Tief in den Wäldern der schneebedeckten Catskill Mountains, weit entfernt von der nächsten Ortschaft liegt das Mitchell's Inn, ein verwunschenes kleines Hotel. Als zehn ganz unterschiedliche Gäste an einem dunklen Winternachmittag dort eintreffen, hoffen sie, ihre Probleme an diesem abgeschiedenen Ort wenigstens für ein Wochenende zu vergessen. Doch in der Nacht zieht ein Schneesturm auf, der jeglichen Kontakt zur Außenwelt unmöglich macht, und das winterliche Idyll wird zur tödlichen Falle. Denn am nächsten Morgen liegt in der Lobby eine Leiche, und jeder der Anwesenden weiß: Der Mörder muss unter ihnen sein - und es gibt keine Möglichkeit, ihm zu entkommen ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bewertung
aus Nürensdorf
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Empfehlenswert
Ähnlich Film, oder anderes Buch. Irgend etwas kommt mir bekannt vor.
Trotzdem sehr spannend. Teilweise sehr dramatisch, doch weitgehend realistisch.
Ich kann das Buch empfehlen. Die anderen Bücher von der Autorin habe ich bis jetzt nicht gelesen. Ich werde das nachholen.
Bewertung
5/5
31.03.2020
eBook (ePUB)
spannende Unterhaltung für kalte Wintertage
Ein romantisches Hotel im Nirgendwo, irgendwo in den Catskills. Zehn ganz unterschiedliche Gäste, die ein entspanntes Wochenende dort verbringen möchten. Doch dann: Ein Schneesturm. Ein Stromausfall – und das Morden beginnt. Und keine Möglichkeit, die Polizei zu verständigen, da das Telefon nicht funktioniert. Sie sind ganz auf sich allein gestellt und und verdächtigen sich allmählich gegenseitig, keiner traut dem anderen mehr über den Weg, zumal immer mehr Leichen im Keller eines jeden Einzelnen auftauchen. Doch wer tötet scheinbar wahllos die anderen Mitreisenden?
Ein klassischer Who-Dunnit-Krimi, unglaublich spannend und packend. Die Geschichte wird aus der Perspektive jedes einzelnen Gastes und des Hotelpersonals erzählt. Und jeder, wirklich jeder war für mich absolut unverdächtig. Da bleibt doch eigentlich nur eine Möglichkeit: Eine weitere Person hat sich Zugang zum eingeschneiten Hotel verschafft und treibt nun dort sein Unwesen. Oder doch nicht?
Ein Kammerspiel erster Güte, der perfekte Krimi für die dunkle Jahreszeit. Am besten mit einem leckeren Tee unter eine warme Decke aufs Sofa kuscheln und losgruseln.
schafswolke
aus Kiel
5/5
21.12.2019
eBook (ePUB)
Spannender Krimi, ohne große Dramatik und Blutvergießen
Bradley und James Harewood betreiben ein kleines Hotel in den Bergen, doch ein Schneesturm verhindert jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Keiner ahnt, wie tödlich das sein wird, denn plötzlich sterben mehrere Gäste und keiner weiß, ob er nicht der nächste sein wird...
Hier gibt es einen überschaubaren Tatort und nur eine begrenzte Anzahl an Tätern, für mich hat das durchaus ausgereicht, um eine spannende Mördersuche zu kreieren. Über den Schreibstil kann man ganz bestimmt geteilter Meinung sein. Er ist sehr distanziert, spröde und eher kühl. Ich war mir auf den ersten Seiten nicht ganz sicher, wie ich in die Geschichte reinkommen würde, aber das hat sich schnell gelegt. Die Geschichte wird zügig und aus den verschiedenen Perspektiven der Gäste erzählt. Ich tue mich in der Regel eher schwer damit, wenn mir in einem Buch die Sympathieträger fehlen, aber hier fand ich es nicht so schlimm, wahrscheinlich weil es keine richtige Hauptperson gibt
Beim Lesen habe ich mich öfters an Hercule Poirot erinnert gefühlt und so hat es mir sehr gut gefallen, dass man hier ein bisschen spekulieren konnte, was die einzelnen Gäste zu verbegen haben, denn sie geben eher wenig und sehr sparsam etwas über sich preis.
Der Krimi kommt ohne großes Blutvergießen aus und man kann der ganzen Geschichte gut folgen und so gibt es von mir 5 Sterne.
Bewertung
aus Essen
5/5
08.12.2019
eBook (ePUB)
Pageturner mit verzeihbaren Schwächen
Ein idyllisches Hotel in den verschneiten Bergen, zehn Gäste, ein verheerender Schneesturm, der sie von der Außenwelt abschneidet und ein Mörder. Für eingefleischte Thriller-Leser klingt das sicher nach dem sprichwörtlichen( literarischen) kalten Kaffee. Man kennt es, man hat es schon in mindestens zehn Varianten gelesen, aber irgendwie hofft man trotzdem auf eine neue Perspektive. Und genau das bietet ‚Der zehnte Gast‘ (jedenfalls teilweise).
An einem verschneiten Tag checken drei Paare in das Mitchell’s Inn ein, ein verlobtes It-Paar, ein unscheinbares, aber sehr verliebt wirkendes und ein Ehepaar, bei dem der Ofen schon länger aus ist. Ihnen schließen sich eine kauzige Schriftstellerin an, die an ihrem neuen Buch arbeitet, ein Strafverteidiger, der das anstrengende Stadtleben für kurze Zeit hinter sich lassen möchte und zwei Freundinnen, von der eine relativ seltsam wirkt und die andere viel zu aufgedreht. Nach eigener Aussage kennen sie sich untereinander nicht und sind sich bis zu diesem Tag noch nie begegnet. Und müssen wegen eines außerordentlich starken Schneesturmes ohne Strom und ohne Handyempfang in dem zunächst noch idyllischen Hotel ausharren. Es dauert nicht lang und der erste Gast wird tot aufgefunden. War es ein Unfall? Als der zweite Gast bald darauf das Zeitliche segnet wird ein tödlicher Unfall immer unwahrscheinlicher. Hat sich ein verrückter Mörder in das Hotel geschlichen oder befindet sich der Verantwortliche bereits unter ihnen?
