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Der Krieg und das Mädchen

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

12 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.02.2014

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

480 (Printausgabe)

Dateigröße

976 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641111144

Beschreibung

Rezension

"Überzeugend ist in diesem Roman die Verstörung der Jugendlichen durch die allgemeine Kriegsbegeisterung, Soldatentum erscheint als Abenteuer und wichtiges, auch erotisches Ritual der Männlichkeit."

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert

Altersempfehlung

12 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.02.2014

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

480 (Printausgabe)

Dateigröße

976 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641111144

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  • leseratte1310

    4/5

    02.06.2014

    eBook (ePUB)

    leben auf dem Pulverfass

    Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges gibt es in Berlin eine Gruppe Jugendlicher, die einen Club, die „Somnambulen“, gründeten, um über ihre Pläne, Vorstellungen und anderes zu diskutieren. Mila Pigeon lebt seit dem Tod ihres Vaters allein mit der Mutter zusammen. Das ist recht ungewöhnlich. Deshalb und weil der Vater Franzose war, werden sie häufig angefeindet. Auf der Fahrt zur „Sommerfrische“ an den Müggelsee lernt Mila in der Bahn Sheena Gilges kennen. Sheena hat ihre eigenen, für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlichen Vorstellungen vom Leben. Dies und ihre Verbindungen zu pazifistischen Gruppen behagen ihren wohlhabenden Eltern natürlich nicht. Durch Sheena werden Mila und ihre Mutter in Ereignisse hineingezogen, die eigentlich nichts mit ihnen zu tun haben. Milas Freundschaft zu Fritz ist belastet, denn Fritz wird nicht damit fertig, dass er sich zu Rasmus hingezogen fühlt. Er betrachtet das als Krankheit und will diese ausmerzen. Man muss sich erst in die Geschichte hineinfinden, dann wird man mit der Zeit vom Buch gepackt. Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der sich alle auf einem Pulverfass bewegen. Da sind auf der einen Seite die verpönten Pazifisten, auf der anderen die Kriegsbegeisterten. Den Jugendlichen wird Vaterlandstreue, Krieg und Heldentod als etwas Erstrebenswertes vermittelt, dabei müsste man es aufgrund der Geschichte eigentlich besser wissen. Aber die Wirtschaft verspricht sich sagenhafte Gewinne durch den Krieg. Die Sprache versetzt uns in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Durch den Schreibstil wirkt die Geschichte authentisch und man kann den Wahnsinn der Zeit gut erspüren. Da ist einerseits Angst, andererseits Kriegsbegeisterung. Die männlichen Schüler sind eher euphorisch, was durch die Lehrer noch gefördert wird. Das Denken und Handeln der Protagonisten wirkt manchmal seltsam, nicht immer konnte ich das Verhalten nachvollziehen. Einige verändern sich im Laufe der Geschichte, so dass man auch die Einstellung zu ihnen ändern muss. Mila ist ein sehr starkes Mädchen, das trotz der Schwierigkeiten seinen Weg geht. Fritz kann nicht zu sich selbst stehen und daher sucht er den Tod im Krieg. Obwohl der Krieg stets präsent ist, wird nicht wirklich über Kriegshandlungen berichtet. Das Buch vermittelt uns wunderbar ein Stück deutscher Geschichte, ist aber nicht einfach, selbst für erwachsene Leser nicht. Die angestrebte Zielgruppe „ab 12 Jahre“ wird von dem Buch wahrscheinlich nicht so angesprochen.

  • leseratte1310

    aus Niederrhein

    4/5

    02.06.2014

    eBook (ePUB)

    Kurz vor Ausbruch des Ersten…

    Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges gibt es in Berlin eine Gruppe Jugendlicher, die einen Club, die „Somnambulen“, gründeten, um über ihre Pläne, Vorstellungen und anderes zu diskutieren. Mila Pigeon lebt seit dem Tod ihres Vaters allein mit der Mutter zusammen. Das ist recht ungewöhnlich. Deshalb und weil der Vater Franzose war, werden sie häufig angefeindet. Auf der Fahrt zur „Sommerfrische“ an den Müggelsee lernt Mila in der Bahn Sheena Gilges kennen. Sheena hat ihre eigenen, für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlichen Vorstellungen vom Leben. Dies und ihre Verbindungen zu pazifistischen Gruppen behagen ihren wohlhabenden Eltern natürlich nicht. Durch Sheena werden Mila und ihre Mutter in Ereignisse hineingezogen, die eigentlich nichts mit ihnen zu tun haben. Milas Freundschaft zu Fritz ist belastet, denn Fritz wird nicht damit fertig, dass er sich zu Rasmus hingezogen fühlt. Er betrachtet das als Krankheit und will diese ausmerzen. Man muss sich erst in die Geschichte hineinfinden, dann wird man mit der Zeit vom Buch gepackt. Die Geschichte spielt in einer Zeit, in der sich alle auf einem Pulverfass bewegen. Da sind auf der einen Seite die verpönten Pazifisten, auf der anderen die Kriegsbegeisterten. Den Jugendlichen wird Vaterlandstreue, Krieg und Heldentod als etwas Erstrebenswertes vermittelt, dabei müsste man es aufgrund der Geschichte eigentlich besser wissen. Aber die Wirtschaft verspricht sich sagenhafte Gewinne durch den Krieg. Die Sprache versetzt uns in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Durch den Schreibstil wirkt die Geschichte authentisch und man kann den Wahnsinn der Zeit gut erspüren. Da ist einerseits Angst, andererseits Kriegsbegeisterung. Die männlichen Schüler sind eher euphorisch, was durch die Lehrer noch gefördert wird. Das Denken und Handeln der Protagonisten wirkt manchmal seltsam, nicht immer konnte ich das Verhalten nachvollziehen. Einige verändern sich im Laufe der Geschichte, so dass man auch die Einstellung zu ihnen ändern muss. Mila ist ein sehr starkes Mädchen, das trotz der Schwierigkeiten seinen Weg geht. Fritz kann nicht zu sich selbst stehen und daher sucht er den Tod im Krieg. Obwohl der Krieg stets präsent ist, wird nicht wirklich über Kriegshandlungen berichtet. Das Buch vermittelt uns wunderbar ein Stück deutscher Geschichte, ist aber nicht einfach, selbst für erwachsene Leser nicht. Die angestrebte Zielgruppe „ab 12 Jahre“ wird von dem Buch wahrscheinlich nicht so angesprochen.

