116 zivile Drohnentote laut US-Administration.
1.427 zivile Drohnentote laut dem Bureau of Investigative Journalism.
6.000 und mehr Drohnentote, die laut ehemaligen US-Militärs "unrechtmäßig" getötet wurden.
Seit Beginn des "War on Terror" gehören US-Drohnen-Angriffe in Afghanistan, Irak, Pakistan, Somalia und vielen anderen Ländern zum Alltag. Allein in seinem letzten Amtsjahr autorisierte Friedensnobelpreisträger Barack Obama den Abwurf von 26.172 Bomben. Dabei wird die Anzahl der zivilen Opfer, die sogenannten "Kollateralschäden", schlicht menschenverachtend heruntergespielt. Laut Whistleblowern, aber auch dem Bureau of Investigative Journalism oder ziviler Organisationen, die den Opfern im Internet gedenken, liegt die Anzahl der Toten um ein Vielfaches über den offiziellen Zahlen der US-Administration. Wie aber gelingt es den Verantwortlichen, das wahre Ausmaß dieser Katastrophe so herunterzuspielen? Welche Interessen stecken hinter diesen Angriffen? Und welche Rolle spielt Deutschland dabei?
Emran Feroz reiste zur Recherche unter anderem in Kriegsregionen und sprach mit jenen, die von den "Todesengeln", wie die
Drohnen von den Betroffenen genannt werden, tagtäglich terrorisiert werden.
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Raubtier, Sensenmann,…
ws aus Markdorf am 12.12.2017
Bewertungsnummer: 2726420
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Raubtier, Sensenmann, Höllenfeuer Eigentlich bringen schon die Übersetzungen der Namen, die die US-Militärs und der CIA den Drohnen und den Waffen, die sie mit sich tragen, zum Ausdruck, welchen Zweck sie dienen. Ehe die Hellfire-Raketen nach einem Knopfdruck am tausende Kilometer entfernten Bildschirm abgefeuert werden. Um aus bis zu 8km Distanz zwischen Drohne und vermeintlichem Ziel innerhalb von höchstens 18 Sekunden mit ihren 9kg Sprengstoff in dem durch den Knopfdruck am Bildschirm anvisierten und dann selbständig angesteuerten Ziel ein Höllenfeuer zu entfachen. Wobei die Namensgebung der amerikanischen Waffensysteme ohnehin schon sehr pervers ist:. Anstatt sich mit den Gräueltaten, mit denen die europäischen, weißhäutigen Kolonialisten die ursprünglichen Einwohner Nord-Amerikas nahezu ausgerottet haben, auseinander zu setzen, anstatt sich der Massenmorde und ethnischen Säuberungen an den Völkern, die gemeinhin als Indianern .bezeichnet werden, bewusst zu werden, diese Gräuel aufzuarbeiten, werden hochmoderne Waffen des US-Militärs mit Namen belegt wie : Tomahawk-Raketen, Apache- oder Black Hawk-Hubschrauber... Zitat: "Die einzige Art, in der an die Indianer erinnert wird, sind ausgerechnet die Waffen des US-Militärs, mit denen tagtäglich auf der ganzen Welt getötet wird." (S. 35). Dass die Höllenfeuer-Raketen, Stückpreis angeblich um die 110.000-US-$ nur selten bis gar nie ausschliesslich die Personen umbringt, die als Terroristen bezeichnet werden, findet in der europäischen Presse kaum und am wenigsten in der amerikanischen Presse Beachtung. Dabei sind es schon die rein überprüfbarer Zahlen der 'Kollateral'-Schäden, mit dieser Bezeichnung werden die zivilen Todesopfer schön geredet, die den Terror des Drohnen-Krieges verursachen. Ein Terror-Krieg, nicht gegen den Terror gerichtet, sondern selbst Terror verbreitend und damit logischerweise Gegen-Terror begründend. Und im Grunde ist es dann nur der in Europa oder den USA stattfindende Gegen-Terror, der Entsetzen auslöst. Über den tagelang in TV-Nachrichten, Zeitungen, Zeitschriften berichtet wird. Der Terror, den die Drohnen in den Zielländern wie Afghanistan, Pakistan, im Jemen oder dem Gaza-Streifen auslösen, dieser Terror wird geflissentlich tot geschwiegen. Der Drohnen-Krieg wird nicht nur von der CIA, und dem US-Militär geführt. Sondern auch von den englischen, israelische und den Militärs andere Staaten. Am 10. November 2017 wurde im Übrigen bekannt, dass der den aktuelle POTUS gebende Immobilien-Makler Donald Trump den Drohnen-Krieg schon in Bälde auch auf die Sahara ausweiten will. Wobei die US-Amerikaner nach eignen Angaben ohnehin schon in 53 der 54 Staaten Afrikas militärisch aktiv sind - offen oder verdeckt. Die Eltern des Autors Emran Feroz stammen zwar aus Afghanistan. Aber sie sind bereits während des Sowjetisch-Afghanischen Krieges zwischen 1979 und 1989 nach Österreich geflohen. Er selbst hat in Tübingen Politologie und Islamwissenschaften studiert. Er trägt weder einen Pakol noch einen Turban. Sondern er recherchiert gründlich (und nachprüfbar!), arbeitet als Journalist unter anderem für angesehene Wochenzeitschrift "Die Zeit", für die taz und auch die New York Times. Demnach alles andere als ein islam-lastiger Spinner. Sondern ein aufmerksamer, objektiver Beobachter und Analyst der Fakten. Wer sich nicht einseitig in die Irre führen lassen, sondern sich ein realistischeres Bild über die aktuellen Vorgänge und Zustände in Zentralasien, in Afrika, im Nahen Osten verschaffen will, sollte, nein muss dieses Buch lesen.
Der Einsatz von Flug-Drohnen spaltet...
Bewertung am 02.08.2018
Bewertungsnummer: 382095
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Einsatz von Flug-Drohnen spaltet die Menschheit. Schutz für Einsatzkräfte gegen Terroristen oder Tötungs-Erleichterung durch "Telespiel-Effekt" ?
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