Augen öffnen für die Türen, die Gott uns öffnet - das möchte Bestseller-Autor John Ortberg uns nahebringen. Denn Gott öffnet für jeden von uns Türen - und zwar jeden Tag! Doch nur wenn wir den Schritt über die Schwelle wagen, erwartet uns auch eine Fülle von Abenteuern und erstaunlichen Erfahrungen. John Ortberg zeigt, wie wir diese göttlichen Chancen in unserem Alltag erkennen und vor allem auch nutzen können! Sein Buch hilft, die Angst vor falschen Entscheidungen zu überwinden und ebenso mutig wie selbstbewusst durch offene Türen zu gehen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
JDaizy
aus Berlin
4/5
24.02.2016
eBook (ePUB)
Jeder Tag hält offene Türen für uns bereit. Hindurchgehen müssen wir aber selbst.
"Gott ist ein Gott der offenen Türen.
Und heute geht es um Ihre Zeit. Heute geht es um Ihre Tür. Wer weiß schon, was heute vor Ihnen liegt? Wer könnte Ihre Ermutigung gebrauchen? Wie könnten Sie jemanden durch Ihre Einsichten helfen, welches Problem könnten Sie lösen, was könnten Sie Neues lernen, welchen Dienst könnten Sie anbieten? Vielleicht können Sie der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen, Unterdrückung beenden, einem anderen seine Last leichter machen, die Würde eines Menschen stärken."
Der Autor John Ortberg ist Redner, Autor und Pastor der Menlo Park Presbyterian Church in San Franzisko Bay. Er hat zahlreiche Bestseller geschrieben. "Die Tür ist offen" ist aber mein erstes Buch, welches ich von ihm lese.
Die deutsche Ausgabe ist 2016 im SCM-Verlag erschienen. Das Hardcover hat einen extrem stabilen, hochwertigen Einband und auch die Innenseiten sind sehr gut verarbeitet und griffig.
In zehn Kapiteln und durch 300 Seiten führt uns der Autor durch dieses christliche Sachbuch mit dem Thema, wie man Gottes Chances mit Hilfe offener Türen nutzen kann.
Mir gefällt das sanfte und doch kräftige Grün des Covers und die offene Tür, die im Comicstil gehalten ist. Die Symbole, die uns dahinter erwarten machen Mut. Ich verbinde Herzen, Musik, Sterne, Licht und Regenbogen jedenfalls mit positiven Emotionen. Man erkennt, dass uns hinter offene Türen aufregende Dinge erwarten können. Ehrlich gesagt, fehlt mir hier jedoch die Aussage, dass offene Türen nicht immer ausschließlich positive Dinge verheißen, wie es im Buch später auch thematisiert wird.
Ziel dieses Buches ist es, den Leser zu Entscheidungen zu ermutigen, ihn dafür zu sensibilisieren "offene Türen" zu erkennen und zu nutzen, sich aber auch nicht vor "falschen" Entscheidungen zu scheuen. Eine offene Tür ist hier ein Symbol für grenzenlose Möglichkeiten: für unbegrenzte Gelegenheiten, etwas Sinnvolles im Leben zu tun, für den Zugang zu neuen und unbekannten Abenteuern und unvorstellbaren Chancen. Gott öffnet uns Türen, hindurchgehen aber müssen wir selbst.
Doch muss man jetzt besonders stark, talentiert, perfekt oder außergewöhnlich gut sein, damit Gott unsere Gebete erhört und uns eine Tür öffnet? Oder sind auch verschlossene Türen eine Chance? Und was ist der Unterschied zwischen einer "offenen" und einer "geöffneten Tür"?
Entscheidungen zu treffen, ist nicht immer leicht. Werde ich die richtige Entscheidung treffen? Was ist, wenn eine Entscheidung falsch war und negative Konsequenzen mit sich bringt? Was ist, wenn ich nicht stark genug bin und versage? Das alles sind Fragen, die wir uns fast täglich stellen. Und warum geht jeder von uns anders damit um?
Warum erkennt man "offene Türen" nicht auf den ersten Blick und was ist, wenn es mehrere Entscheidungsmöglichkeiten gibt? Schon allein der Gedanke überfordert mich. Und ich bin ehrlich: mich überfordert oft schon die Essenbestellung im Restaurant, wenn die Karte mehr als fünf Gerichte hat.
Deshalb habe ich dieses Buch gelesen und mir Antworten erhofft - und (das sei verraten) auch bekommen. Allerdings oft anders als erwartet. Dieses Thema ist so unerwartet vielschichtig und komplex, dass ich das Buch nicht am Stück lesen konnte und immer wieder eine Pause zum Nachdenken und "Sacken lassen" eingeschoben habe.
Besonders gut gefallen haben mir, die "Psychologie des Bedauerns", bei der der Autor auf nicht genutzte Chancen eingeht oder auf Dinge, die wir getan haben und bereuen, oder auch die Ausführungen zu unserer Angst, etwas zu verpassen ("Verpassophobie"). Aber auch die (wahre) Geschichte der Busfahrerin Linda, die zeigt, dass man mit der richtigen Einstellung aus allem etwas Besonderes machen kann, hat mich wirklich berührt und etwas (hoffentlich) Bleibendes hinterlassen.
Fazit:
Unser Leben ist heute ein Markt der unbegrenzten Möglichkeiten. Das bedeutet nicht immer zwangsläufig mehr Freiheit, sondern auch Überforderung, weil wir tagtäglich Entscheidungen
treffen müssen. Dieses Buch hilft dabei "richtige" Entscheidungen zu treffen, sich aber auch nicht vor "falschen" Entscheidungen zu scheuen und es zeigt, was offene Türen über uns selbst verraten.
Komplex, vielschichtig und definitiv keine kurzweilige Lektüre.
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