Der Stuttgarter Staatsschützer Harald Grass ist der größten Bedrohung der Bundesrepublik Deutschland auf der Spur. In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts droht die linksterroristische RAD den Staat wegzubomben und eine kommunistische Diktatur zu errichten. Grass riskiert Leib und Leben, um die Terroristen zu stoppen. Aber auch der Ermittler hat seine dunklen Seiten, denn er ist drogensüchtig und neigt zu Gewalt. Der düstere Antiheld und die zu allem entschlossenen Terroristen liefern sich einen brutalen Kampf auf Leben und Tod.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
Bewertung
aus Lichtenstein
4/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Skrupellosigkeit ohne Grenzen
Dieser Krimi ist echt keine leichte Lektüre vor dem Einschlafen. Er zeigt, wie grausam und skrupellos Terroristen und ihre Anhänger sind. Sie schrecken vor nichts zurück, Folter und Mord stehen bei ihnen auf der Tagesordnung. Für ihre krankhaften Ansichten und fanatischen Einstellungen gehen sie bis zum letzten Atemzug ihren blutigen Weg. Selbstaufgabe und der Verlust ihres Privatlebens hindern diese Leute nicht daran, ihr schmutziges Handwerk auszuüben. Sie sind so gefährlich, weil es für sie kein Zurück ins normale Leben gibt. Damit wird nicht nur das Leben anderer, meist unbeteiligter Menschen zerstört, sondern auch das eigene. Ein spannendes Buch für Leser, die auch schwere Kost vertragen.
Bewertung
aus Osterwald
4/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Nahe an der schrecklichen Realität
Harald Grass kämpft als Staatsschützer Anfang der 70er Jahre gegen die RAD, eine linksterroristische Vereinigung. Diese versetzt Deutschland mit blutigen Bombenattentaten in Angst und Schrecken. Die Anführer Arzt, Steinhoff und Gänslin beseitigen skrupellos alles und jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Grass versucht alles, um diese Barbarei zu stoppen und die Attentäter dingfest zu machen. Doch auch der Staatsschützer hat seine sehr dunklen Seiten...
Stefan Schweizer beschreibt in seinem Krimi "RAD 1. Generation" den Beginn einer Linksterror - Welle in Deutschland, und das immer nahe an der Realität. Als Leser bekommt man einen guten Eindruck davon, wie Menschen verachtend diese Terroristen zu Werke gehen, wie brutal sie sich gegen diese Gesellschaft wenden. Aber auch die Verlogenheit und die Widersprüche in ihren Aussagen werden klar. Doch auch Harald Grass als Ermittler ist beileibe kein Sympathieträger, seine Haltung Frauen gegenüber, seine Gewaltbereitschaft und der Drogenkonsum schrecken ab. Dieses Buch ist keine geeignete Lektüre für zart besaitete Gemüter, es geht schon mal brutal zu Werke und die Sprache ist auch schon mal deftig. Außerdem sollte man schon ein Grundinteresse an Politik haben. Manchmal hat die Geschichte fast dokumentarische Passagen, als Leser hat man den Eindruck, dass der Autor sehr gut recherchiert hat. Das hat mich bei diesem Buch besonders beeindruckt.
Das Cover passt sehr gut zum Buch, der Titel lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Zsadista
4/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Rezension zu "RAD - 1. Generation"
Deutschland in den 70iger Jahren. Deutschland wird mit Bombenanschlägen und Attentaten in Angst und Schrecken versetzt. Dahinter steckt die RAD unter der Führung von Steinhoff. Ihnen entgegen steht Harald Grass, seines Zeichens Staatsschützer. Doch Grass hat nicht nur die Probleme mit den Terroristen, sein Privatleben ist auch alles andere, als eine klare Linie. Drogensüchtig und aggressiv stellt er der RAD in nichts nach. Ein brutales Katz und Maus Spiel beginnt und der Gewinn ist nichts weniger als die Bundesrepublik Deutschland.
RAD 1. Generation ist ein Roman aus der Feder von Stefan Schweizer. Angelehnt ist die Geschichte an die Geschichte der RAF. Namen wurden für den Roman geändert, aber das Grundgerüst ist schon gut recherchiert und beibehalten.
Der Hauptprotagonist Grass ist nicht gerade ein sympathisches Kerlchen. Ich fand ihn ziemlich egomanisch auf der einen Seite, aber auch verjammert auf der anderen Seite. Ab und an muss man einfach über ihn hinweg sehen. Im Grunde fand ich ihn schon ganz gut, man muss die Protagonisten ja nicht immer mögen. Allerdings ging mir sein Selbstmitleid und Sexgejammer auf die Nerven.
Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte an sich sehr gut. Es geht in dem Buch natürlich sehr stark um Politik und geschichtliches. So als reinen Krimi empfand ich die Story nicht, man könnte vielleicht eher Polit-Krimi dazu sagen.
Der Schreibstil des Autors ist nicht die Norm, was mich nicht störte. Schweizer schreibt oft in kurzen knappen Sätzen, was vielleicht gehetzt aussieht. Ich fand es gut. Ab und an erscheinen Zeichen hinter einem Satz, da war mir nicht so klar, worum es geht, aber das soll nur am Rande erwähnt sein.
