Das europäische System des 22. Jahrhunderts hat sich Toleranz und Freiheit auf die Flagge geschrieben. Doch stattdessen herrschen Unterdrückung und Armut. Die Bevölkerung seufzt unter der eisernen Faust des Diktators Demokrit Magellan. Anna Tanner, einstige Studentin des Systems, wagt aus dem Exil im Norden den Versuch, nach Mitteleuropa zurückzukehren. Dort steht sie auf der Todesliste des Regimes, weil sie sich öffentlich gegen den Diktator starkgemacht hat. Als finnische Spionin lässt sie sich in der Grenzstadt nieder, um - gemeinsam mit ihren Freunden - Aufständischen zur Flucht zu verhelfen. Anna wird hautnah mit der Not der Menschen konfrontiert. Wie kann sie ihnen Hoffnung geben?
Derweil formiert sich der Widerstand, im Untergrund brodelt es. Die undurchsichtige Organisation der "Schwarzen Rächer" buhlt um Annas Aufmerksamkeit. Sie soll als Volksheldin die Rebellen zum Sieg gegen Demokrit Magellan anführen. Doch wem kann Anna trauen? Adonis, ihre erste große Liebe, verfolgt seine eigenen dunklen Ziele. Und die Macht an sich ist ein trügerischer Freund.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
LEXI
5/5
09.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Anna Tanner, die Tochter des Rebellenkönigs, ist zurück
„Ich heiße Anna Tanner. Ich erhebe meine Stimme für die Freiheit und für die Demokratie. Ich lasse mir nicht den Boden unter den Füßen wegziehen. Ich glaube immer noch an das Leben, und ich glaube an die Liebe.“
Die gesuchte Rebellin und Volksheldin Anna Tanner hat einen Weg gefunden, unerkannt in den hermetisch abgeriegelten Teilstaat Mitteleuropa zurückzukehren, um Fluchtwillige aus dem Land zu schleusen. In Mitteleuropa gibt es keinen Respekt vor Menschenleben und keinen Platz für Schwäche, Angst bestimmt das Leben und Denken der Bevölkerung. Der menschenverachtende Despot Demokrit Magellan herrscht mit eiserner Hand, doch es werden immer mehr Stimmen laut, die ein Ende dieses Regimes fordern. Die gefährlichsten Aktivisten sind die sogenannten „Schwarzen Rächer“, eine aus gewaltbereiten finsteren Gestalten bestehende Gruppe, die sich als Volksbefreier präsentiert, dabei aber Schrecken verbreitet. Als die Situation im Land sich zuspitzt, bedarf es nur noch einer kleinen Ermutigung, um die einzelnen Untergrundorganisationen zu einen. Anna, die Tochter des legendären Rebellenkönigs Reinhold Tanner, scheint aufgrund ihrer Beliebtheit beim Volk die perfekte Kandidatin für diese Aufgabe zu sein. Doch selbst die kleinste Kritik gegen das Regime bedeutet in Mitteleuropa das Todesurteil. Ein halsbrecherisches Abenteuer beginnt, das sämtliche Beteiligten in Lebensgefahr bringt.
Lydia Schwarz hat mit ihrem dritten Roman „Heldendämmerung“ einen fantastischen Abschluss ihrer „Kreuzträgerin-Trilogie“ geschaffen. In diesem aufregenden finalen Band trifft man auf wohlbekannte Gesichter aus den Vorgängerbüchern, unter anderem auch Mitglieder der Christengruppe aus Annas Heimatstadt wie beispielsweise Norbert, Eunice und Giséle. Das Geschwisterpaar David und Stephanie Beyeler, Levin Morton Stanley sowie Annas Halbschwester Antonia begleiten die zweiundzwanzigjährige Protagonistin das gesamte Buch hindurch. Adonis Magellan versteht es wie so oft, sich geschickt zu tarnen und völlig unverhofft aufzutauchen. Als ihre erste große Liebe bringt der attraktive Mann mit den honigfarbenen Augen Annas Gefühlsleben erneut in Aufruhr. Es hat zudem den Anschein, dass der von Hass und Rachegelüsten zerfressene Ziehsohn des Diktators Demokrit Magellan nicht mit offenen Karten spielt. Ob er tatsächlich auf der Seite des Volkes steht, wie er nur allzu gerne betont? Lydia Schwarz zeichnet ein bedrohliches Bild einer vollständig reglementierten Gesellschaft, die ein fremdbestimmtes Leben führt, wo ausnahmslos perfekte Menschen geduldet sind, die lückenlos überwacht werden.
