Der junge Extremsportler Raven Adam kann nicht glauben, dass der plötzliche Tod seines Bruders ein Unfall war. Als er beginnt, Nachforschungen anzustellen, erreicht ihn der verzweifelte Hilferuf von Mirja Roth. Sie absolviert ein Praktikum in einer Dschungelklinik am Amazonas und macht dort erschreckende Beobachtungen: Menschen verlieren ihre Erinnerung oder verschwinden spurlos. Schnell erkennt Mirja, dass sie nicht zufällig in dieser Klinik gelandet ist. Ihr Leben ist in großer Gefahr. Bald darauf muss Raven feststellen, dass auch der Tod seines Bruders eng mit diesen Ereignissen verwoben ist ...
Ein atemberaubender Thriller über die uralte Angst des Menschen vor dem Tod und die scheinbar grenzenlosen Möglichkeiten moderner Hirnforschung, aber auch über Hoffnung, die selbst in die dunkelsten Abgründe scheint.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Schaffhausen
4/5
19.07.2019
eBook (ePUB)
Unglaublich spannend!
Das Buch spielt auf zwei Hauptschauplätzen: im pulsierenden Berlin des 21. Jahrhunderts und im Urwald Brasiliens, im nördlichsten Bundesstaat Pará. Eine supermoderne Urwaldklinik in Brasilien entpuppt sich als Versuchslabor an Menschen, die psychisch umgepolt und verjüngt werden sollen Die Handlungen in Berlin und Brasilien sind zeitverschoben und wechseln sich ständig ab. Das macht die Orientierung unglaublich schwer.
Es ist ein verrücktes Buch! Durch den Untertitel "Thriller" vorgewarnt, war ich auf einiges gefasst. Aber dieses Buch übertraf alle meine Erwartungen. Wikipedia definiert "Thriller" als ein Lehnwort aus dem englischen thrill = Schauer, Erregung, Sensation. "Charakteristisch für Thriller ist das Erzeugen eines Thrills, einer Spannung, die nicht nur in kurzen Passagen, sondern während des gesamten Handlungsverlaufs präsent ist, ein beständiges Spiel zwischen Anspannung und Erleichterung." An diesem Punkt erfüllt "Unsterblich" diese Erwartung bis zuletzt.
Die Berliner Krankenschwester Mirja Roth reist nichtsahnend für ein Praktikum in ein Dschungelkrankenhaus im Amazonasgebiet Brasiliens. Das vermeintliche Krankenhaus entpuppt sich als Versuchslabor, in dem risikoreiche Tests an lebenden Menschen durchgeführt werden. Der Gründer der Klinik war überzeugt, mit seinen Versuchen der Unsterblichkeit des Menschen auf die Spur zu kommen – allerdings mit fragwürdigen Methoden und einem hohen Blutzoll. Menschen werden gegen ihren Willen manipuliert, einer Gehirnwäsche unterzogen, psychisch verändert. Sie verlieren allmählich ihre frühere Identität. So wird auch die Krankenschwester aus Berlin zum Versuchsobjekt, in ihren Kopf wird ein Chips eingesetzt, medikamentös wird sie unter Kontrolle gehalten. Das Experiment wäre beinahe gelungen, wenn sie nicht Verdacht geschöpft hätte und durch eine waghalsige und dramatische Flucht durch den Urwald ihren mächtigen "Ärzten" entkommen konnte. Daraus entwickelt sich ein Machtkampf auf höchster Ebene. Zurück in Berlin versucht sie, zusammen mit einigen wenigen Verbündeten, diesem mächtigen Netzwerk das Handwerk zu legen. Der Versuch endet schliesslich in einem furchtbaren Blutbad.
Manchmal hatte ich den Eindruck, in einem James Bond-Film zu sitzen. Die Hauptperson durchlebt haarsträubende (unrealistische!) Situationen, gerät x-mal in höchste Lebensgefahr, entkommt aber jedem Angriff, wenn auch nur mit knapper Not. Die Dramatik des Buches lässt sich kaum überbieten. Thomas Frank hat die Gabe, eine Situation so lebendig zu schildern, dass man meint, Zuschauer einer realistischen Darstellung zu sein. Typisch ist dabei, dass die beiden Hauptakteure immer mit dem Leben davonkommen, wenn auch beschädigt, während ihre Gegner reihenwiese das Feld räumen müssen.