RAD 1. Generation ist eine besondere Art Buch. Man muss sich klar über die Geschichte sein um das Buch zu mögen. Ich habe mich darauf eingelassen und wurde, bis auf das ein oder andere Augenrollen über Grass, nicht enttäuscht.
Bewertung
aus Magdeburg
4/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Gesellschaftliche Veränderungen in der Bundesrepublik
Das Cover zeigt (fast) das Logo der RAF: den, hier angedeuteten, roten Stern, davor die Maschinenpistole von Heckler und Koch und den Schriftzug RAF, der hier von RAD überdeckt wird, dahinter ist ein Gesicht schemenhaft erkennbar.
Der Autor schreibt einen Roman, in dem Reales mit Fiktivem vermischt wird. Insbesondere vor dem Hintergrund der RAF war dies für mich zunächst etwas schwierig zu lesen. Hinzu kommt, dass die Namen der Mitglieder der RAF verfremdet werden, ein Umstand, der im zweiten Band geändert werden wird und so sicher das Lesen erleichtert.
Das Buch weist zwei Handlungsstränge auf: zum einen wird die Geschichte der 1. Generation der RAF erzählt, zum anderen wird über die Arbeit des Ermittlers Harald Grass berichtet.
Die Geschichte der RAF wird trotz vieler Dialoge eher sachlich erzählt, mit vielen Originalzitaten, bei denen mir mal wieder die verquaste Sprache der RAF auffiel. Dabei habe ich auch vieles erfahren, was ich nicht wusste.
Harald Grass ist ein sehr unangenehmer Zeitgenosse. Zunächst schreckt er vor nichts zurück, ist emotional, gewaltbereit, nimmt Drogen. Im Verlauf der Geschichte verändert er sich, da er merkt, dass er sich eine andere Zukunft wünscht. Die Verbindung zur RAF wird nicht so recht deutlich, auch seine Position beim Staatschutz bleibt etwas nebulös.
Die beiden Stränge unterscheiden sich auch im Stil: der Autor beschreibt die Geschichte der RAF eher als Zeitdokument, während die Kapitel, die sich mit Harald Grass beschäftigen, erzählt werden.
Erst zum Ende des Buches verweben sich diese beiden Stränge. Da es sich hier um den ersten Teil einer Trilogie handelt, gibt es natürlich ein Ende, das neugierig auf den nächsten Band macht.
Fazit: Wer einen leicht lesbaren Krimi erwartet, wird hier enttäuscht.
Wer jedoch eine gut recherchierte Geschichte der 1. Generation der RAF, vermischt mit der Arbeit eines fiktiven Ermittlers lesen möchte, wird hier bestens bedient. Ein Buch, das ich gern empfehle.
claudi-1963
aus Schwaben
3/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Die RAD Terroristen bedrohen die Bundesrepublik
Stuttgart in den 70 er Jahren, der Staatsschützer Harald Grass ist der größten Bedrohung der BRD im Jahre 1972 auf der Spur. Die RAD eine Terrororganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht eine kommunistische Diktatur zu errichten. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht um diese durchzuboxen, mit selbst gebauten Bomben erschüttern sie das Land und nehmen vor unschuldigen Opfern keine Rücksicht. Aber auch Grass der loyale Ermittler, hat seine dunklen Seiten den der Drogen- und Alkoholabhängige, Beamte scheut auch vor Gewalt nicht zurück. Eigentlich wünscht er sich ja ein behütetes Leben mit Familie, doch immer wieder fällt er in alte Verhaltensmuster. Als dann die Anschläge der RAD massiver werden, muss Grass den Kampf mit den Terroristen aufnehmen um weitere Anschläge zu verhindern. Seine Vorgesetzten geben ihm den operativen Auftrag die RAD aufzuspüren und zur Strecken zu bringen. Doch Grass muss damit leben, wenn etwas schief geht, das er dann verleugnet werden würde von seinen Vorgesetzten, den zu heikel ist dieser Undercovereinsatz.
Meine Meinung:
Stefan Schweizer präsentiert uns hier einen politischen Krimi deren Hintergrund die damalige RAF Bewegung in den 70 er Jahren war. Dieser Krimi besteht aus teilweise gut recherchierten Tatsachen und einem fiktiven Ermittler. Am Anfang fand ich den Krimi ein wenig sehr politisch trocken, nur der Ermittler Grass hat ein wenig Wind in den Roman gebracht. Aber dies änderte sich gegen Ende zu, als es dann mit den Anschlägen so richtig los ging und etwas Spannung aufkam. Allerdings fand ich jedoch die letzten Kapitel eher unnötig, wo es viel um das Privatleben von Grass ging und dadurch das Buch nur unnötig in die Länge zog. Ohne das der Autor dieses wusste ist sein Roman aktueller den je, den Terror, Amok und Attentate wühlen zur Zeit wieder unsere Medien und das Land auf. Leider bin ich etwas zwiegespalten mit dem Buch da es nicht so spannend war wie ich erhofft hatte. Das Cover ist nicht spektakulär, allerdings passt es gut zum Thema. Von mir 3 von 5 Sterne für einen anspruchsvollen politischen Krimi.
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