  • KimVi

    aus Niedersachsen

    3/5

    29.07.2019

    eBook (ePUB)

    Im Sommer 1914 kann man den…

    Im Sommer 1914 kann man den drohenden Ausbruch des Krieges förmlich spüren. Er liegt in der Luft und treibt seltsame Blüten. Selbst die Sommerfrische am Müggelsee, zu der die Jungen der Unterprima eines Charlottenburger Gymnasiums aufbrechen, gestaltet sich dadurch anders als geplant. Auch Mila gerät in den Sog aus Vaterlandstreue, Ausländerfeindlichkeit und Kriegsbegeisterung. Denn das junge Mädchen hatte einen französischen Vater. Dieser ist zwar schon vor langer Zeit gestorben, doch der französische Nachname wird für Mila und ihre Mutter zunehmend zur Last. Da einige Jungen aus der Unterprima gemeinsam mit Mila einem Künstlerclub angehören, reist Mila den Sommerfrischlern hinterher und bezieht bei Bekannten Quartier. Sie hofft, dass ihr Freund Fritz sich in der ungezwungenen Sommeratmosphäre eher dazu durchringen kann, über seine Gefühle zu sprechen. Denn Mila und er gelten als Paar. Auf der Bahnfahrt lernt Mila eine außergewöhnliche junge Dame aus vermögendem Hause kennen. Diese hat für die Vorkriegszeit recht gewagte Gedanken und scheint sich nicht zu scheuen, diese auch auszusprechen. Mila ahnt nicht, wie sehr sich diese Begegnung auf ihre Zukunft auswirken wird..... Jürgen Seidels Schreibstil ist perfekt auf das damalige Zeitgeschehen abgestimmt. Dadurch kann man problemlos in die Vergangenheit eintauchen und sich die beschriebenen Szenen lebhaft vorstellen. Der drohende Kriegsausbruch ist dabei spürbar und schwebt regelrecht zwischen den Zeilen. Man kann förmlich spüren, wie die Luft brodelt und die Menschen zwischen Begeisterung und Angst hin- und herpendeln lässt. Wobei Euphorie und Vaterlandstreue bei den jungen Männern im Vordergrund stehen. Sie scheinen den Beginn des Krieges kaum erwarten zu können - nicht ahnend, welche schrecklichen Momente er für sie bereithalten wird. In diese aufgeladene Atmosphäre ist die Geschichte von Mila, Fritz und ihren Freunden eingebettet. Mit den Augen der Gegenwart betrachtet, werden die Ereignisse, die die Freunde in dieser Zeit durchleben, das ein oder andere Mal unwirklich und nicht besonders glaubhaft wirken. Denn zu abnorm und verwunderlich erscheinen die Handlungen und Gedanken der Protagonisten zu sein. Mila gerät ins Zentrum einer Intrige, aus der sie sich nicht aus eigener Kraft befreien kann. Lange bleiben Drahtzieher und Motiv im Dunkeln, sodass man gespannt auf die Auflösung wartet. Doch auch für Fritz hält das Schicksal einiges bereit. Denn er muss sich seinem Gefühlschaos stellen und hofft im Krieg von seinem Leiden geheilt zu werden. Die Protagonisten machen im Verlauf der Handlung einige Veränderungen durch. Leider sind diese nicht immer positiv, sodass man bereits aufgebaute Sympathien mit fortschreitender Handlung nochmals überdenkt. Dieser Roman wird als Jugendbuch für Leser ab 12 Jahren geführt. Ob man in diesem Alter bereits die Details und Feinheiten der Erzählung wahrnehmen und interpretieren kann, wage ich allerdings zu bezweifeln. Denn mir ist das selbst als erwachsene Leserin nicht immer leichtgefallen.

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