Die junge Mel ist im Drogeriemarkt mit der Auswahl eines Lippenstiftes beschäftigt, als ihr kleiner Sohn Luca verschwindet. Hat ihn die merkwürdige Frau vor dem Schaufenster, die Lucas Bruder einen Lolli schenkte, aus dem Kinderwagen genommen? Warum ließ Mel ihr Baby an einem eisigen Januartag im Wagen draußen vor dem Laden stehen? Oder hatte sie Luca gar nicht dabei? Ein heikler Fall für Kommissar Klinkhammer, denn er kennt die Familie gut und weiß, dass es in Mels Ehe nicht zum Besten steht. Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen Lucas Verschwinden und den Problemen der Eltern? Eine Familientragödie nimmt ihren Lauf. Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Luca überlebt.
Kundinnen und Kunden meinen
3.6/5.0
Bewertung
aus Am Großen Bruch
5/5
02.09.2020
eBook (ePUB)
Absolut lesenswert !
Überraschende Wendungen ließen mich das Buch nicht aus der Hand legen.Flüssig geschrieben.
Viel Spannung bis zum unerwarteten Ende.Unbedingt lesen !
Bewertung
5/5
28.09.2019
Buch (Taschenbuch)
Interessant, aber etwas langatmig
Bei " Als Luca verschwand" von Petra Hammesfahr handelt es sich um einen Roman.
Als ihr kleiner Sohn Luca verschwindet, ist die junge Mel gerade in einem Drogeriemarkt. Vor dem Schaufenster steht eine merkwürdige Frau. Hat sie Luca aus dem Kinderwagen genommen? Warum ließ Mel ihren Sohn im Wagen draußen vor dem Laden stehen, an einem eisigen Januartag? Oder war Luca gar nicht im Wagen? Für Kommissar Klinkhammer ist dies ein heikler Fall, denn er kennt die Familie gut und weiß dass es um Mels Ehe nicht gerade gut aussieht. Eine Familientragödie nimmt ihren Lauf und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher , dass Luca lebt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen. Dieser Roman lässt sich flüssig lesen.
Sehr viele facettenreiche Protagonisten und Zeitsprünge ( heute, früher) kommen vor. Damit hatte ich am Anfang etwas Probleme, bis ich alles zuordnen konnte, aber nach und nach ging es besser. Da sehr viele Verwandte von Mel befragt werden, empfehle ich hier eine Personenliste anzufertigen ( so habe ich es gemacht- da sich die Geschichte dann einfacher lesen lässt).
Die teilweise etwas zu lange ausgeführten Szenen, fand ich nicht so toll. Sie haben die Spannung sehr gestört und für den Verlauf der Geschichte, sind sie nicht relevant.
Durch die vielen Wendungen und Irrwege, bleibt die Spannung sehr weit oben. Von Seite zu Seite steigt sie mehr, außer durch o.g. Punkt. Ich konnte immer wieder miträtseln, wer der Täter ist und warum. Bis zum Schluß lag ich mit meinen Vermutungen falsch - das Ende hat mich sehr überrascht - super.
Die Protagonisten werden sehr authentisch und tief beschrieben. Ihre Entwicklungen im Laufe der Geschichte haben mir sehr gefallen und auch die Ermittlungsschritte der Polizei. Diese sind nachvollziehbar und plausibel.
Ich empfehle dieses Buch weiter.
Elke21
aus Neuburg
5/5
20.09.2019
Buch (Taschenbuch)
Überraschende Wendung
Die junge Mel geht in eine Drogerie und lässt ihr Baby im Kinderwagen vor der Tür stehen. Als sie zurückkehrt ist Luca verschwunden. Eine Lösegeldforderung geht ein und die Polizei ermittelt. Dann verschwindet auch noch die Oma von Luca.
Spannende Unterhaltung, die einen immer wieder auf falsche Fährten lockt und dann ratlos zurücklässt. Wieder ein Hammesfahr-Buch, das mir sehr gut gefallen hat.
Bewertung
aus Hamburg
3/5
21.04.2021
Buch (Taschenbuch)
Falsche Fährten halten die Spannung hoch
Vor einem Drogeriemarkt verschwindet der 9 Monate alte Luca aus seinem Kinderwagen. Relativ schnell ist die erste Verdächtige ausgemacht. Aber hat sie wirklich etwas mit Lucas Verschwinden zu tun? Klinkhammer, einer der ermittelnden Kommissare, kennt die Familie ziemlich gut.
Petra Hammesfahr liefert dem Leser eine ziemlich große Anzahl an Charakteren. Dabei versteht sie es wirklich gut, zunächst Bilder zu zeichnen und diese dann ganz langsam einstürzen zu lassen. Fakten, die anfänglich völlig logisch erscheinen, werden kurz darauf auf einen schönen Schein reduziert.