Sucht man in diesem spannenden Buch nach christlichen Ansätzen, findet man vor allem bei der Hauptdarstellerin eine wachsende Überzeugung, dass sie nicht hilflos den Manipulationen von Menschen ausgeliefert ist. In der grössten Gefahr, ihre Identität zu verlieren, stützt sie sich auf das berühmte Bonhoeffer-Zitat aus dem Gedicht "Wer bin ich?": "Wer ich auch bin, dein bin ich, o Gott". In extremen Situationen übt sie sich im Beten. "Not lehrt beten" bewährt sich auch in ihrem Fall und gibt ihr – selbst in Todesgefahr – neue Kraft, nicht aufzugeben.
annislesewelt
aus Wülfrath
5/5
29.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
spannend von der ersten bis zur letzten Seite
In diesem Thriller geht es um Mirja, eine junge Medizinstudentin, die ein Praktikum in der Klink von Dr. Morgenthau machen möchte.
Diese Klinik liegt in Brasilien und hier können begabte Studierende an Entwicklung und Forschung teilhaben.
Mirja ist anfangs fasziniert doch dann geschehen seltsame Dinge. Alles verändert sich, sie verändert sich, in ihrem Bewusstsein tauchen Bilder und Erinnerungen auf die vorher nicht da waren. Sie bekommt große Angst und merkt das sie in Gefahr ist denn Menschen verschwinden und sterben.
In ihrer Not schickt sie einen Hilferuf der bei Raven ankommt.
Raven ist ein früherer Freund, doch auch sein Leben hat sich stark verändert. Sein Bruder Julian ist plötzlich verstorben und er hat seitdem mit Angstattacken zu kämpfen.
Trotzdem versucht er Mirja zu helfen denn er glaubt ihr.
Auf seinem Weg ihr zu helfen sieht er auch den Tod seines Bruders mit anderen Augen. Irgendwas scheint hier ganz und gar nicht zu stimmen und es wird auch für Raven gefährlich.
Dieses Buch fesselt von der ersten Seite an, es ist undurchsichtig aber logisch. Bis zur letzten Seite wurde ich in Atem gehalten, absolut nichts war klar.
Mirja ist so realistisch beschrieben und ich konnte mich gut in sie hineinversetzten, auch Raven in seiner Trauer mit seinen Schwierigkeiten wirkt authentisch und beide sind sympathisch. Ich habe ihre Wege gerne mitverfolgt und hätte durch die Seiten fliegen können. Es ging mir mit dem lesen nicht schnell genug, gleichzeitig musste ich aber langsam lesen um alle Informationen aufzunehmen denn diese brauchte ich um die Sprünge in den Zeiten und Orten zu schaffen.
Sehr gut fand ich das einzelne Protagonisten eine enge Beziehung zu Gott hatten und diese Beziehung sie durch die Geschehnisse getragen hat. Vor allem Mirja hat dadurch Kraft gefunden und sich immer wieder einen Satz in Erinnerung gerufen: "Wer ich auch bin, dein bin ich Gott" dieser Gedanke hat ihr Kraft gegeben.
"Unsterblich" ist spannend, schnell, wahnsinnig fesselnd, atemraubend und grandios.
Ich habe viele Thriller gelesen. Thriller von Bestsellerautoren wie Andreas Gruber, Sebastian Fitzek und Simon Beckett und stelle fest: Thomas Franke spielt ganz oben mit. Ganz weit oben.
Ich bin beeindruckt so ein unglaublich gutes Buch gelesen zu haben und hoffe das noch weitere Thriller folgen werden.
Bewertung
aus Wien
5/5
04.02.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfach Franke
Bin zwar noch nicht fertig mit dem Buch, aber ich bin sehr positiv angetan
Bewertung
aus Magdeburg
5/5
31.07.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolute Leseempfehlung
Das Cover zeigt zwei blonde Köpfe im Profil - Zwillinge oder ein Spiegelbild? Bei genauerem Hinsehen fallen Unterschiede auf, zusammen mit den Molekülmodellen im Hintergrund und den elektrischen Funken unter dem Titel ein perfektes Cover.
