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Die drei Musketiere - Teil 1&2 [2 DVDs]

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Beschreibung

Produktdetails

Medium

DVD

Anzahl

2

FSK

Freigegeben ab 16 Jahren

Studio

Studiocanal (plaion Pictures)

Genre

Abenteuer

Spieldauer

194 Minuten

Originaltitel

Les trois mousquetaires - Teil 1 und 2

Sprache

Deutsch, Französisch

Tonformat

Deutsch: DD Mono, Französisch: DD Mono

Bildformat

Widescreen (2,35:1)

Besetzung

Gerard Barray + weitere

Regisseur

Bernard Borderie

Komponiert von

Paul Misraki

Erscheinungsdatum

01.03.2012

Produktionsjahr

1961

Verpackung

Softbox

EAN

4006680059815

Beschreibung

Produktdetails

Medium

DVD

Anzahl

2

FSK

Freigegeben ab 16 Jahren

Studio

Studiocanal (plaion Pictures)

Genre

Abenteuer

Spieldauer

194 Minuten

Originaltitel

Les trois mousquetaires - Teil 1 und 2

Sprache

Deutsch, Französisch

Tonformat

Deutsch: DD Mono, Französisch: DD Mono

Bildformat

Widescreen (2,35:1)

Besetzung

  • Gerard Barray
  • Bernard Woringer
  • Mylene Demongeot
  • Georges Descrieres
  • Jacques Toja

Regisseur

Bernard Borderie

Komponiert von

Paul Misraki

Erscheinungsdatum

01.03.2012

Produktionsjahr

1961

Verpackung

Softbox

EAN

4006680059815

Herstelleradresse

MFP Tonträger
Carl-Miele-Straße 22
33442 Herzebrock-Clarholz
DE

Email: info@mfp.de

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Noch eine Musketier-Verfilmung – Eine für alle?

Bewertung aus Hamburg am 02.03.2023

Bewertungsnummer: 1891789

Bewertet: DVD (DVD)

Diese 1962 von „Angélique“-Regisseur Bernard Borderie inszenierte Verfilmung kommt ebenso wie Richard Lesters Musketierade mehr als zehn Jahre später in zwei Teilen daher. Gut so, denn die Romanvorlage ist so handlungsreich und vielschichtig, dass man ihr in normaler Spielfilmlänge kaum gerecht werden kann. Die alten deutschen Verleih-Untertitel haben es bis aufs DVD-Cover geschafft, sind aber völlig nichtssagend. Es geht im ersten Teil natürlich um das Geschmeide der Königin von Frankreich und in der Fortsetzung steht die rachelüsterne Mylady de Winter im Mittelpunkt. Dumas-Freunde werden vor allem im ersten Teil mit Wohlgefallen sehen, wie das Drehbuch nah an der literarischen Vorlage bleibt, die Fortsetzung weicht hingegen deutlich stärker vom Roman ab. Sehr sorgfältig wurden die Darsteller ausgewählt. Endlich einmal sehen alle Musketiere so aus, wie Dumas sie beschrieben hat. Auch viele historische Figuren, etwa Ludwig XIII. und Gemahlin Anna oder Kardinal Richelieu scheinen gut getroffen. Als d’Artagnan bringt der junge Gérard Barray das richtige Maß an Wagemut und Unbekümmertheit in die Rolle ein, und vor allem zu Beginn gefallen in den Fechtszenen seine komisch-akrobatischen Einlagen. Im Vergleich zu Lesters Zweiteiler von 1973/74 stand für diese französisch-italienische Co-Produktion allerdings nur ein weit schmaleres Budget zur Verfügung. In vielen Einstellungen fällt das nicht auf: Die Kostüme sind eindrucksvoll, die Säle und Innenhöfe gut bevölkert und die schönen Schlösser der Loire sehen sowieso fabelhaft aus. Erst wenn wichtige Dinge nicht zu sehen sind, wird klar, wo gespart wurde. Über die Belagerung von La Rochelle wird hier nur geredet, ohne dass man je zum Schauplatz geführt würde. Was man dieser Verfilmung jedoch wirklich ankreiden muss, ist dass sie einigen dramatischen Begebenheiten der Vorlage einfach nicht gerecht wird. So gehört zu den spannendsten Passagen des Romans die Gefangenschaft von Mylady in England und wie sie ihr durch die Verführung ihres Kerkermeisters entkommt: Kaum etwas davon hat Eingang ins Drehbuch gefunden. Von Buckinghams Ermordung erfährt man nur mündlich, und zu guter Letzt scheint es gar, als habe d’Artagnan von Constances Tod gar nichts mitzubekommen, jedenfalls wirkt er auf seltsame Weise unberührt. Borderies Regie bleibt in wichtigen Momenten einfach zu oberflächlich und so vermag am Ende keiner der Schauspieler seiner Rolle eine Tiefe zu geben, die den Zuschauer wirklich berührt. Die Zerrissenheit und Verzweiflung in der Figur von Athos etwa sucht man hier vergebens. Trotz solcher Unzulänglichkeiten bietet dieser Zweiteiler insgesamt solide und vor allem rundum familientaugliche Unterhaltung – die FSK-16-Wertung ist ein schlechter Witz. Die Erzählung wirkt weniger gedrängt als in der Verfilmung mit Gene Kelly von 1948 und sie bleibt sehr viel werkgetreuer als in den Hollywood-Versionen von 1993 und 2011. Der Film liegt im originalen Cinemascope-Format vor, die Bildschärfe geht für einen über fünfzig Jahre alten Streifen in Ordnung, von einer Szene zur anderen kann die Farbintensität allerdings stark schwanken. Zu loben wäre noch, dass gegenüber der Erstauflage diesmal beide Discs platzsparend in einem Amaraycase untergebracht wurden und dass man für das DVD-Cover ein altes Plakatmotiv aufgetrieben hat.

