Matthew ist ein einfacher Angestellter, der versucht, die Familie über Wasser zu halten. Sein Leben ändert sich schlagartig, als ein Unbekannter namens Hell ihn zwingt, seinen Vorgesetzten zu töten. Dabei bleibt es nicht - Hell verlangt von dem Familienvater, für ihn zu arbeiten. Matthew bewegt sich bei seinen Aufträgen immer am Rande der Legalität und seine Familie droht, daran zu zerbrechen... Bis er schließlich ins Gefängnis wandert. Als einer der Insassen, die zu Kandidaten für die sadistische Fernsehshow ,Defeat your Enemy' herangezogen werden, muss er nicht mehr nur um seine Freiheit und Familie kämpfen, sondern auch um sein Leben.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Schallodenbach
4/5
05.01.2019
eBook (ePUB)
Tanja Christmann (TC´s gemütliche Leseecke)
Zum Inhalt mit meinen Worten:
Drei Menschen, drei Schicksale und doch sind alle drei auf eine gewisse Art und Weise miteinander verbunden. Eine Gameshow die Menschen öffentlich hinrichtet.
Als Matthew morgens das Büro seines Vorgsetzten betritt, ahnt er nicht, dass mit dem öffnen der Tür sein komplettes Leben auf den Kopf gestellt wird. Doch nicht nur das, er muss um sein Leben kämpfen. Doch kann er diesen Kampf gewinnen?
Meine persönliche Lesemeinung:
Aufgrund des Klappentextes und des Titels habe ich etwas ganz anderes erwartet. Doch das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn ich anfangs verwirrt war, da drei Personen vorkamen und plötzlich nur noch eine dieser. Aber eben diese beiden tauchen im weiteren Buch dann wieder auf. Der Schreibstil ist toll, hat mich dazu eingeladen, das Buch immer weiter lesen zu wollen.
Trotzdem muss ich sagen, dass mir die Gameshow, die mir ja unter dem Titel versprochen wurde, viel zu kurz gekommen ist. Die hätte in meinen Augen doch mehr vom Buchinhalt einnehmen dürfen.
Ansonsten fand ich diese Art der Zukunftsvision wirklich gelungen. Ich konnte mir auch bildlich das „Loch“ vorstellen, in dem die Anwohner leben. Oder auch die Philosopie der Unternehmen. Konnte ich wirklich sehr gut nachvollziehen.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Für mich hat es 4 Sterne verdient.
Mein liebstes Zitat aus dem Buch:
„Wenn man das Gefühl hat, dass einem alles genommen wurde, verliert man das Gespühr für das, was man noch alles hat.“
Bewertung
aus Münchweiler
5/5
04.08.2017
Buch (Taschenbuch)
Nichts für schwache Nerven und spannend bis zum Schluss
Autor Mike Chick entführt den Leser ins Jahr 2030 und erzählt die Geschichte von Matthew. Matthew hat eine Familie und ist ein einfacher Angestellter. Sein Leben ändert sich allerdings Schlagartig als ein Unbekannter namens Hell, Matthew zwingt seinen Boss zu töten. Von da an muss Matthew für Hell arbeiten und lebt jetzt etwas besser als vorher. Allerdings sind die Aufträge, die Hell für Matthew bereit hält am Rande der Legalität. Dies führt dazu, dass seine Familie langsam zu zerbrechen droht. Als er dann auch noch im Gefängnis landet muss er auch noch in der Show "Defeat your Enemy" um sein Überleben kämpfen.
Die Story ist hochgradig spannend und auch ziemlich brutal. Also nicht unbedingt für zarte Gemüter geeignet. Die Charaktere wirken alle glaubwürdig und Mike Chick versteht es mit seinem Schreibstil eine wirklich düstere und brutale Welt zu beschreiben. Ich war auch öfter überrascht über die plötzlichen Wendungen in der Geschichte. Mit vielem hätte ich in der Form gar nicht gerechnet und das hat mir sehr gut gefallen. Für alle die gerne spannende Geschichten lesen ist "Die Gameshow" ein guter Tipp.
Mikka Liest
aus Hilter am Teutoburger Wald
3/5
22.02.2018
Buch (Taschenbuch)
Spannende Dystopie mit ein paar Schwächen
| HANDLUNG |
Wir schreiben das Jahr 2030, und Deutschland hat sich grundlegend verändert. Nicht nur die Arbeitsgesetze sind inzwischen ein Witz the Right to Work bedeutet zynischerweise, dass einem Angestellten jederzeit gekündigt werden darf , die Grundrechte wurden deutlich beschnitten und die Todesstrafe in Form einer so sadistischen wie populären Gameshow eingeführt. In Defeat your Enemy können Kandidaten 50.000 Euro gewinnen, indem sie einen Schwerverbrecher hinrichten denn etwas anderes als eine Hinrichtung ist es nicht, der Enemy" hat nicht die geringste Chance. Das schreckt ab und dient als Ventil für das unzufriedene Volk.
