Der Stadtstaat Sygna, bekannt für seine einzigartige Magie, befindet sich im Krieg mit dem Kaiserreich Aquintien. Ein Kampf klein gegen groß, aber dank ihrer Zeichenmagie schafft es die Rebellenarmee von Sygna, sich zu behaupten. Bei dem Versuch, das Kriegsglück zu wenden, haben aquinzische Zauberkundige jedoch einen unkontrollierbaren Riss ins mythische Schattenreich geöffnet, der nun droht, nicht nur Sygna zu verschlingen ...
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Ein würdiger Abschluss einer tollen Fantasy-Trilogie
Bewertung aus Brühl am 21.02.2022
Bewertungsnummer: 1661770
Bewertet: eBook (ePUB)
ACHTUNG, die Rezension enthält milde Spoiler.
Mit „Die 13 Gezeichneten – Der Krumme Mann der Tiefe“ schaffen Judith und Christian Vogt einen fulminanten Abschluss ihrer „13 Gezeichneten“-Trilogie.
Nachdem Killianas Vater einen Pakt mit dem Krummen Mann der Tiefe geschlossen hat, ist Sygna unter einer Schattenglocke von der Außenwelt abgeschnitten. Während Dawyd und Lysandre notgedrungen gemeinsam in verborgene Welten unter dem Bleiberg eintauchen, bereiten sich ihre Freunde auf einen weiteren Befreiungskampf vor. Derweil wird auch Naronne, die Hauptstadt des Kaiserreichs, durch den erschaffenen Schattenriss langsam verschlungen. Das Schicksal beider Städte ist miteinander verwoben und nur die 13 Urzeichenträger können sie noch retten.
Wie auch in den beiden vorherigen Bänden sind die Figuren die große Stärke. Alle liebgewonnenen Protagonisten machen glaubhafte und mitreißende Entwicklungen durch, die Handlung nimmt immer mehr an Fahrt auf und steigert sich zu einem großen, würdigen Finale, das die Trilogie abschließt. Auch der Ausblick auf die Zukunft der Figuren und der Städte ist Judith und Christian Vogt gelungen.
Dadurch, dass die Handlung stärker auf die Städte Sygna und Naronne beschränkt ist, beseitigt der dritte Band auch meinen Kritikpunkt des zweiten Bandes, dass die Welt leicht zerfasert wird und viel hin und her gesprungen wird. Hier wirkt alles kompakt und griffig – einzig die Ausflüge in die Schattenwelten haben mich ein wenig aus dem Weltenbau gerissen. Und so gut gelungen die Zusammenarbeit der Heldengruppe mit Lysandre auch ist – als Antagonist, gerade im ersten Band, war er noch stärker, noch mitreißender.
Dies sind aber auch meine einzigen Kritikpunkte, und ich hoffe es wird ersichtlich, dass es wirklich welche von der kleinen Sorte sind. Ich bin froh, dass das Finale so gelungen ist, ich habe meine Zeit in Sygna wahnsinnig genossen und kann der gesamten Trilogie eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Fantasie-Freunde geben. Der dritte Band bekommt dabei von mir eine ebenfalls völlig verdiente 9/10.
ein spannender Abschluss
Meggie aus Mertesheim am 05.04.2020
Bewertungsnummer: 1311929
Bewertet: eBook (ePUB)
Die Geheimnisse der Magie wurden in der Stadt Sygna besonders geschützt. Doch nach der Eroberung durch Aquintien ist nichts mehr, wie es war.
Zachari Erdhand ist der Großgildenmeister der Stadt und geht mit einer mythischen Kreatur, dem krummen Mann in der Tiefe, einen Pakt ein, um die Magie Sygnas zu schützen.
Währenddessen experimentieren die Aquintianer mit der Magie, wodurch ein Riss entsteht, der alles zu verschlingen droht.
Leider ist mit diesem Band die Trilogie um "Die 13 Gezeichneten" auch schon zu Ende. Mit einem wehmütigen Seufzer habe ich mich nach Lesen der letzten Seite wieder in die Realität zurückbegeben und hege doch etwas Hoffnung, in Zukunft vielleicht doch zumindest teilweise wieder etwas über die liebgewonnenen Gefährten zu erfahren.
Wie auch im ersten Band hatte ich wieder etwas Mühe, in die Geschichte hineinzufinden, doch als dies geschehen war, konnte ich nur mit Mühe von der spannenden Story ablassen. Die Komplexität der Geschichte ist jedoch anspruchsvoll, was mit dem packenden Schreibstil und der Liebe für Details ausgedrückt wird.
Die Geschichte entwickelt sich mit all den wunderbaren Charakteren zu einer Story, in der es darum geht, sein Leben für eine Zukunft aufs Spiel zu setzen, bei der ungewiss ist, ob es jemals so wird, wie es gewesen war. Sei es Zachari Erdhand, der sich als Großgildenmeister ins Spiel einbringt, sei es Ismayl, der wieder mit Worten hantiert, Davyd, der zeigt, was in ihm steckt oder neue Figuren, wie Elena, die ebenfalls beweist, dass sie mutig ist.
Alle Figuren waren faszinierend, haben sich ergänzt oder auch abgestoßen, je nach Szene und trugen maßgeblich zur Handlung bei. Jedoch muss man sagen, dass es sich um eine Vielzahl von Figuren handelt und man teilweise - da ja immer aus seiner anderen Sicht erzählt wird - schon mal verzetteln konnte. Letztendlich ist dies auch der Grund, warum ich einen Stern abziehen muss.
Durch die vielen Erzählstränge ergibt sich am Ende ein großes Ganzes. "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" würde man sagen, aber diese Herangehensweise endet in einem großen Showdown in welchem alles gelöst wird und fast keine Fragen zurückbleiben.
Teilweise ging es sehr hart zur Sache. Nicht nur kämpferisch. Gewalt und Folter, Beleidigungen im großen Maße und psychische Belastungen sind ebenso vorhanden, wie Zauberei mit Worten und fast dichterisch anmutende Absätze.
Die Autoren beweisen wieder einmal, wie gut sie mit dem Talent "Schreiben" umgehen können und legen einen wunderbaren Abschluss der Trilogie vor.
Meggies Fussnote:
Ein letzter gelungener Ausflug nach Sygna.
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