Produktbild: Tod per Knopfdruck

Tod per Knopfdruck Das wahre Ausmaß des US-Drohnen-Terrors oder Wie Mord zum Alltag werden konnte

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Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.10.2017

Verlag

Westend Verlag

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

4015 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864896798

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

02.10.2017

Verlag

Westend Verlag

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256 (Printausgabe)

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4015 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783864896798

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  • ws

    aus Markdorf

    5/5

    12.12.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Raubtier, Sensenmann,…

    Raubtier, Sensenmann, Höllenfeuer Eigentlich bringen schon die Übersetzungen der Namen, die die US-Militärs und der CIA den Drohnen und den Waffen, die sie mit sich tragen, zum Ausdruck, welchen Zweck sie dienen. Ehe die Hellfire-Raketen nach einem Knopfdruck am tausende Kilometer entfernten Bildschirm abgefeuert werden. Um aus bis zu 8km Distanz zwischen Drohne und vermeintlichem Ziel innerhalb von höchstens 18 Sekunden mit ihren 9kg Sprengstoff in dem durch den Knopfdruck am Bildschirm anvisierten und dann selbständig angesteuerten Ziel ein Höllenfeuer zu entfachen. Wobei die Namensgebung der amerikanischen Waffensysteme ohnehin schon sehr pervers ist:. Anstatt sich mit den Gräueltaten, mit denen die europäischen, weißhäutigen Kolonialisten die ursprünglichen Einwohner Nord-Amerikas nahezu ausgerottet haben, auseinander zu setzen, anstatt sich der Massenmorde und ethnischen Säuberungen an den Völkern, die gemeinhin als Indianern .bezeichnet werden, bewusst zu werden, diese Gräuel aufzuarbeiten, werden hochmoderne Waffen des US-Militärs mit Namen belegt wie : Tomahawk-Raketen, Apache- oder Black Hawk-Hubschrauber... Zitat: "Die einzige Art, in der an die Indianer erinnert wird, sind ausgerechnet die Waffen des US-Militärs, mit denen tagtäglich auf der ganzen Welt getötet wird." (S. 35). Dass die Höllenfeuer-Raketen, Stückpreis angeblich um die 110.000-US-$ nur selten bis gar nie ausschliesslich die Personen umbringt, die als Terroristen bezeichnet werden, findet in der europäischen Presse kaum und am wenigsten in der amerikanischen Presse Beachtung. Dabei sind es schon die rein überprüfbarer Zahlen der 'Kollateral'-Schäden, mit dieser Bezeichnung werden die zivilen Todesopfer schön geredet, die den Terror des Drohnen-Krieges verursachen. Ein Terror-Krieg, nicht gegen den Terror gerichtet, sondern selbst Terror verbreitend und damit logischerweise Gegen-Terror begründend. Und im Grunde ist es dann nur der in Europa oder den USA stattfindende Gegen-Terror, der Entsetzen auslöst. Über den tagelang in TV-Nachrichten, Zeitungen, Zeitschriften berichtet wird. Der Terror, den die Drohnen in den Zielländern wie Afghanistan, Pakistan, im Jemen oder dem Gaza-Streifen auslösen, dieser Terror wird geflissentlich tot geschwiegen. Der Drohnen-Krieg wird nicht nur von der CIA, und dem US-Militär geführt. Sondern auch von den englischen, israelische und den Militärs andere Staaten. Am 10. November 2017 wurde im Übrigen bekannt, dass der den aktuelle POTUS gebende Immobilien-Makler Donald Trump den Drohnen-Krieg schon in Bälde auch auf die Sahara ausweiten will. Wobei die US-Amerikaner nach eignen Angaben ohnehin schon in 53 der 54 Staaten Afrikas militärisch aktiv sind - offen oder verdeckt. Die Eltern des Autors Emran Feroz stammen zwar aus Afghanistan. Aber sie sind bereits während des Sowjetisch-Afghanischen Krieges zwischen 1979 und 1989 nach Österreich geflohen. Er selbst hat in Tübingen Politologie und Islamwissenschaften studiert. Er trägt weder einen Pakol noch einen Turban. Sondern er recherchiert gründlich (und nachprüfbar!), arbeitet als Journalist unter anderem für angesehene Wochenzeitschrift "Die Zeit", für die taz und auch die New York Times. Demnach alles andere als ein islam-lastiger Spinner. Sondern ein aufmerksamer, objektiver Beobachter und Analyst der Fakten. Wer sich nicht einseitig in die Irre führen lassen, sondern sich ein realistischeres Bild über die aktuellen Vorgänge und Zustände in Zentralasien, in Afrika, im Nahen Osten verschaffen will, sollte, nein muss dieses Buch lesen.

  • Bewertung

    4/5

    02.08.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Der Einsatz von Flug-Drohnen spaltet...

    Der Einsatz von Flug-Drohnen spaltet die Menschheit. Schutz für Einsatzkräfte gegen Terroristen oder Tötungs-Erleichterung durch "Telespiel-Effekt" ?

  • Erik Blair

    aus Münster

    4/5

    30.12.2017

    Buch (Taschenbuch)

    Wer sich bereits mit den…

    Wer sich bereits mit den Folgen des „Krieges gegen den Terror“ beschäftigt hat, wird wissen, dass es heutzutage eine wachsende Anzahl von Landstrichen gibt, in denen sich die Menschen vor einem wolkenlosen Himmel fürchten. Der Grund dafür sind jene Flugkörper, die den Bürgern westlicher Nationen stets als hochpräzise Waffensysteme verkauft werden und doch im örtlichen Volksmund zumeist als „Todesengel“ bekannt sind: US-amerikanische Drohnen. Mit ihrem Einsatz und dessen Folgen beschäftigt sich der Journalist Emran Feroz in seinem Buch. Er richtet den Blick des Lesers auf die herzzerreißenden Einzelschicksale, die sich hinter den kalten Todesstatistiken verbergen, beleuchtet den in Afghanistan geführten Schattenkrieg der CIA, der Erinnerungen an Vietnam wachwerden lässt, und deckt auch Deutschlands Mitarbeit an dem Drohnenkrieg auf. Dass es sich bei Letzterem nicht nur um einen politischen Fehler handelt, sondern um ein mörderisches, aus diesem Fehler entstandenes System, welches auch die Akteure in sich entmenschlicht, zeigt nicht zuletzt die Aussage eines ehemaligen Drohnenoperators der US-Luftwaffe: „Es ist so, als ob man auf Ameisen tritt und danach nicht mehr daran denkt“. Dazu kommt die perfide Namensgebung der US-Waffensysteme, die abwechselnd mit vergangenen Mordkampagnen kokettiert („Apache“, „Tomahawk“) und die Natur des militärisch-industriellen Komplexes zynisch und eiskalt offenbart („Reaper“; dt: Sensenmann). Feroz' Verdienst ist es, dass er jenen Menschen eine Stimme verleiht, die Opfer dieses Systems geworden sind und ohne ihn zur Stille verdammt wären. Er leuchtet diese „mörderischste Terror-Kampagne der Gegenwart“ (Noam Chomsky) meisterhaft aus und zwingt uns auf diese Weise, die Ursache der aktuellen Migrationsströme auch bei der westlichen Außenpolitik zu verorten. Umso bedauerlicher ist es, dass er an diesem Punkt stehen bleibt und der gleichen Regierung, die dieses Verbrechen zu verantworten hat, den „Krieg gegen den Terror“-Narrativ komplett abkauft.

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