Dennoch ist Matthew mit seiner Familie von den USA nach Deutschland ausgewandert, um hier ein besseres Leben anzufangen. (Man kann erahnen, dass es in den USA auch nicht besser aussieht ) Als kleiner Angestellter hält er sich und seine Familie mehr schlecht als recht über Wasser, bis er eines Tages in etwas hineinplatzt, das er nicht hätte sehen dürfen. Gezwungen, selber Schuld auf sich zu laden, steht er danach unter der Kontrolle des eiskalten Hell, der ihn zunächst nur zu Botengängen zweifelhafter Art zwingt zunächst. Bevor sich Matthew versieht, gerät er in etwas hinein, das ihn als Enemy klassifizieren könnte
| MEINE MEINUNG |
Menschenverachtende Gameshows haben im Genre Dystopie Tradition, sei es Stephen Kings "Menschenjagd" aus dem Jahr 1982 oder Suzanne Collins' "Die Tribute von Panem" aus dem Jahr 2008. Auch Mike Chick packt die beiden "S" in seine Version der Zukunft Schockfaktor und Sozialkritik , schreckt dabei vor brutalsten Szenen nicht zurück und zeichnet das Bild einer Gesellschaft, die so erschreckend ist, weil sie nicht gänzlich unmöglich klingt.
Hat mich die Umsetzung der Grundidee also überzeugt? Jein.
In meinen Augen bringt das Buch nur wenig Neues in dieses bewährte Thema, und es ist von Anfang an klar, wohin Matthews Reise ihn letztendlich führen wird.
Dennoch liest sich die Geschichte sehr spannend, keine Frage! Man weiß nicht, wie dieser eher naive Familienvater das alles lebend überstehen soll oder wie es mit der verrohten Gesellschaft weitergehen wird. Für meinen Geschmack gab es jedoch zuviel sadistische Gewalt um der Gewalt willen und zu wenig Hintergrundgeschichte, die dem mehr Bedeutung gegeben hätte. Ich hätte zum Beispiel gerne mehr darüber erfahren, wie sich ein demokratisches Land so entwickeln konnte, dass es keinerlei Konsequenzen hat, wenn ein Gefängniswärter das Gefängnis als seine persönliche Folterkammer betrachtet. Die vorhandenen Erklärungen blieben mir zu sehr an der Oberfläche.
Die Charaktere wirkten auf mich sehr unterschiedlich:
Matthew selber war mir sympathisch und ich habe mit ihm mitgefiebert und mitgelitten, weil er wirklich versucht, ein guter Mensch zu bleiben, dem skrupellosen "Hell" aber auf Gedeih und Verderb ausgeliefert ist, wenn er seine Familie schützen will. Ich fand auch seine Entwicklung glaubhaft, denn so ganz spurlos geht sein neues Leben an ihm nicht vorbei. Er beginnt, Dinge zu rechtfertigen, die er vor kurzem noch unentschuldbar gefunden hätte...
Später im Buch lernt er Thomas kennen, einen komplexen, glaubwürdigen Charakter, der sich schnell zu meinem Liebling entwickelte.
Die bösen Charaktere waren mir allerdings zum Teil zu einseitig böse, besonders der eben erwähnte Gefängniswärter, der nur aus Hass, Wut und Sadismus zu bestehen scheint. Es gibt zwar Andeutungen, warum er so ist, dennoch fand ich ihn zu eindimensional. Andererseits ist er ein Charakter, dem nichts zu grausam ist und der dadurch die Spannung hochtreibt; und als Leser kann man gar nicht anders, als ihn zu hassen.
Der Schreibstil trug viel dazu bei, dass ich das Buch trotz meiner Kritikpunkte gerne gelesen habe: Mike Chick findet wirklich originelle Bilder, schreibt sehr lebendig und baut gekonnt Atmosphäre auf ich war sehr angetan von seinem Stil!
Für meinen Geschmack endet das Buch zu früh, an einem Punkt, wo es gerade interessant wird, weil Bewegung kommt in die öffentliche Meinung. Sowieso geht am Ende alles sehr schnell, sobald die Geschichte über das hinausgeht, was schon im Klappentext steht, und nicht alles fand ich vollkommen glaubhaft.
Das Buch wird sowohl bei Amazon als auch auf der Webseite des Verlages ab 12 Jahren empfohlen, was ich wirklich nicht unterschreiben kann.
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