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Die Verwirrungen des Zöglings Törleß

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Beschreibung

Produktdetails

ISBN

978-3-518-18930-6

Auflage

4

Erscheinungsdatum

17.04.2013

Klassenstufen

5. Klasse + weitere

Schulformen

Schulformübergreifend

Einband

Taschenbuch

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

290

Maße (L/B/H)

17,5/11,4/2,3 cm

Gewicht

196 g

Sprache

Deutsch

Beschreibung

Produktdetails

ISBN

978-3-518-18930-6

Auflage

4

Erscheinungsdatum

17.04.2013

Klassenstufen

  • 5. Klasse
  • 6. Klasse
  • 7. Klasse
  • 8. Klasse
  • 9. Klasse
  • 10. Klasse
  • 11. Klasse
  • 12. Klasse
  • 13. Klasse

Schulformen

Schulformübergreifend

Einband

Taschenbuch

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

290

Maße (L/B/H)

17,5/11,4/2,3 cm

Gewicht

196 g

Sprache

Deutsch

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Im Knabeninternat tanzt einer aus der Reihe

C. Welser aus Salzburg am 11.09.2017

Bewertungsnummer: 274133

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Ein -zumindest was den Umfang betrifft- leichterer Einstiegstext in Musils Werk als "Der Mann ohne Eigenschaften." Aber auch Törleß tritt dank vieler, verschlungener Nebensätze mit einer besonders dichten Sprache auf, die an sich aber sehr faszinierend ist. Bei konzentriertem Lesen gelingt es recht leicht die verworrenen Gedankengänge der Figur zu entknoten und die Bedrüfnisse des Schülers zu verstehen. Die Ausgabe der Suhrkamp BasisBibliothek enthält übrigens ein sehr ausführliches Nachwort, das die Auslegung erleichtert.

Im Knabeninternat tanzt einer aus der Reihe

C. Welser aus Salzburg am 11.09.2017
Bewertungsnummer: 274133
Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Ein -zumindest was den Umfang betrifft- leichterer Einstiegstext in Musils Werk als "Der Mann ohne Eigenschaften." Aber auch Törleß tritt dank vieler, verschlungener Nebensätze mit einer besonders dichten Sprache auf, die an sich aber sehr faszinierend ist. Bei konzentriertem Lesen gelingt es recht leicht die verworrenen Gedankengänge der Figur zu entknoten und die Bedrüfnisse des Schülers zu verstehen. Die Ausgabe der Suhrkamp BasisBibliothek enthält übrigens ein sehr ausführliches Nachwort, das die Auslegung erleichtert.

Entwicklungsphasen eines Heranwachsenden im Spannungsfeld von Gesellschaft und Politik

Raumzeitreisender aus Ahaus am 01.02.2026

Bewertungsnummer: 3032291

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

In diesem Buch wird ein kleiner aber einschneidender Abschnitt aus dem Leben des Internatsschülers Törleß, Sohn eines Hofrats, beschrieben. Extreme menschliche Erfahrungen mit seinen Mitschülern lösen bei ihm einen seelischen Reifungsprozess aus. Dies wird in einer Retrospektive untermauert, die in den Roman eingewoben wurde. Es handelt sich um den ersten Roman von Robert Musil, der insbesondere durch sein Hauptwerk "Der Mann ohne Eigenschaften" bekannt wurde. Törleß lebt mit seinen Mitschülern Beineberg, Reiting und Basini in einem altehrwürdigen Internat. Eines Tages wird Basini von seinen Kameraden eines Diebstahls überführt. Statt ihn anzuzeigen, erpressen sie den eher schwächlichen Mitschüler. Für Basini ist dies der Beginn einer Serie körperlicher und psychischer Misshandlungen durch seine Mitschüler. Diese lassen bei ihren sadistischen Spielen keine Grenzen erkennen. Musils Perspektive ist nicht die des Opfers und auch nicht primär die der Haupttäter, sondern die des nachdenklichen Mitläufers Törleß. Dieser ist Anfangs voll dabei, bekommt aber zunehmend Gewissensbisse. Eines Tages distanziert er sich von den Aktionen, was ihn in eine extreme psychische Situation bringt, zumal er sich als schwächster der drei Täter stets im Spannungsfeld zwischen Täter- und möglicher Opferrolle sieht. Deutlich wird die unberechenbare psychische Situation des Protagonisten im Mathematikunterricht beim Exkurs in die Welt der imaginären Zahlen. Diese nicht greifbaren Zahlen beschreiben treffend den Seelenzustand von Törleß. Er erhält von seinem Mathematikprofessor die unbefriedigende Antwort, dass ihm die Voraussetzungen fehlen, um diesen Bereich der Mathematik (und damit symbolisch sich selbst) verstehen zu können. Liest man einen Roman von Robert Musil, drängt sich ein Vergleich mit seinem Lebenswerk "Der Mann ohne Eigenschaften" auf. Das 1906 entstandene Werk "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" ist kompakter und enthält mehr Handlungen. Es lässt bereits erahnen, dass sich tiefgründige psychologische Analysen, geprägt vom gesellschaftlichen und politischen Zeitgeist zum besonderen Stil von Robert Musil entwickeln werden.