Thomas Frankes Romane, die immer christlich geprägt sind, nehmen mich vom ersten Satz an gefangen. So ist es auch bei diesem gut 550 Seiten starken Buch. In knapp 60 Kapiteln erzählt der Autor sehr packend Mirjas Geschichte. Die beiden Zeitebenen, die Gegenwart im Jahr 2024 und die Vorgeschichte, die ein Jahr früher spielt, wechseln sich ab, wobei des Thomas Franke jedesmal gelingt, einen Cliffhanger einzubauen, der einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt.
Der Autor wirft wichtige Fragen auf: Ist die Unsterblichkeit erstrebenswert? Wie weit darf man dafür gehen? Muss alles, was moderne Wissenschaft kann, auch gemacht werden? Darf der Profit wirklich immer und überall über Ethik und Moral stehen?
Genau diese Kombination aus einer rasanten und actionreichen Geschichte in Verbindung mit den Fragen, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss, gefällt mir sehr. Es ist ein Thriller, der als solches gelesen werden kann, aber eben auch einer, der zum Nachdenken anregt.
Fazit: absolute Leseempfehlung
smillas_bookworld
aus Rheinland Pfalz
5/5
28.07.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ganz großes Kino!
„Ja, Hildes Gehirn arbeitete nicht länger richtig. Aber Hilde war mehr als nur ihr Gehirn.“ (S. 214)
Berlin 2024: Raven hat seinen Bruder durch einen Unfall verloren. Beim Extremklettern stürzte er vor seinen Augen in die Tiefe. Ravens Erinnerungen brechen an dieser Stelle jedes Mal ab, aber er ahnt, dass da noch mehr war. Als er beginnt, den Spuren seines Bruders zu folgen und Nachforschungen anstellt, trifft er auf immer mehr Rätsel und Ungereimtheiten. Unter anderem auf einen Hilferuf von Mirja, einer jungen Frau, mit der er und sein Bruder befreundet waren. Sie befindet sich jedoch im Brasilianischen Dschungel zu einem Praktikum in einer Klinik. Dieses „Praktikum“ ist, wie sich herausstellt, eher Mittel zum Zweck: junge Menschen anzulocken. Was mit ihnen dort passiert, ist ungeheuerlich. Je weiter Raven sich in seinen Nachforschungen vortastet, umso mehr gerät er selbst in Lebensgefahr.
Die Handlung dieses Thrillers ist in zwei Zeitebenen unterteilt: Die „Gegenwart“ 2024, in der Raven ermittelt, und die Vergangenheit 2023, die aus Mirjas Perspektive geschildert wird. Je weiter die Handlung voranschreitet, desto näher kommen sich die beiden Zeitebenen, bis sie aufeinandertreffen. Außerdem gibt es noch weitere Erzählstränge, wie z.B. den von einer älteren Dame, Eleonore, welche mit der an Alzheimer erkrankten Hilde (s.o.) befreundet ist und ebenfalls unter Gedächtnisaussetzern leidet.
Das mag in Kombination mit der Dicke des Buches zunächst abschreckend wirken, aber Thomas Franke hat so unsagbar fesselnd geschrieben, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Kapitel enden meist mit einem Cliffhanger, so dass man unbedingt wissen will, wie es weiter geht. Das Grauen wird nur Stück für Stück preisgegeben und zeigt erst zum Ende hin sein schreckliches Ausmaß. Ich hatte oft Gänsehaut und wie bei einem Krimi rätselt und mutmaßt man zugleich mit.
Mal unterschwellig, mal sehr deutlich (durch Eleonore) wird der Glaube an Gott zur Sprache gebracht. Unwillkürlich macht man sich Gedanken, inwieweit medizinischer Fortschritt noch ok ist und ab wann es unter „Gott spielen“ fällt. Ist der Wunsch nach ewigem Leben medizinisch durchführbar? Und welche Rolle spielt das Gehirn dabei? Der Gedanke Eleonores, den ich oben angeführt habe, hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, da ich selbst miterleben musste, wie es ist, wenn das Gehirn den Menschen im Stich lässt.
Mehr möchte ich nicht verraten! Das Ende ist sehr rasant, actiongeladen und lässt auf eine Fortsetzung hoffen – auch wenn keine Wünsche offen blieben. Ganz großes Kino!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.