1. Theater der Zeit - 01. April 2009
Theater der Zeit - 01. April 2009 Das Audiomagazin für Theater und Politik - 4
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Beschreibung
Produktdetails
Family Sharing
Ja
Gesprochen von
Tobias SaalfeldSpieldauer
31 Minuten
Abo-Fähigkeit
Ja
Altersempfehlung
ab 14 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
03.04.2009
Hörtyp
Lesung
Fassung
gekürzt
Medium
MP3
Anzahl Dateien
3
Verlag
Verlag Theater der ZeitSprache
Deutsch
EAN
4056198038000
Fotoprobe: Im Parkett ist die Aufstellungsordnung gestört. Ein Kamerateam des RBB baut sich direkt vor den angestammten Plätzen einiger Fotografen auf. Plötzlich weht ein Hauch altes DT bis in den ersten Rang hinauf. Wer neu ist, darf sich nicht vordrängeln, soll froh sein, wenn er überhaupt vorkommt. Fernsehen hat Vorfahrt? Aber nicht im DT, niemals. "Wir sind alle aggressiv", sagt einer der im Saal postierten Fotografen, ein Patriarch mit Teleobjektiv - und wie er das in aller Ruhe kundtut, klingt es, als verlese er gerade die Hausordnung. Das Fernsehen macht, was in solchen Augenblicken ratsam erscheint: Es duckt sich tief in die Reihe. (...)
Vom Umherschieben der Masse
Eine Stadt übt den Ausnahmezustand. Straßensperren, Helikopter, Polizeigrün und BGS-Blau, Tausende von Demonstranten und Gegendemonstranten: Dresden, eine Festung. Wer am 13. Februar in die Stadt kam, dem bot sich die durch Polizeipräsenz erzwungene Ruhe einer Stadt, die einmal im Jahr nicht nur um ihr Gesicht kämpft, sondern irgendwie auch um das des Landes. Dresdens hadernder, zugleich hochemotionaler Umgang mit dem 13. Februar 1945, dem Tag seiner Zerstörung durch die Alliierten, ist ein deutsches Problem. Wie viel Trauer, wie viel Nostalgie, wie viel Identifizierung darf sein? Die extreme Rechte gibt seit Jahren den Ton an und ruft mit Fackeln und Bannern ("Der Bombenholocaust lässt sich nicht widerlegen") zur Volkstrauer auf. In diesem Jahr wurde daraus ein schauerlicher Triumphzug; vom größten Aufzug rechter Demonstranten in der Geschichte der Bundesrepublik ist die Rede. (...)
Dauerlächelnde Möbelpacker
Es ist eine Idee, die etwas Befreiendes hat: Der Künstler entzieht sich und seine Biografie der Öffentlichkeit, um sein Werk und dessen Wirkung umso deutlicher hervortreten zu lassen. In einer mediatisierten Welt allein das: hohe Kunst.
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