Am Ende einer langen Straße mitten im ländlichen Kansas liegt einsam und verlassen das Finch House. Es ist berüchtigt, schließlich ereilte jeden seiner Bewohner einst ein grausames Schicksal. Könnte es eine bessere Kulisse geben, um die vier erfolgreichsten Horrorautoren der USA zu einem Interview zusammenzubringen und das ganze live im Internet zu streamen? Was als harmloser Publicity-Spaß beginnt, entwickelt sich schnell zum Albtraum für alle Beteiligten. Denn es kommen nicht nur die dunkelsten Geheimnisse der vier Schriftsteller ans Tageslicht, auch das Finch House selbst hütet ein dunkles Geheimnis. Aber anders als die vier Autoren möchte es dieses nicht für sich behalten. Und schon bald gibt es den ersten Todesfall ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
NiWa
5/5
11.05.2020
eBook (ePUB)
Gruselig-schöne Lesezeit
Vier Horror-Autoren - jeder Stellvertreter eines eigenen Erzählstils - werden von Wainwright zum Interview geladen. Er betreibt ein Online-Magazin, das sich dem Horror verschrieben hat. Die perfekte Kulisse hierfür, scheint ihm das Finch House zu sein, das in Leben und Literatur einen berüchtigt-gruseligen Ruf hat.
Scott Thomas hat den Horror sicherlich nicht neu erfunden, aber mit "Kill Creek" hat er der üblichen Haunted-House-Story kräftig Leben eingehaucht.
Es beginnt damit, dass die Figuren allesamt selbst Vertreter des Genres sind. Sam, T.C., Daniel und Sebastian gelten als Meister ihrer Zunft, wenn auch jeder seinem eigenen Stil nachgeht. T.C. ist die abstoßend-sexy Splatterqueen, Daniels Jugendhorror kommt nicht ohne das Gute aus, Sebastian ist die unangefochtene Nummer Eins, weil er schon erfolgreich schrieb als die anderen in Windeln lagen, und Sam bedient sich einer Mischung, die blutige Elemente mit subtilem Horror vereint.
Wie genial ist das denn! Vier Horror-Autoren als Protagonisten in einer Haunted-House-Story - das ist meiner Ansicht nach zwar naheliegend, doch in ihrer Einfachheit muss man auf diese Idee erst kommen. Schon allein deshalb, hat sich Scott Thomas meine Anerkennung verdient.
Ein Interview mit diesen vier Autoren ist gar nicht einfach einzufädeln, daher werden sie zuerst einmal im Detail vorgestellt. Hier kristallisiert sich Sam als Protagonist heraus. Zwar nimmt man beim Lesen die Perspektiven fast aller Figuren ein, doch sein Part drängt sich deutlich in den Vordergrund.
Und natürlich müssen bei einem Live-Interview in der Online-Welt der Ort sowie die Zeit passen. Wainwright hat sich für das Finch House entschieden, weil es schon Jahre lang als Gruselhaus gilt. Das leerstehende Gemäuer wird rasch bezogen, damit pünktlich an Halloween das Interview starten kann.
Die Ereignisse im Finch House sind eher ruhig, obwohl gerade diese Ruhe bei mir für gnadenlose Gruselmomente steht. Immerhin wissen alle Beteiligten, dass mit dem Haus etwas nicht stimmt. Es hat eine schaurige Vergangenheit, und die lässt die Fantasie spielen. Obwohl es bis dahin nicht sonderlich beunruhigend ist, hat's mir ab Übertreten der Türschwelle die Nackenhaare aufgestellt, weil es in seiner Subtilität schon sehr schaurig ist.
Mit dem Interview im Haus ist es nicht getan, und der eigentliche Horror fängt erst nachher an. Es gibt zum Beispiel ein Quietschen, das mich halb wahnsinnig machte. Allein bei der Erwähnung kam mir die Angst aus allen Poren, und mein Herzschlag hat an Tempo zugelegt.
