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Produktbild: Pionierbahn am Lötschberg

Pionierbahn am Lötschberg Das offizielle Jubiläumsbuch: 100 Jahre Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn — 100 Jahre Lötschbergbahn

1

74,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Marke

As Verlag

Maße (L/B/H)

30,7/25/2,5 cm

Gewicht

1686 g

Erscheinungsdatum

10.05.2013

EAN

9783906055060

Beschreibung

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As Verlag

Maße (L/B/H)

30,7/25/2,5 cm

Gewicht

1686 g

Erscheinungsdatum

10.05.2013

EAN

9783906055060

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Ein informativer Jubiläumsband…

ws aus Markdorf am 03.07.2017

Bewertungsnummer: 2726406

Bewertet: Bürobedarf (Gebundene Ausgabe)

Ein informativer Jubiläumsband Betonung auf Jubiläum. Und damit sind indirekt auch schon die wenigen Punkte genannt, die weniger gut, weniger informativ geraten sind. Als da wären die verschiedenen Unfälle beim Bau der Bahnstrecke und des am Ende über 14 km langen Tunnels. Im Februar 1908 ging beispielsweise nach tagelangen Schneefällen südlichen Beginn des Tunnels eine Lawine ab, die 25 Menschenleben forderte. Im Juli des selben Jahres wurde der Tunnelvortrieb nach einer Sprengung auf eine Länge von 1,5 km durch von oben eindringende Sand-, Kies- und Schlammmassen zugeschüttet, was weitere 25 italienische Mineure das Leben kostete. Durch diesen Vorfall senkte sich der Boden des darüber liegenden Gasterntales stellenweise um 3 m. Der Versuch, den Tunnel auf der geplanten geradlinigen Strecke weiter voranzutreiben, wurde durch immer wieder nachrutschende Geröll- und Schuttmassen unmöglich gemacht. So dass entschieden wurde, die Tunnelführung etwas abzuändern, wodurch sich die Tunnellänge um einen knappen Kilometer verlängerte. Auf diese Fakten und vor allem auch auf die bis zu 1.200 zumeist italienischen Arbeiter, die zeitgleich arbeitenden und von denen während der Bauzeit 4.596 verunfallten, geht der das Autorenteam nur recht oberflächlich ein. Die letztgenannte Zahl habe ich in dem Bild-/Textband einer Bildbeschreibung entnommen. Dieses Mako wird dann aber wieder durch zahlreiche zeitgenössische Fotos, auf denen wiederum leider zumeist die 'Grosskopferten' zu sehen sind, durch Reproduktionen der verschiedenen Werbematerialien, Plakate, Postkarten etc. auf jeden Fall (fast) ausgeglichen. Die Fotos von den Bauarbeiten des Tunnels, der Bahntrasse, vor allem auch der Brücken und Viadukte sind sehr beeindruckend. Schon die Bilder der eingesetzten Luftdruck-Bohrmaschinen, deren Bohrhämmer in einer eigens errichteten Schmiede gefertigt wurden, lassen erahnen, welcher gigantischer Krach im Tunnelstollen geherrscht haben muss. Die Gerüste, einige aus Stahl, viele aus Holzstämmen, die zur Errichtung der Brücken notwendig waren - heute unvorstellbar. Die wirtschaftliche Bedeutung des Schienenwegs wird erläutert und auch einzelne Mitarbeiter der verschiedenen Arbeitsbereiche kommen zu Wort. Nicht alles an der Lötschbergbahn ist derart spektakulär wie zum Beispiel die zum Weltkulturerbe ernannte Albulabahn. Dennoch: nicht nur für Eisenbahnenthusiasten ein lohnenswerter Bildband.

Ein informativer Jubiläumsband…

ws aus Markdorf am 03.07.2017
Bewertungsnummer: 2726406
Bewertet: Bürobedarf (Gebundene Ausgabe)

Ein informativer Jubiläumsband Betonung auf Jubiläum. Und damit sind indirekt auch schon die wenigen Punkte genannt, die weniger gut, weniger informativ geraten sind. Als da wären die verschiedenen Unfälle beim Bau der Bahnstrecke und des am Ende über 14 km langen Tunnels. Im Februar 1908 ging beispielsweise nach tagelangen Schneefällen südlichen Beginn des Tunnels eine Lawine ab, die 25 Menschenleben forderte. Im Juli des selben Jahres wurde der Tunnelvortrieb nach einer Sprengung auf eine Länge von 1,5 km durch von oben eindringende Sand-, Kies- und Schlammmassen zugeschüttet, was weitere 25 italienische Mineure das Leben kostete. Durch diesen Vorfall senkte sich der Boden des darüber liegenden Gasterntales stellenweise um 3 m. Der Versuch, den Tunnel auf der geplanten geradlinigen Strecke weiter voranzutreiben, wurde durch immer wieder nachrutschende Geröll- und Schuttmassen unmöglich gemacht. So dass entschieden wurde, die Tunnelführung etwas abzuändern, wodurch sich die Tunnellänge um einen knappen Kilometer verlängerte. Auf diese Fakten und vor allem auch auf die bis zu 1.200 zumeist italienischen Arbeiter, die zeitgleich arbeitenden und von denen während der Bauzeit 4.596 verunfallten, geht der das Autorenteam nur recht oberflächlich ein. Die letztgenannte Zahl habe ich in dem Bild-/Textband einer Bildbeschreibung entnommen. Dieses Mako wird dann aber wieder durch zahlreiche zeitgenössische Fotos, auf denen wiederum leider zumeist die 'Grosskopferten' zu sehen sind, durch Reproduktionen der verschiedenen Werbematerialien, Plakate, Postkarten etc. auf jeden Fall (fast) ausgeglichen. Die Fotos von den Bauarbeiten des Tunnels, der Bahntrasse, vor allem auch der Brücken und Viadukte sind sehr beeindruckend. Schon die Bilder der eingesetzten Luftdruck-Bohrmaschinen, deren Bohrhämmer in einer eigens errichteten Schmiede gefertigt wurden, lassen erahnen, welcher gigantischer Krach im Tunnelstollen geherrscht haben muss. Die Gerüste, einige aus Stahl, viele aus Holzstämmen, die zur Errichtung der Brücken notwendig waren - heute unvorstellbar. Die wirtschaftliche Bedeutung des Schienenwegs wird erläutert und auch einzelne Mitarbeiter der verschiedenen Arbeitsbereiche kommen zu Wort. Nicht alles an der Lötschbergbahn ist derart spektakulär wie zum Beispiel die zum Weltkulturerbe ernannte Albulabahn. Dennoch: nicht nur für Eisenbahnenthusiasten ein lohnenswerter Bildband.

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Pionierbahn am Lötschberg

von Stephan Appenzeller, Kilian T. Elsasser

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