Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten - doch wer ist der Richtige für Lena? Als Lena von ihrem Jugendfreund Eric verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, reist sie kurzentschlossen mit ihrer besten Freundin nach Gran Canaria. Dort lernt sie den Sunny Boy Dominik kennen. Dominik ist das komplette Gegenteil von Eric: Er sucht das Abenteuer und lebt in den Tag hinein. Als erfolgreicher Motorradrennfahrer kann er sich das auch leisten. Zwischen den beiden entspinnt sich eine Urlaubsromanze. Doch Dominiks Lebensstil ist nichts für die sicherheitsliebende Lena. Und als sie nach zwei Wochen nach Hause zurückkehrt, wartet Eric schon mit einer Entschuldigung auf sie. Drei Jahre später treffen sich Lena und Dominik zufällig wieder - Lena ist inzwischen mit Eric verlobt. Doch sie hat Dominik nie wirklich vergessen ...
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Romantisch, kurzweilig und sommerlich
Bewertung aus Großsulz am 14.01.2021
Bewertungsnummer: 1022241
Bewertet: eBook (ePUB)
Meine Meinung:
Im Zuge der Romancewoche durfte ich dieses Buch lesen und in die Geschichte von Lena eintauchen! Ein Protagonisteninterview mit Lena und Dominik findet ihr morgen hier auf meinem Blog!
Cover:
Das Cover macht direkt Lust auf Sommer! Ich kann förmlich das Meer rauschen hören und den Sand zwischen den Zehen spüren. Es strahlt einen einfach direkt an und ich konnte gar nicht anders, als direkt mit dem Lesen zu beginnen!
Der Schreibstil:
Rose Bloom hat einen lockeren und trotzdem sehr gefühlvollen Schreibstil. Sie hat es geschafft, dass mir beim Lesen von Szenen am Strand direkt warm wurde. Ich hatte regelrecht ein richtiges Sommer- & Urlaubsfeeling. Sie umschreibt die Charaktere so, dass man sich jedes Detail gut vorstellen kann und auch die Umgebung wird genau so beschrieben!
Die Charaktere:
Lena gegenüber war ich irgendwie skeptisch. Sie war mir anfangs ein bisschen zu steif und irgendwie so möchtegern-erwachsen. Doch als ich sie im Urlaub auf Gran Canaria begleiten durfte habe ich eine wirklich selbstbewusste und lockere Lena kennengelernt. All der Stress und dieses Spießige ist von ihr abgefallen und plötzlich war sie ein ganz anderer Mensch!
Eric ist so ein typischer Good-Boy. Oder auch nicht. Ich dachte zuerst er ist so ein sauberer, perfekter Typ. Ist er nicht, aber das werdet ihr schon noch herausfinden. Irgendwie war er mir die ganze Geschichte lang zu distanziert und ich wollte eigentlich auch gar nicht mehr über ihn erfahren. Das hat die Autorin wirklich gut hinbekommen!
Und Dominik ist einfach Dominik! Er ist ein Sonnyboy und war von Anfang an sympathisch. Ich mochte seine Art und wollte auch wirklich mehr über ihn erfahren! Ich finde er passt perfekt in die Geschichte! Mehr verrate ich euch jetzt nicht 😉
Die Geschichte:
Zwei Wochen im Sommer waren für mich eher zwei Tage im Sommer! So schnell hatte ich die kurzweilige und schöne Liebesgeschichte durch. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten und die Geschichte hat mich total überzeugt. Die perfekte Mischung aus Sommerurlaub und Alltag mit einer ganz großen Portion Liebe!
Was Dominik und Lena dazu sagen erfährt ihr morgen.
Empfehlung:
Ich kann das Buch einfach nur allgemein weiterempfehlen. Wer für kurze Zeit in Sommer, Urlaub und Liebe abtauchen will der findet hier bestimmt die perfekte Story.
Mein Fazit:
Romantisch, kurzweilig und sommerlich!
Die Romantik kommt zu kurz, dafür sind Ängste u. Zweifel übermächtig
CulturalNoise Online Magazin am 14.01.2021
Bewertungsnummer: 1015215
Bewertet: eBook (ePUB)
Ich kenne bisher zwei Romane der Autorin - "Stolen Love" und "Craving for Sex - oder ist es Liebe", das Gemeinschaftswerk von Rose Bloom und D. L. Andrews. Dieser erste Verlagstitel ist schwächer.
Die Übergänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit empfand ich als zu abrupt. Der kurze Abschnitt der Gegenwart am Anfang ist völlig überflüssig und hat mich eher verwirrt, als die Neugierde zu steigern. Ich hatte dadurch lauter Fragen im Kopf: Was ist da passiert? Eben waren Lena und ihre beste Freundin Selina doch noch im Brautmoden-Geschäft und nun, wie aus dem nichts, ist nur noch die Rede von Trennung und Urlaub. Irgendwie habe ich bis zum Wechsel zurück zur Hochzeitsvorbereitung nicht kapiert, dass der Urlaub auch noch Teil der Rückblende ist. Schließlich war der erste Abschnitt davon - überschrieben mit "3 Jahre zuvor" - kursiv gedruckt, der Rest aber nicht mehr. Das hat mich ziemlich durcheinander gebracht. Was vermutlich daran liegt, dass ich den Klappentext vorher nicht gelesen habe - das tue ich nie, bevor ich mit einem Buch beginne. Stattdessen schlage ich die Seiten auf und lese in die Geschichte hinein. Denn sollte ein Roman nicht auch ohne das Wissen aus dem Klappentext eindeutig und verständlich sein?