Die Geschichte lässt kaum ein Element des Genres aus, daher wird zum Ende hin auch kräftig mit Blut gespritzt. Zugegeben, das war dann nicht mehr ganz mein Fall, hat für mich die Story aber zu einem großartigen Abschluss gebracht, wie man ihn gerne liest.
Insgesamt fand ich die Atmosphäre schon sehr, sehr gruselig. Es kommt meiner Meinung nach nicht darauf an, was der Autor erzählt, sondern was er dem Leser überlässt - und Scott Thomas hat bei mir viele Horror-Fantasien bis zum Zerreissen bedient.
Damit ist „Kill Creek“ die beste Haunted-House-Story, die ich jemals gelesen habe. Das Haus hat eine schaurige Vergangenheit, das Ambiente ist gruselig, die Figuren sind kreativ ausgefeilt - und der Horror steht unbestritten im Mittelpunkt.
Wer subtilen Horror mag, ein bisschen Blut aushält und Freund klassischer Haunted-House-Stories ist, wird im Finch House gruselig-schöne Stunden verleben - die mit Gänsehaut gesegnet sind.
Bewertung
aus Leingarten
4/5
07.10.2019
eBook (ePUB)
Das Böse will nur spielen ...
... ja, das Böse will nur spielen. Und zwar mit dem Leser dieses Buches :)
Am Anfang tat ich mir etwas schwer, da es meiner Meinung nach etwas gezogen hat. Danach hat es aber richtig Fahrt aufgenommen und war bis zur letzten Seite unglaublich spannend und gruselig, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Vor allem hat mir auch gut gefallen, das man sich wirklich in jede Figur hineinversetzen konnte.
Es fällt mir oft schwer nachts zu schlafen, also lese ich. Wenn man schwache Nerven hat, ist dieses Buch zum nachts lesen definitiv nicht geeignet.
Vorher war ich kein großer Fan von Horror aber dieses Buch hat meine Meinung geändert. Ich würde es auf alle Fälle empfehlen.
Auch sollte man sich diesen Autor gut merken.
Bewertung
3/5
21.12.2024
eBook (ePUB)
Klassischer (langatmiger) Spuk mit Plottwist
Die Grundidee von diesem Buch ist nichts Neues, aber das muss nie etwas heißen. Das Buch startet mit der Einführung einiger Charatere und dem Haus. Die Beschreibung der einzigen weiblichen Figur ist schon ziemlich grenzwertig: Das Klischee der toughen, bitchigen Frau mit Undercut, die nackt an ihren Romanen schreibt und Sport treibt und nonstop unhöflich ist, wird zu 120% übererfüllt. Und so ist sie natürlich drauf, weil Trauma und anders kann eine Frau ja auch nicht für sich selbst einstehen...
Das Buch hat so einiges an Länge, von der ich ehrlicher Weise auch die Hälfte schon wieder vergessen habe, aber das Ende war dann doch schon irgendwie ganz cool.
Bewertung
3/5
01.08.2020
eBook (ePUB)
Das Böse nennt es sein Zuhause.
Vier Horrorschriftsteller übernachten in einem Geisterhaus und warten darauf, dass etwas passiert! Zwar enttäuscht die Handlung von der Grundidee nicht wirklich, allerdings hapert es doch arg in der Umsetzung. Eine eher oberflächliche Abhandlung der Ereignisse erwartet den Leser nach den ersten zweihundert Seiten, da die eindimensionalen Charaktere eher weniger zum Tiefgang der Geschichte beitragen. Gute, wenn auch kurzweilige Unterhaltung!
Bewertung
5/5
21.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Was passiert, wenn aus einem Spiel...
Was passiert, wenn aus einem Spiel blutiger Ernst wird?!
Lassen Sie sich von dieser Horror-Version einer klassischen Krimi-Idee das Blut in den Adern gefrieren!
Eine moderne Horrorstory für jeden der gerne Gänsehaut spürt.
4 Autoren die an Halloween eine Nacht in einem alten, düsteren Haus verbringen sollen um Interviews für ihre Fans zu geben.
Jeder der 4 spürt das etwas in der Luft liegt bis das unfassbare geschieht.
Leseempfehlung!
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