Die Autorin verlieh ihren handelnden Figuren allergrößte Authentizität und hat sie allesamt hervorragend charakterisiert. Lydia Schwarz präsentiert in diesem aufregenden Finale einige neue, hoch interessante Nebenfiguren. Der düster wirkende Chemondrio Damokles Pergamon, oder aber die regimetreue und gefährliche Humanita Perfecta namens Karneola Pankreas mit ihrer Assistentin Ignatia Orbis waren Beispiele dafür. Neben der tapferen, aber auch mitfühlenden und warmherzigen Anna galt meine größte Sympathie Kephas. Der Mann, dessen erste Begegnung mit Anna das Leben der jungen Apollinerin von Grund auf veränderte, wird als tief gläubiger Krieger des Lichts dargestellt. Ich habe ihn aufgrund seiner warmherzigen und liebevollen Art auf der Stelle ins Herz geschlossen. „Kephas hatte, wo immer er war, jedes einzelne Menschenleben berührt, durch seine sanfte Art, ein mitfühlendes Wort oder eine einfache Tat der Liebe. Sein Leben auf dieser Erde hat tiefgreifende Spuren hinterlassen.“
„Die Kreuzträgerin – Heldendämmerung“ ist ein faszinierendes, hoch spannendes, und rasantes Buch mit eindrucksvollen Protagonisten und ansprechendem Schreibstil, das mir ausgezeichnet gefallen hat. Es wartet mit vielen Spannungselementen und einem hohen Unterhaltungswert auf und beinhaltet eine sehr ernste Thematik. Mein einziger Kritikpunkt ist die für meinen Geschmack viel zu kleine Schriftgröße mit zu engen Zeilenabständen, ein Umstand, der mein Lesevergnügen ein klein wenig beeinträchtigte.
Ich vergebe dennoch nur allzu gerne fünf Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung für dieses Buch, bin jedoch der Meinung, dass eine Lektüre der beiden Vorgängerromane für das bessere Verständnis der Handlung sowie der Vergangenheit der Charaktere unabdingbar ist.
dorli
aus Berlin
5/5
02.12.2018
Buch (Taschenbuch)
Die Kreuzträgerin: Heldendämmerung
Europa im 22. Jahrhundert. Diktator Demokrit Magellan herrscht nach wie vor mit harter Hand in Mitteleuropa. Anna Tanner kehrt undercover als Agentin Talvi Korhonen aus dem finnischen Exil zurück in ihre alte Heimat, um gemeinsam mit ihren Freunden Fluchtwillige aus dem Land schleusen. Doch schon auf dem Weg zu ihrem als Tarnung dienenden Arbeitsplatz in einem Krankenhaus laufen die Dinge nicht wie geplant – nicht nur, dass Adonis Magellan, der Koordinator der Gruppe, sie urplötzlich im Stich lässt, um seine eigenen Pläne voranzutreiben, Anna wird auch aufgrund des großen Gewimmels am Bahnhof von ihren Mitstreitern getrennt und muss sich zunächst einmal allein durchschlagen…
„Die Kreuzträgerin: Heldendämmerung“ ist der dritte und abschließende Band von Lydia Schwarz’ dystopischer Roman-Trilogie rund um die Studentin und Widerstandskämpferin Anna Tanner. Auch wenn Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden für das Verständnis dieser Geschichte nicht unbedingt nötig sind, halte ich es für sinnvoll, die Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da das Wissen über die vorherigen Ereignisse den Lesegenuss dieser spannenden, futuristischen Geschichte noch erhöht.
Lydia Schwarz hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, den Leser in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder gefesselt von Annas Erlebnissen und habe gespannt das Geschehen verfolgt. Die Autorin erzählt sehr anschaulich, so dass ich mir nicht nur die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte, ich konnte auch prima mit den Akteuren mitfiebern.
Anna ist eine junge Frau, die den Mut hat, sich gegen ein totalitäres Regime zu stellen und sich trotz angedrohter Strafmaßnahmen für die Schwachen und Unterdrückten einzusetzen. Ihr mittlerweile gefestigter christlicher Glaube hilft ihr immer wieder dabei, auch scheinbar ausweglose Situationen zu meistern.