Entwicklungsphasen eines Heranwachsenden im Spannungsfeld von Gesellschaft und Politik

Raumzeitreisender aus Ahaus am 01.02.2026
Bewertungsnummer: 3032291
Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

In diesem Buch wird ein kleiner aber einschneidender Abschnitt aus dem Leben des Internatsschülers Törleß, Sohn eines Hofrats, beschrieben. Extreme menschliche Erfahrungen mit seinen Mitschülern lösen bei ihm einen seelischen Reifungsprozess aus. Dies wird in einer Retrospektive untermauert, die in den Roman eingewoben wurde. Es handelt sich um den ersten Roman von Robert Musil, der insbesondere durch sein Hauptwerk "Der Mann ohne Eigenschaften" bekannt wurde. Törleß lebt mit seinen Mitschülern Beineberg, Reiting und Basini in einem altehrwürdigen Internat. Eines Tages wird Basini von seinen Kameraden eines Diebstahls überführt. Statt ihn anzuzeigen, erpressen sie den eher schwächlichen Mitschüler. Für Basini ist dies der Beginn einer Serie körperlicher und psychischer Misshandlungen durch seine Mitschüler. Diese lassen bei ihren sadistischen Spielen keine Grenzen erkennen. Musils Perspektive ist nicht die des Opfers und auch nicht primär die der Haupttäter, sondern die des nachdenklichen Mitläufers Törleß. Dieser ist Anfangs voll dabei, bekommt aber zunehmend Gewissensbisse. Eines Tages distanziert er sich von den Aktionen, was ihn in eine extreme psychische Situation bringt, zumal er sich als schwächster der drei Täter stets im Spannungsfeld zwischen Täter- und möglicher Opferrolle sieht. Deutlich wird die unberechenbare psychische Situation des Protagonisten im Mathematikunterricht beim Exkurs in die Welt der imaginären Zahlen. Diese nicht greifbaren Zahlen beschreiben treffend den Seelenzustand von Törleß. Er erhält von seinem Mathematikprofessor die unbefriedigende Antwort, dass ihm die Voraussetzungen fehlen, um diesen Bereich der Mathematik (und damit symbolisch sich selbst) verstehen zu können. Liest man einen Roman von Robert Musil, drängt sich ein Vergleich mit seinem Lebenswerk "Der Mann ohne Eigenschaften" auf. Das 1906 entstandene Werk "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" ist kompakter und enthält mehr Handlungen. Es lässt bereits erahnen, dass sich tiefgründige psychologische Analysen, geprägt vom gesellschaftlichen und politischen Zeitgeist zum besonderen Stil von Robert Musil entwickeln werden.

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  • Robert Musil, Die Verwirrungen des Zöglings



    Törleß



    Kommentar



    Zeittafel



    »Nämlich mein Roman . . . Sie gähnen?« –



    Entstehungsgeschichte



    »Kerrs vorsichtige Ausstellungen« –



    Text- und Druckgeschichte



    »Entdecker von Neu-Seelland« –



    Wirkung zu Lebzeiten



    »Nach Kräften grimmig enttäuscht« –



    Frühe Törleß-Lesarten aus Autorsicht



    Der Törleß als psychologischer Roman



    Der Törleß als Bekenntnis- oder



    Schülerroman



    Der Törleß als Prophetie



    »Ein Roman von abweichender Art« –



    Zur Form des Romans



    Erzähltechnik, Figurenkonstellation,



    Polyphonie



    Zur Modellierung psychischer Prozesse



    im Roman



    Sprache, Symbolik, Schlüsselwörter



    »Sind es Ungeheuer? Sind es nur Wolken?« –



    Inversionen, die Grenzen der Sprache und



    die Krise des Subjekts



    »Es ging von den Augen aus« – Das Motiv des



    Sehens und Törleß’ ödipaler Konflikt



    »Darf Törleß so einfach über Basini hinweggehen«? – Ethik und Ästhetik bei Musil



    Literaturhinweise



    Wort- und Sacherläuterungen