte auch die junge Studentin persönlich. Es stellt sich die Frage: Könnte es sein, dass der Kollege Sinha vom Bodensee Selbstjustiz geübt hat? Kann man ihm noch vertrauen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Elke21
aus Neuburg
5/5
01.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Kommissar Sinha Surendra unter Verdacht
Kommissar Sinha Surendra wurde vom Dienst beurlaubt, da ein Verfahren gegen ihn läuft. Diese Zeit verbringt er bei seinen Eltern in Waiblingen. Doch auch dort kommt er nicht zur Ruhe, denn eine indische Studentin wird ermordet und Sinha gerät selbst unter Verdacht. Für Kommissar Malte Jacobsen steht Sinha ganz oben auf seiner Liste der Verdächtigen, denn Sinha hat den Mörder von der ermordeten Vidya (die ihm sehr ans Herz gewachsen ist), gefunden. Beging er Selbstjustiz?
Die Charaktere sind sehr gut gelungen und das Kopfkino hat gleich viel Arbeit. Der Schreibstil ist mitreißend und sehr spannend. Man fliegt nur so durch den Krimi. Den beiden Autorinnen ist es gelungen ihre beiden Kommissare in dem Krimi zu vereinen, auch wenn sie sich anfangs überhaupt nicht über den Weg getraut haben.
Uwe Tächl
aus Bremen
5/5
27.08.2019
Buch (Taschenbuch)
zwei Autorinnen, drei Ermittler und reichlich Lokalkolorit
Das Waiblinger Ermittlerteam trift auf den Friedrichshafener Kriminalkommissar und die Mordermittlungen führen dazu, dass man weit weg ist vom gemeinsamen Ermitteln. Ein interessanter Fall, ein überraschender Täter und zwei Autorinnen, die ihre Ermittler aufeinander los lassen. Eine gelungene Zusammenarbeit.
Inhalt:
Der Friedrichshafener Kriminalkommissar Surendra Sinha ist vom Dienst beurlaubt bei seinen Eltern in Waiblingen, als dort eine junge Studentin indischer Abstammung ermordet wird. Die Kommissare Malte Jacobsen und Melanie Brendel ermitteln und stellen schnell fest, dass Surendra sie persönlich kannte. Die Ermittlungen gegen ihn laufen an, als wenig später ein weiterer Mord geschieht, selbst wenn Melanie nicht wirklich an seine Schuld glaubt. Wird er seine Unschuld beweisen können, oder wird ihm ein alter Fall, bei dem er einen Fehler begangen hat, zum Verhängnis.
Cover:
Die geballte Faust passt zum Titel und Inhalt des Krimis. Sehr ausdrucksstark, auch wenn der regionale Bezug fehlt.
Setting und Stil:
Der Krimi spielt in Waiblingen, im schönen Remstal und ist mit reichlich Lokalkolorit ausgestattet. Auch wenn der ehemalige Hamburger Ermittler Malte schon mal mit einem Franzbrötchen belohnt wird, so herrscht ansonsten doch eher die für die Gegend spezifischen Köstlichkeiten und Bewohner vor. Die Zusammenarbeit der beiden Autorinnen ist hervorragend gelungen, beide können die Besonderheiten ihrer Ermittler unterbringen und sie im gemeinsamen Agieren glänzen lassen.
Dadurch, dass Surendra und die beiden anderen eher auf gegensätzlichen Seiten wiederfinden, sind ihre Abschnitte oft getrennt, wobei die gemeinsame Zeit immer mehr wird. So folgen wir auch allen dreien bei ihren Ermittlungen und erfahren vieles über ihre privaten Hintergründe.
Charaktere:
Es fällt nicht schwer, Surendra Sinha ins Herz zu schließen, seine gelassene indische Art mit Sachen umzugehen und die Tatsache, dass er im Gegensatz zu Malte nur schwer aus der Haut fährt, macht ihn zu meinem Favoriten, auch wenn die Vorwürfe gegen ihn ziemlich schwer wiegen.
Genau das Gegenteil ist Malte, der zumindest in diesem Fall alles daran setzt, Sympathiepunkte zu verschenken. Auch wenn man nachvollziehen kann, was ihn dazu bewegt, so ist es doch eher so, dass man ihm gerne einen gewaltigen Tritt in den Hintern versetzen möchte.
Zwischen ihnen steht Melanie, die mit ihrem Bauchgefühl und ihren rationalen Einschätzungen ziemlich ins Schwarze trifft, was ihr im Endeffekt aber auch einigen Ärger einbringt.
Insgesamt habe ich das Zusammenspiel des Trios sehr gerne verfolgt und hoffe, dass sie wieder aufeinander treffen werden.