Lydia Schwarz gelingt es ausgesprochen gut, dem Leser die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten zu vermitteln. Man wird mitgerissen von den vielen emotionalen Höhen und Tiefen und lebt und leidet Seite um Seite mit Anna und ihren Freunden mit. Zahlreiche Überraschungen und Wendungen sorgen dafür, dass die Spannung in diesem düsteren und doch so realitätsnahen Zukunftsszenario auf einem hohen Niveau bleibt und die Sogwirkung bis zur letzten Seite nicht abreißt.
„Die Kreuzträgerin: Heldendämmerung“ hat mich durchweg begeistert – absolute Leseempfehlung für alle, die spannende Geschichten mit Tiefgang mögen.
Ulrike Werner
aus Nettersheim
5/5
23.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Die Kreuzträgerin - Heldendämmerung
Zum Inhalt:
Anna kommt, getarnt als Talvi Kornhonen, mit ihren Freunden aus der Widerstandsgruppe von Finnland aus mit dem Zug zurück nach Europa. Doch am Tag ihrer Ankunft, dem Karnevalsfest der Dionysier, wird Anna von ihren Teammitgliedern getrennt. Kurz zuvor hatte sich bereits Adonis von Ihnen verabschiedet, da er lieber seine eigenen Ziele verfolgen möchte.
Anna irrt verloren durch die Stadt. Die sieht die Armut und Schrecken mit denen die Menschen hier mehr schlecht als recht zu überleben versuchen. Siebekommt hautnah mit, wie Christen für ihren Glauben hingerichtet werden und sie trifft sogar auf alte Freunde, von deren Tod sie schon fast überzeugt war.
Mit ihren Teammitgliedern zusammen versuchen sie einen Weg zu finden, die Aufständischen und Unterdrückten aus der Grenzstadt hinaus zu schaffen. Dabei ist es gar nicht so leicht die Tarnung immer aufrecht zu halten. Besonders nicht, als sie plötzlich anderen Widerständlern begegnet, die ihre Tarnung zu ihren Gunsten nutzen wollen.
Fazit:
Ein wirklich sehr spannender, actiongeladener dritter Teil, der aber auch sehr nachdenklich und emotional daherkommt. Anna wächst wirklich ebenso wie die restlichen Teammitglieder mit ihren Aufgaben. Sie lernt aus ihren Fehlern und ihre größte und beste Eigenschaft, sie hört nie auf, auf Jesus zu vertrauen. Auch wenn ich mich stellenweise etwas schwerer mit diesem dritten, finalen Teil der Trilogie, um die Christenverfolgung in der Zukunft, getan habe muss ich mir doch eingestehen, dass er mir sehr gut gefallen hat und mich auch sehr nachdenklich zurückgelassen hat. Das schlimme an dieser Dystopie ist, dass man sich in der momentan doch sehr unruhigen Zeit eine solche Zukunft wirklich vorstellen kann.
Insgesamt besehen also eine wirklich schöne Trilogie, die sich durchaus auch mit Büchern á la Panem messen kann.
Bewertung
aus Glauchau
5/5
15.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Spannender Abschluss
„...Du bist keine Apollinerin mehr. Du bist Christin. Gott beurteilt die Menschen nicht nach ihrem Äußeren. Jedes Individuum ist einzigartig und kostbar in seinen Augen...“
Anna und ihre Freunde kehren aus Finnland nach Mitteleuropa zurück. Sie sollen Menschen bei ihrer Flucht aus dem Land des Diktators helfen. Doch der Tag der Rückreise ist unglücklich gewählt. An dem Tag findet das Karnevalsfest der Dionysier statt.Das bedeutet laute Feiern und viel Alkohol. Anna wird von der Gruppe getrennt und ist plötzlich auf sich allein gestellt.
Die Autorin hat erneut einen spannenden Roman geschrieben. Es ist der dritte und letzte Teil um Anna und ihre Freunde.
Normalerweise sollte Adonis Magellan das Unternehmen organisieren. Der aber hat sich nach Ankunft des Zuge abgesetzt.
Anna und ihre Freunde sollen als ausländische Gäste im Krankenhaus arbeiten. Dort erwartet sie eine Überraschung. Außerdem erfahren sie, dass sich eine neue Untergrundbewegung entwickelt hat, die auf Gewalt setzt.
Der Schriftstil lässt sich gut lesen.