Alles beginnt mit der völlig aufgelösten Melisande Martell - allein der Name klingt schon sehr wuchtig, wie ich finde - deren Sohn aus dem Kinderwagen entführt wird. Und während ihr von der Polizei absolut nachvollziehbare Fragen gestellt werden, kommt beim Leser der erste Verdacht auf, dass hier etwas nicht stimmen könnte. Welche Mutter lässt denn ihr Baby unbeaufsichtigt vor dem Laden stehen? Kurz darauf wendet sich allerdings das Blatt und der Leser hat eine völlig andere Meinung. Jedenfalls ging es mir so. Zeitweise habe ich diese Frau bedauert, weil es aussieht, als hätte sich die ganze Welt gegen sie verschworen. Gefangen in einer unglücklichen Ehe mit Martin, fremdgesteuert von ihrem herrischen Bruder Joris und zutiefst abgelehnt von ihrer Schwiegermutter Gabi. Andererseits ging sie mir über kurz oder lang auch auf die Nerven - eben weil sich so gar nichts mehr änderte. Ihre ersten Verhaltensweisen hat sie bis zum Schluss aufrecht erhalten - weinen, anklagen, rechtfertigen, wieder weinen - und telefonieren! Telefonieren kann Mel ganz besonders gut. Mehr und mehr kam es mir so vor, als würde sie sich in ihr Schicksal fügen. Eine Kämpfernatur ist Mel wirklich nicht!
Die sofort verdächtige Anni Erzig ist für mich der interessanteste Charakter der Geschichte. Sie ist ganz offenbar geistig verwirrt, aber dennoch ist ihr Verhalten irgendwie auch nachvollziehbar. In kleinen Häppchen liefert die Autorin über den gesamten Roman verteilt ihre Lebensgeschichte, die am Ende ein rundes Bild ergibt. Mit Anni Erzig muss der Leser Mitleid haben. Ich möchte sie nicht als sympathisch bezeichnen, aber das schwere Schicksal, das ihr widerfahren ist, wünscht man niemandem. Dass sie - die einst glückliche Frau - den Verstand verliert, ist nur allzu nachvollziehbar. Diesen Charakter mochte ich unglaublich gern, er hat mich immer wieder berührt und am Ende war ich mir nicht sicher, ob ihr Tod für sie eher eine Erlösung oder ein weiterer Schicksalsschlag ist.
Eine ebenfalls sehr spannende Lebensgeschichte erzählt die Autorin über Gabi - die Hexe. Gabi ist Mels Schwiegermutter und ein nicht eben einfacher Charakter - möchte man meinen. Anfänglich bin ich dieser Figur auch tatsächlich eher mit Ablehnung begegnet, doch je tiefer ich hinter ihre Kulissen schauen durfte, desto interessanter fand ich diese Figur. Und auch ihr Verhalten wird nachvollziehbarer, je weiter man die Geschichte liest. Ihr ständiger Disput mit ihrem Sohn Martin ist ebenfalls so ein Fall, bei dem sich der Leser ganz bereitwillig auf Martins Seite stellen möchte. Am Ende sehe ich das etwas differenzierter.
Eine wirkliche Hauptfigur gibt es meiner Meinung nach nicht. Dazu sind zu viele Personen in den Fall involviert. Was mich etwas stört, ist der Umstand, dass der Ermittlerin Rita Voss, über die ich gern mehr gelesen hätte, eine überdurchschnittlich gute Verhörtechnik nachgesagt wird, die sie jedoch über die ganze Länge des Romans nicht unter Beweis stellen kann. Dabei hätte mich das wirklich sehr interessiert. Auch etwas widersprüchlich fand ich die Aussage von Kommissar Klinkhammer, dass er sich wegen seiner privaten Kontakte, aus dem Fall heraushalten wolle, dann aber doch mitten drin war und auch selbst ermittelte. Allerdings kann man ihm zu keiner Zeit nachsagen, dass er seine privaten Eindrücke und Erfahrungen mit der Familie über Gebühr einfließen lässt.
Insgesamt betrachtet lässt Petra Hammesfahr ein rundes Bild einer recht verkorksten Familie auferstehen, das nachvollziehbar ist und im Verlauf des Romans immer vollständiger wird. Dennoch fühlte ich mich als Leser etwas außen vor. Einzig Anni Erzig konnte mich tatsächlich berühren.