Der Fall, die Ermordeten und der bis zur letzten Sekunde unbekannte Täter sind eine angemessene Herausforderung für die Ermittler, die sie, ihre Vorgesetzten und die beteiligten Familien an die Grenze führt.
Geschichte:
Ein kleiner Fehler im Arbeitsleben, der sich rächt und Surendra zum möglichen Täter macht, anstatt es ihm zu ermöglichen, aktiv bei den Ermittlungen mitzuhelfen. Trotzdem kreuzen sich die Wege der Kommisare häufig und während die Spannung zwischen ihnen steigt, führen die Ermittlungen schließlich doch zum Ziel. Eine tolle Kriminalgeschichte, die viel Raum für die Ermittler lässt, ohne dass der Fall aus den Augen verloren geht.
Fazit:
Die Zusammenarbeit von Simone Dorra und Ingrid Zellner und ihren Ermittlern hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe, dass dies nicht das letzte Mal sein wird. Die Charaktere sind sehr gelungen und ich kann nur empfehlen, sich auch mit den anderen Büchern der Autorinnen zu beschäftigen. Ein spannender, außergewöhnlicher Fall erwartet die Liebhaber von Regionalkrimis, denen nebenbei noch das Remstal und seine Bewohner näher gebracht werden. Ein Krimi, den ich rundum empfehlen kann!
Zessi79
5/5
26.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Toller Regionalkrimi mit einem großartigen Ermittlerteam
Inhaltsangabe:
Die indische Studentin Vidya Kapoor wird in Waiblingen vergewaltigt und ermordet. Der mutmaßliche Täter wird nur wenig später ebenfalls tot aufgefunden – von Surendra Sinha, Kriminalkommissar indischer Abstammung aus Friedrichshafen. Kommissar Malte Jacobsen von der Waiblinger Kripo erfährt, dass Vidya Sinhas Freundin war und ihr Mörder mit Sinha eine alte Rechnung offen gehabt hat. Hat sein Kollege womöglich zur Selbstjustiz gegriffen?
Meinung:
Bei diesem Krimi handelt es sich um eine Zusammenarbeit der beiden Schriftstellerinnen Ingrid Zellner (Surendra Sinha) und Simone Dorra (Malte Jacobsen und Melanie Brendel). Surendra Sinha habe ich schon bei dem Buch "Adlerschanze" kennengelernt und fand ihn super. Also musste ich dieses Buch unbedingt lesen, zumal ich die Idee von zwei Autoren unglaublich spannend fand.
Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch war super spannend und hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen nur so beim Lesen. Surendra Sinha ist einfach ein toller, sympathischer Typ, ich habe mich gleich wieder wohlgefühlt beim Lesen. Auch Malte Jacobsen und Melanie Brendel waren mir gleich sympathisch, auch wenn Malte zumindest zu Beginn manchmal komisch reagiert hat. Aber das musste so sein und machte ihn für mich im Nachhinein nur noch sympathischer.
Der Fall an sich war spannend und abwechslungsreich und ich wollte immer weiterlesen. Ich habe versucht mitzuraten, wer hier der Mörder sein könnte. Aufgrund zahlreicher Wendungen kam ich natürlich nicht darauf, wer der Mörder war. Aber alles wurde absolut logisch und restlos aufgeklärt. Hat mir super gefallen.
Wenn ich etwas Negatives zu dem Buch sagen muss, dann kann ich nur sagen, dass es einige Zufälle in der Geschichte gab, die für mich zu unrealistisch waren. Aber sie haben in die Geschichte gepasst und es ist ja auch eine Geschichte, daher darf sowas auch sein. Also wäre das schon wieder "motzen auf hohem Niveau".
Ich fand das Buch großartig und würde sehr, sehr gerne noch weitere Bücher über die drei Ermittler lesen. Bis dahin werde ich die vorherigen Bücher der beiden Autorinnen lesen und freue mich schon jetzt darauf.
Fazit:
Toller Regionalkrimi mit einem großartigen Ermittlerteam.
Liselottchen
aus Rankweil
5/5
22.08.2019
Buch (Taschenbuch)
»Wir sind also gewissermaßen Kollegen.«
In Waiblingen findet ein Rentner die schlimm zugerichtete Leiche von Vidya, einer Studentin aus Indien. Kommissar Malte Jacobsen und seine Kollegin Melanie Brendel wissen schon bald, wer der Täter war: Pierre Meyer, bereits einschlägig vorbestraft. Doch nur kurze Zeit später wird Meyer ebenfalls ermordet aufgefunden, und zwar von einem Kollegen aus Friedrichshafen, dem indischstämmigen Surendra Sinha. Da er Vida gut gekannt hat, hält Malte es durchaus für möglich, dass er Selbstjustiz geübt haben könnte. Sinha, der sich beurlauben ließ, weil intern gegen ihn wegen einer anderen Sache ermittelt wird, kann es nicht lassen, selbst aktiv zu werden, um sich vom Verdacht reinzuwaschen. Dabei krachen die beiden Ermittler heftig aneinander ...