Getragen wird die Geschichte vor allem durch die interessanten und vielschichtigen Charaktere. Zunächst habe ich mich sehr für die verschiedenen Schicksale interessiert, einfach, weil die meisten mir sympathisch waren. Doch je mehr man über jeden Einzelnen erfährt, desto unsympathischer wurden sie. Seien es nun ihre Geheimnisse und (sprichwörtlichen) Leichen im Keller oder ihr selbstsüchtiges und egoistisches Verhalten. Bis auf drei Charaktere, konnte ich am Ende so gut wie niemanden mehr leiden und schon ab der Hälfte ging es mir nur noch darum zu sehen, ob sich der Mörder nicht endlich erbarmt und diesem oder jenen garstigen Zeitgenossen nicht endlich die Kerzen auspustet. Dieses Mörderratespiel hatte mich dann aber so gefesselt, dass ich unbedingt wissen musste, wer am Ende der Nacht von den ursprünglich zehn Gästen noch übrigbleibt und wer dort als Meuchelmörder sein Unwesen treibt (und warum).
Der Schreibstil liest sich im Großen und Ganzen flüssig, wirkt aber in ruhigen Szenen manchmal sehr abgehackt, was mich hin und wieder im Lesefluss gestört hat. Auch ein Logikfehler hat mich stark gestört, auch wenn es im Prinzip nur ein kleiner Schnitzer ist. Nachdem der Strom im Hotel ausfällt, kocht die Hotelleitung Kaffee für alle… womit denn bitte ohne Strom?
Zudem ging die Handlung immer wieder nur schleppend voran, vermutlich wegen der zahlreichen inneren Monologe.
FAZIT
Trotz einiger Schwächen, wie der teils abgehackten Erzählweise und den wenig sympathischen Charakteren, dennoch ein Pageturner. Ich weiß nicht, was genau mich so fasziniert hat, vielleicht die Abgründe der menschlichen Natur, die Suche nach dem Mörder oder einfach die unheimliche Atmosphäre, aber 'Der zehnte Gast' hat mich trotz einiger Kritikpunkte sehr gut unterhalten.
Bewertung
aus Issum
5/5
13.11.2019
eBook (ePUB)
Ein Psychothriller der ruhigen Art
Buchmeinung zu Shari Lapena – Der zehnte Gast
„Der zehnte Gast“ ist ein Kriminalroman von Shari Lapena, der 2019 bei Bastei Lübbe in der Übersetzung von Axel Merz erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet „An Unwanted Guest“ und ist 2018 erschienen.
Zum Autor:
Shari Lapena arbeitete als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen widmete. Sie gab ihr Thrillerdebüt mit THE COUPLE NEXT DOOR. Shari Lapena lebt mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern in Toronto.
Klappentext:
Das Mitchell’s Inn in den Wäldern der Catskill Mountains ist der perfekte Ort für ein gemütliches Wochenende. Doch als ein Schneesturm aufzieht, der jeglichen Kontakt zur Außenwelt unmöglich macht, wird das Hotel zur tödlichen Falle. Denn ein Gast nach dem anderen stirbt unter mysteriösen Umständen. Jeder weiß: Der Mörder muss unter ihnen sein - und es gibt keine Möglichkeit, die Polizei zu alarmieren oder zu fliehen ...
Meine Meinung:
Mein erstes Buch der Autorin hat mich positiv überrascht. Das Setting ist in ähnlicher Form wohlbekannt – eine Gruppe von Menschen trifft sich an einem abgelegenen Ort und kann keine Verbindung zum Rest der Welt aufnehmen und dann gibt es einen Todesfall. Hier liegt die Abgeschiedenheit an einem Wintersturm und ist zeitweiliger Natur.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und jeder der zehn Gäste trägt seinen Teil dazu bei. Keiner der Gäste ist der geborene Sympathieträger und jeder hat ein Problem in seinem Rucksack. Nach ruhigem Beginn zieht die Autorin das Tempo an, indem einige der Gäste ihr Problem zumindest zu Teilen kundtun. Nach der zweiten Leiche wird auch die Atmosphäre frostig und auch der Leser beginnt zu frösteln. Blutige Darstellungen fehlen komplett, denn die Autorin setzt auf die psychologischen Momente. Manche Gäste benehmen sich etwas seltsam, auch weil der Druck, der auf ihnen lastet, schwer wiegt. Die Autorin seziert Beziehungen und die Beteiligten geben kein gutes Bild ab. Es gibt weitere Leichen und manche Personen verhalten sich unvernünftig. Das ist vielleicht das einzige Manko dieses Buches. Die Autorin spielt mit dieser Unvernunft und manchmal bleibt die erwartete Leiche aus. Der Weg zur Auflösung ist mit einigen Überraschungen gepflastert und auch am Ende bleiben ein paar Punkte offen.
Fazit:
Dieser Thriller lebt von der Darstellung der psychologischen Aspekte und hat mich weitgehend überzeugt. Die kleineren Mängel führen zu keiner Abwertung und so vergebe ich fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten). Dazu gibt es eine klare Leseempfehlung für die Freunde psychologisch geprägter Thriller.
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