Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und wird schon bald mit der Grausamkeit der fünften Welle konfrontiert ... (Laufzeit: 14h 35)
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Wirkliche gute Endzeit-Story
Tilly Jones bloggt am 05.05.2021
Bewertungsnummer: 1491121
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt/Meinung
„Die 5. Welle“, wer hat nicht wenigstens schon mal davon gehört? Ich hab Teil 1 schon vor einer ganzen Weile gelesen gehabt, mir aber jetzt Band 2 und 3 bestellt, sodass ich eben einfach Band 1 auch nochmal gelesen hab. Jetzt kann ich alle am Stück lesen und auch rezensieren.
Fangen wir einfach mal an.
Ich mag ja Dystopien, Endzeit, Apokalypse-Bücher megagerne und da kam ich ja an „Die 5. Welle“ nun gar nicht vorbei. Und vorab muss ich sagen, dass mir auch der Film wirklich gut gefallen hat. Und ich hätte gerne die andere Teile auch gesehen, aber ja, man kann ja nicht alles haben.
Das Buch fängt super an. Die Wellen werden erklärt, Cassie blickt immer mal wieder zurück in ihr altes Leben und führt den Leser langsam aber kontinuierlich zu dem Punkt, an dem die Geschichte wirklich losgeht und wo es wichtig ist, zu wissen, was war und was vielleicht kommt.
Ich finde, gerade im ersten Drittel ungefähr, wäre an manchen Stellen das Wissen um die Wellen besser gewesen. Ich kannte ja nun das Buch und auch den Film schon und hab mich aber dennoch manchmal gewundert, was da jetzt eigentlich los ist. Diese Art des Erzählens, diese „Rückblick-Version“ ist toll, aber manchmal auch echt verwirrend. Vielleicht wäre eine lineare Erzählweise hier die bessere Wahl gewesen. Oder vielleicht hätte der Autor auch an manchen Stellen einfach sagen können, was Sache ist. Klare Worte und gut.
Cassie als Hauptfigur gefiel mir ganz gut. Sie wächst in ihre Rolle, wird zu der jungen Frau, die sie sein muss und tut Dinge, die sie nie tun wollte. Natürlich verändert sie das, aber dennoch hält sie an Liebe und Freundschaft fest. Der Mensch ist nicht dafür gemacht, auf Dauer alleine zu leben und das hat der Autor hier auch gut rübergebracht. Menschen finden sich immer in Gruppen zusammen und helfen sich auch gegenseitig. Cassie und alle anderen Figuren, die vorkommen, sind realistisch dargestellt, haben Ecken und Kanten und waren mir sympathisch, auch wenn sie manchmal arschig sind. Das gehört dazu, schließlich sind sie alle noch Teenager, sie wissen im Grunde noch gar nicht, wie das Leben funktioniert und müssen dennoch von jetzt auch gleich um ihr eigenes Überleben kämpfen und Entscheidungen treffen, die sie nie hatten treffen wollen. Dieses schnelle Erwachsen werden ist wirklich klasse dargestellt und hat mir echt gefallen. Da wird nicht rumgeheult, da wird das getan, was getan werden muss.
Die Geschichte ist durchweg spannend, auch wenn sich die Zeit, die Cassie bei Evan Walker ist, etwas zieht. Natürlich weiß ich, warum diese Dauer so wichtig ist, aber während des Lesens zieht es sich halt einfach ein bisschen in die Länge. Cassie will eigentlich nur ihren Bruder wieder haben, mehr hat die Geschichte eigentlich nicht an Handlung, aber dieses eine Verlangen zieht ganz viel nach sich und am Ende greifen einige rote Fäden ineinander, die am Anfang schon geknüpft worden sind.
Nichtsdestotrotz ist „Die 5. Welle“ eine wirklich gute Story. Ich gucke den Film immer wieder gerne und ich folg auch beim zweiten Mal durch die Seiten. Meine Kritik fällt eher unter die Kategorie „Meckern auf hohem Niveau“.
Ich freue mich sehr darauf, dass ich die anderen Bände nun auch endlich habe und weiterlesen kann, denn auch der Schreibstil des Autors hat mich begeistern können. Bildhaft und flüssig lassen seine Worte die Geschichte in meinem Kopf entstehen.
Fazit
„Die 5. Welle“ ist ein wirklich guter Endzeit-Roman, der mit Spannung und einem wirklich guten Endzeit-Seeting punkten kann. Authentische Figuren und ein packender Schreibstil runden die Geschichte gut ab.
Spannend aber komplexer Schreibstil
Buch Elfe am 13.01.2021
Bewertungsnummer: 1426654
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das Buch spielt in der Gegenwart, einer düsteren Gegenwart. Außerirdische stiften Chaos auf der Erde (sie werden die Anderen genannt). Plötzlich fiel auf der ganzen Welt der Storm aus, was große Katastrophen hervorrief. Dies war die erste Welle. Die zweite Welle war ein Tsunami, wodurch weitere tausende von Menschen starben. Die dritte Welle wurde durch eine Krankheit in Vögeln auf der Erde verbreitet. Die vierte Welle hat begonnen, keiner weiß mehr, wer gut und wer böse ist. Wer ist ein Mensch, wer sieht nur so aus? Die Außerirdischen entführen außerdem die Kinder und bringen sie zu speziellen Sammelpunkten. Was haben sie mit ihnen vor? Warum werden alle Erwachsenen getötet?
Die Protagonistin ist auf sich allein gestellt, da beide ihrer Eltern tot sind. Ihr kleine Bruder Teddy ist in der Hand der „Anderen“. Cassie versucht nun, ihren kleinen Bruder Teddy zu retten und trifft dabei auf den jungen Mann Evan. Doch wer oder was ist Evan wirklich?
Die Geschichte ist wirklich sehr spannend. Aber auch sehr komplex. Auch den Schreibstil würde ich eher als schwierig einstufen. Ich musste mich wirklich auf das Lesen konzentrieren und teilweise Passagen doppelt lesen. Aber das Buch ist wirklich gut gelungen. Es ist sehr düster, aber auch sehr spannend. Zuerst versteht man gar nicht so richtig, worum es geht, was da alles passiert und wer eigentlich der Gute/ der Böse ist. Dadurch wird die Spannung gut aufgebaut. Und der Cliffhanger am Ende ist echt fies Ein etwas anderes, aber spannendes Buch, wo es ums pure Überleben und dunkle Machenschaften geht.
Man kann das Rad nicht neu erfinden- schon gar nicht wenn es um eine Alieninvasion auf der Erde geht. Angst, Zerstörung, Blut und viele Opfer hat die neue Lebensform auf die Welt gebracht und auch das lässt Ähnlichkeiten zu vorherigen Büchern erahnen. Und trotz allem hat es mir sehr viel Spaß gemacht die Geschichte der jungen Cassie zu verfolgen. Man wird als Leser gepackt und möchte wissen wie es weitergeht- kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Nein, man kann das Rad nicht neu erfinden und dennoch hat Rick Yancey ein tolles Buch veröffentlicht. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein.
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