Der Zwiespalt der Protagonisten wird gekonnt herausgearbeitet. Einerseits muss Anna ihre Identität geheim halten, andererseits trifft sie alte Freunde und Bekannte aus dem Kreis der Christen, denen sie sich gern offenbaren würde. Außerdem steht sie vor einer schwierigen persönlichen Entscheidung. Sie muss sich zwischen zwei Männern entscheiden. Auf der einen Seite steht der verlässliche Kephas, auf der anderen Adonis, dessen Verhalten häufig nicht zu durchschauen ist.
Neben Zeiten von Stress und Anspannung flicht die Autorin geschickt Ruhemomente in das Geschehen ein. Ein kurzes Zusammensein am Lagerfeuer, die Freude eines Kindes und eine Hochzeit jenseits der Grenze gehören dazu.
Das harte Leben in Lande des Diktators wird vor allem an Einzelschicksalen deutlich. In diesem Teil gibt es auch eine ausführliche Erläuterung zu Adonis` Vergangenheit und seinen Weg zum Ziehsohn des Diktators.
Im gefährlichen Alltag wird immer wieder der christliche Glaube thematisiert. Kephas` Erläuterung der Taufe und seine tiefgehenden Gespräche mit Anna gehören zu den stilistischen Höhepunkten. Folgendes Zitat ist dem entnommen:
„...Was nützt es den Leuten hier, wenn wir für ihre äußere Freiheit kämpfen, und sie bleiben innerlich in ihrem seelischen Gefängnis sitzen? […] Jesus ist der Schlüssel aus unserer Misere...“
Dabei wird auch der Unterschied zwischen den Vorgehen von Anna und ihrer Gruppe und den Rebellen deutlich. Anna und ihren Freunden geht es um die Menschen, den Rebellen um die Macht, am besten sofort und gleich. Dafür gehen sie über Leichen, selbst die der eigenen Verbündeten.
Mir hat gefallen, wie treffend die Autorin die emotionalen Befindlichkeiten der Protagonisten in Worte fassen kann. Auch dafür möchte ich ein Beispiel zitieren:
„...Sein Gesichtsausdruck machte mir Angst. Er sah aus wie jemand, der den Glauben an sich selbst und alle Hoffnung verloren hatte...“
Gewalt und Hass trifft auf Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Trilogie wird konsequent zu Ende geführt. Doch selbst der Neuanfang hat seine Schattenseiten. Das wiederum fand ich sehr realistisch.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin hat eine fesselnde Handlung kreiert und gezeigt, dass Glauben nicht ohne innere Kämpfe funktioniert, aber selbst in dunklen Zeiten trägt.
Bewertung
aus Aldenhoven
5/5
10.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Spannung und Tiefgang
Anna Tanner kehrt im dritten Teil der Kreuzträgerin-Trilogie mit ihren Freunden aus dem Exil nach Mitteleuropa zurück.
Bei Entdeckung droht ihr der Tod und sie weiß nicht wem sie ,beim Versuch verfolgte Christen zu retten ,vertrauen kann.
Aber sie möchte helfen und über ihren Glauben reden.
Verschiedene Gruppierungen lehnen sich auch sehr unterschiedlichen Gründen gegen die Diktatur auf. Sind diese am Ende zu vereinen oder sind die Unterschiede zu groß?
In dieser düsteren Zukunftsvision werden Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt und getötet. Die MEnschen haben sich dem totalitären Regim einzelner Machtmenschen unterzuordnen.
Die Zweiteilung der GEsellschaft wird sehr realitätsnah und glaubwürdig ausgearbeitet.
Die Handlung ist sehr spannend aufgebaut und der Schreibstil fesselt den Leser von Anfang an .
Überraschende Wendungen und fazinierende Charakterdarstellungen lassen den LEser nicht so schnell los.
Der christlische Glaube der Hauptpersonen , die sich im Laufe der drei Romane immer mehr verfestigt und verbreitet, wird mit viel Tiefgang und in sehr emotionalen Dialogen in die Handlung eingearbeitet. Annas Bedürfnis anderen zu helfen und ihren Glauben zu leben wird überzeugend dargestellt.
Einige Szenen haben mich tief bewegt und das Ende hat mich absolut überzeugt. Ich fand es gut, das es zum Schluß noch einen kurzen Ausblick auf die Zukunft gibt, die dem LEser noch Spielraum für eigenen Gedanken läßt.
Ein toller Dreiteiler und eine Dystophie , die den christlichen Aspekt gekonnt einbezieht.
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