Die Ich-Erzählerin Lena mochte ich während ihres Urlaubs sehr - na ja, meistens. Auch Selina, Dominik und Milan habe ich sofort ins Herz geschlossen. Eric dagegen ... na, lassen wir das. Was danach jedoch aus der etwas schüchternen, aber offenen jungen Frau geworden ist, die über ihren Schatten springen und ihre Träume leben wollte, weiß ich beim besten Willen nicht. Sie ist einfach verschwunden. Ihren Platz hat ein weinerliches, selbstsüchtiges Biest eingenommen, das bemitleidet werden will und keine Rücksicht auf andere nimmt. Ich nenne so ein Verhalten gerne "Bella-like", denn schon in der Bis(s)-Reihe hat es mich enorm aufgeregt. Dominik bemerkt Lenas Wandel ebenfalls - er hat ja auch am meisten darunter zu leiden. Es gibt eine sehr treffende Textstelle, die ich gerne mit euch teilen möchte:
»Irgendwo muss doch noch die alte Lena sein, deren Augen gestrahlt haben, als sie endlich mal etwas Verrücktes getan hat. Ich mochte sie …«
»Ich mochte sie auch«, erwiderte ich leise. Mit dem Finger hob er mein Kinn ein Stück an.
»Wieso sind deine Augen jetzt so leer?«
(Zitat Kap. 24)
Zum Glück ist die Erzählweise unverändert gut und konnte mich trotz allem mitreißen. Stil und Ausdruck sind besser, geschliffener als bei den Independent-Veröffentlichungen der Autorin. Das Cover ist wunderschön und weckt sofort ein Gefühl von Sommer, Strand und Sonnenschein. Auch die Moral von der Geschichte hat mir gut gefallen - nämlich, dass man für das eigene Glück nur selbst kämpfen kann und dafür auch manchmal gewohnte Pfade und die trügerische Sicherheit verlassen muss. Wie Lena sollten wir uns alle von Zeit zu Zeit fragen, ob das eigene Leben tatsächlich erfüllend ist oder es sich dabei nur um Gewohnheit und den immer gleichen Trott handelt, mit dem wir uns soweit abgefunden haben und zufrieden geben.
Die Thematik Selbstbestimmung vs. Kontrolle von außen und Übergriffigkeit wird ebenfalls behandelt. Lena lässt sich die Entscheidungen gerne abnehmen, weil sie damit in ihrem Privatleben überfordert ist. Das geht gut, bis sie an einen bestimmten Punkt kommt und erkennt, dass sie ihre eigenen Träume verloren hat. Ist es nun zu spät dafür? Ein nervenaufreibendes Hin und Her beginnt, für meinen Geschmack zu dick aufgetragen. Daher eine kleine Warnung: Es gibt Drama, Drama und noch mehr Drama. Dafür kommt das Happy End dann umso plötzlicher.
Ich bin enttäuscht. Dabei hatte "Zwei Wochen im Sommer" so viel Potenzial und hätte ein wirklich gutes Buch werden können. So jedoch hat es mich zwar unterhalten, mich aber mindestens genauso sehr aufgeregt. Bisher durfte ich bei den Titeln der Autorin immer ein Hochgefühl erleben, das es hier einfach nicht gibt. Die Dreiecksbeziehung wird viel zu stark ausgereizt. Dominik mutiert zwischenzeitlich zum Softie, Lena zum Jammerlappen und ... die schöne Stimmung vom Anfang verpufft. Das liegt allerdings nicht allein an dem emotional verkrüppelten Verhalten der Ich-Erzählerin, sondern auch an den fehlenden Beschreibungen. So schön die Urlaubsbilder auch gemalt sind, zurück in Deutschland finden sich kaum noch Eindrücke der Außenwelt in der Geschichte. Das ist so schade, denn der gesamte Fokus liegt nun auf Lenas Zweifeln. Vermutlich sollte der erzählerische "Tunnelblick" Lenas Gemütslage widerspiegeln, aber mir fehlen die Bilder im Kopf.
Etwas Gutes hat dieses ewige Grübeln jedoch, denn Lena beschäftigt sich mit Treue und der Frage, an welchem Punkt Betrug beginnt - erst beim körperlichen Fremdgehen oder schon in Gedanken? Ein wichtiges Thema, das oft viel zu leichtfertig abgetan wird. Anderseits ist es wirklich anstrengend, einer Erzählerin zu folgen, die einfach nicht weiß, was sie will.
Fazit:
Es ist eine Liebes- und Lebensgeschichte, bei der die Ich-Erzählerin an einem Scheideweg steht. Das vorherrschenden Gefühl ist Kummer, doch Verwirrung spielt auch eine Rolle. Es geht um Selbstständigkeit, das eigene Leben, Zukunftsträume, Freundschaften und Liebe. Die Romantik kommt zu kurz, dafür sind Ängste und Zweifel übermächtig. Am Ende trifft Lena zum Glück die richtige Entscheidung. Wer Lust auf eine solche Charakterentwicklung hat, der wird Freude an diesem Buch haben. Wer jedoch auf Herzklopfen und Leichtigkeit hofft, der kann bei den anderen Titeln der Autorin etwas Passenderes finden.
Wertung: 3 Punkte
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