Mit dieser Geschichte legen die beiden Autorinnen einen solide spannenden Krimi vor, mit viel Lokalkolorit, sowohl vom Bodensee, als auch vom Remstal. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und zieht sich durch das gesamte Buch.
Ich fand mich sehr schnell hinein, es fängt dramatisch an und der Spannungsbogen lässt nie nach. Die zahlreichen privaten Einschübe sind genau richtig dosiert, sodass man sich in alle Ermittler gut hineinfühlen kann, ohne dass es zu sehr vom Fall ablenkt. Besonders Malte wird ausgesprochen menschlich dargestellt, hier trauen sich die Autorinnen sogar, ihn ordentlich mit dem Kopf gegen die Wand rennen zu lassen, bis er einsieht, dass sein Dickschädel ihn nicht weiterbringt. Dass Ermittler aus verschiedenen Orten nicht gut miteinander können, wird leider auch hier bestätigt. Dabei schafft man gemeinsam bekanntlich mehr, wie – vor allem Malte – am Schluss einsehen muss. Das Thema Vergewaltigung wird ausgesprochen sensibel behandelt, doch mehrmals musste ich heftig schlucken, ob der Vorurteile, die leider auch heute noch nicht komplett verschwunden sind. Vor allem, die Aussage, dass eine Frau selbst schuld dran haben kann, wenn sie einem Mann quasi in ›aufreizender‹ Kleidung vor der Nase herumtanzt.
Besonders gut gefielen mir, dass es den beiden Autorinnen gelang, die zahlreichen Haupt- plus Nebenfiguren wirklich als eigene Persönlichkeiten zu gestalten: Verschiedenartig, dreidimensional und hautnah, mit Macken und Eigenheiten, ob es die Nachbarin ist, die mit einem ›Katzenklo‹ aushilft, oder der alte Herr, der beim Anblick der misshandelten Mädchenleiche fast weint. Ich hatte das Gefühl, jeder einzelnen Person im realen Leben begegnen zu können.
Es war ein Vergnügen, diesen Krimi zu lesen, auf den Mörder wäre ich nicht gekommen und der Showdown bescherte mir noch eine zusätzliche Gänsehaut. Ein Muss für alle Krimifans.
Bewertung
aus Olbernhau
5/5
21.08.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein sehr gelungener Krimi!
Inhalt:
„Ein Kommissar unter Verdacht
Die Indische Studentin Vidya Kapoor wird in Wayblingen vergewaltigt und ermordet. Der mutmaßliche Täter wird nur wenig später ebenfalls tot aufgefunden – von Surendra Sinha, Kriminalkommissar indischer Abstammung aus Friedrichshafen. Kommissar Malte Jacobsen von der Waiblinger Kripo erfährt, das Vidya Sinhas Freundin war und ihr Mörder mit Sinha eine alte Rechnung offen gehabt hat. Hat sein Kollege womöglich zur Selbstjustiz gegriffen?“
Cover:
Cover und Titel machen gleich schon neugierig. Wer hatte hier einen Mordshass auf wen? Wie ist die Hintergrundgeschichte?
Meine Meinung:
Mir hat das Buch rundum gefallen. Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen und ist durchsetzt von kleinen Szenen, die in Dialekt geschrieben wurden, was das Buch noch authentischer macht. Das Buch Beginnt gleich schon spannend mit den beiden Morden und bleibt es auch bis zum Ende. Trotzdem wird hier nicht nur die Ermittlungsarbeit thematisiert. Es stehen vor allem auch die Charaktere und deren Gefühle im Mittelpunkt. Die Ermittlungsarbeit kommt allerdings auch nicht zu kurz. Ich selber habe zum Beispiel die ganze Zeit mitgerätselt, wer der Täter ist und meine eigenen Vermutungen angestellt.
Die Charaktere selber sind sehr gut ausgearbeitet, man kann mit ihnen mitfühlen und sie wachsen einem schnell ans Herz.
Fazit:
Insgesamt handelt es sich bei „Mordshass“ um einen mitreißenden Krimi, der nicht bloß durch einen spannenden Kriminalfall glänzt, sondern auch das Leben der Ermittler näher beleuchtet. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch der Beiden Autorinnen. Ich würde gerne mehr davon lesen!
Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.
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