Die Konstruktion des Falles hat mir gut gefallen. Die Auflösung - also die alles erklärende Verbindung, nach dessen Bekanntwerden sich tatsächlich alles fügt - kommt sehr spät, was den Spannungsbogen hoch hält. Gut gefallen hat mir auch, dass es sich hierbei um einen unblutigen Fall handelt, sodass die Spannung eher auf den eigenen Vorstellungen des Lesers basiert, als wie schlimm oder nicht schlimm man diesen empfindet. Ich mag mir jedenfalls nicht vorstellen, dass mein Kind einfach so verschwindet.
Den Schreibstil der Autorin habe ich häufiger als anstrengend empfunden. Ich habe lange überlegt, woran das gelegen haben könnte, denke aber, dass es ihren teilweise recht konstruierten Satzbauten und manchmal angehängten Halbsätzen geschuldet ist. Manche Sätze musste ich mehrfach lesen um ihren Sinn gänzlich zu erfassen. Das stört den leichten Lesefluss.
Der Aufbau der Geschichte wiederum hat mir richtig gut gefallen. Die Einzelgeschichten werden in Häppchen aufgeteilt, sodass der Leser mitraten kann, in welcher Verbindung die einzelnen Personen stehen und wie sie in den Fall involviert sind. Auch, dass die Autorin jede Figur betitelt - die Hexe, der Frontmann, der Vermittler usw. - hat mir gut gefallen. Es dauert einen Moment, bis man alles zuordnen kann, aber jene Person, die in einer Überschrift benannt wird, steht für diesen Abschnitt im Fokus.
Außerdem erzählt Petra Hammesfahr - ohne es besonders deutlich zu machen - auf zwei Zeitebenen. Die Geschichten von Anni Erzig, Martin Martell und Gabi werden von der Vergangenheit bis in die Gegenwart erzählt bis zu dem Moment, in dem sie sich mit dem aktuellen Fall in der Gegenwart kreuzen. Diese Art zu erzählen gefällt mir gut.
Durch die anfänglichen Bilder, die die Autorin im Laufe ihrer Geschichte wieder zerstört, legt sie gleichermaßen falsche Fährten. Damit erreicht sie einen Spannungsbogen, der über die ganze Geschichte oben gehalten wird. Längen erlaubt sie sich ebenso wenig. Die Geschichte ist knackig erzählt, manchmal jedoch fehlt es mir an der Tiefe bei einigen Figuren.
Der Fall ist durch viele falsche Fährten spannend bis zum Schluss. Mir sind aber zu viele Figuren beteiligt, was teilweise auf Kosten ihrer Tiefe geht. Alles in Allem eine gute Geschichte, die sich lohnt zu lesen.
MadVi
3/5
17.09.2019
Buch (Taschenbuch)
Ein verzwickter Entführungsfall
Panik vor dem Drogeriemarkt: Der kleine Luca, der vor dem Gebäude in seinem Kinderwagen schlief, ist weg! Zeugen gibt es nur wenige und auch, dass Kommissar Klinkhammer die Familie persönlich kennt, macht die ganze Angelegenheit nicht einfacher. Zudem trieb sich eine seltsam gekleidete Frau zuvor dort herum, die dafür bekannt ist, verschroben zu sein und den Kindern Lollys zuzustecken. Oder taugt sie allenfalls als Zeugin? Die Zeit drängt, denn je mehr Zeit vergeht, umso schlechter stehen die Chancen für das Kind….
Dies war mein erstes Buch der Autorin und der Klappentext versprach einen spannenden und verzwickten Entführungsfall, den ich mit Begeisterung begonnen habe. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass der Schreibstil nicht unbedingt meiner war. Einige Sätze sind doch sehr lang und verschachtelt, so dass ich einige Male oben wieder anfangen musste, um zu sehen, wie ich unten hingekommen bin. Auch durch die Personen musste ich erstmal durchblicken. Nicht nur, dass der Kindsvater Martin heißt und seine Schwester Martina: die Mutter der beiden heißt auch noch Gaby und trägt als Künstlernamen Martina. Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass die große Liebe eben dieser "Martina" Martin hieß. ???
Abgesehen von diesen Punkten haben mir die verschiedenen Perspektiven gut gefallen und auch die Rückblenden einiger Personen, die immer mehr zur Gegenwart rückten, haben die Charaktere vertieft und so ein stimmiges Bild ergeben. Die Auflösung hat mir gefallen, wobei ich kurz zuvor nicht ganz sicher war, wie ich einige Personen tatsächlich einzuschätzen hatte.
Hier und da hätte die Story auch noch etwas gestrafft werden können, da einige der erwähnten Kleinigkeiten weder der Geschichte noch den Personen dienten. Da ich den Schreibstil nicht so flüssig fand, die Erzählweise aber doch gut aufmacht war, ordne ich dieses Buch insgesamt im Mittelfeld ein.
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