Noch eine Musketier-Verfilmung – Eine für alle?

Bewertung aus Hamburg am 02.03.2023
Bewertungsnummer: 1891789
Bewertet: DVD (DVD)

Diese 1962 von „Angélique“-Regisseur Bernard Borderie inszenierte Verfilmung kommt ebenso wie Richard Lesters Musketierade mehr als zehn Jahre später in zwei Teilen daher. Gut so, denn die Romanvorlage ist so handlungsreich und vielschichtig, dass man ihr in normaler Spielfilmlänge kaum gerecht werden kann. Die alten deutschen Verleih-Untertitel haben es bis aufs DVD-Cover geschafft, sind aber völlig nichtssagend. Es geht im ersten Teil natürlich um das Geschmeide der Königin von Frankreich und in der Fortsetzung steht die rachelüsterne Mylady de Winter im Mittelpunkt. Dumas-Freunde werden vor allem im ersten Teil mit Wohlgefallen sehen, wie das Drehbuch nah an der literarischen Vorlage bleibt, die Fortsetzung weicht hingegen deutlich stärker vom Roman ab. Sehr sorgfältig wurden die Darsteller ausgewählt. Endlich einmal sehen alle Musketiere so aus, wie Dumas sie beschrieben hat. Auch viele historische Figuren, etwa Ludwig XIII. und Gemahlin Anna oder Kardinal Richelieu scheinen gut getroffen. Als d’Artagnan bringt der junge Gérard Barray das richtige Maß an Wagemut und Unbekümmertheit in die Rolle ein, und vor allem zu Beginn gefallen in den Fechtszenen seine komisch-akrobatischen Einlagen. Im Vergleich zu Lesters Zweiteiler von 1973/74 stand für diese französisch-italienische Co-Produktion allerdings nur ein weit schmaleres Budget zur Verfügung. In vielen Einstellungen fällt das nicht auf: Die Kostüme sind eindrucksvoll, die Säle und Innenhöfe gut bevölkert und die schönen Schlösser der Loire sehen sowieso fabelhaft aus. Erst wenn wichtige Dinge nicht zu sehen sind, wird klar, wo gespart wurde. Über die Belagerung von La Rochelle wird hier nur geredet, ohne dass man je zum Schauplatz geführt würde. Was man dieser Verfilmung jedoch wirklich ankreiden muss, ist dass sie einigen dramatischen Begebenheiten der Vorlage einfach nicht gerecht wird. So gehört zu den spannendsten Passagen des Romans die Gefangenschaft von Mylady in England und wie sie ihr durch die Verführung ihres Kerkermeisters entkommt: Kaum etwas davon hat Eingang ins Drehbuch gefunden. Von Buckinghams Ermordung erfährt man nur mündlich, und zu guter Letzt scheint es gar, als habe d’Artagnan von Constances Tod gar nichts mitzubekommen, jedenfalls wirkt er auf seltsame Weise unberührt. Borderies Regie bleibt in wichtigen Momenten einfach zu oberflächlich und so vermag am Ende keiner der Schauspieler seiner Rolle eine Tiefe zu geben, die den Zuschauer wirklich berührt. Die Zerrissenheit und Verzweiflung in der Figur von Athos etwa sucht man hier vergebens. Trotz solcher Unzulänglichkeiten bietet dieser Zweiteiler insgesamt solide und vor allem rundum familientaugliche Unterhaltung – die FSK-16-Wertung ist ein schlechter Witz. Die Erzählung wirkt weniger gedrängt als in der Verfilmung mit Gene Kelly von 1948 und sie bleibt sehr viel werkgetreuer als in den Hollywood-Versionen von 1993 und 2011. Der Film liegt im originalen Cinemascope-Format vor, die Bildschärfe geht für einen über fünfzig Jahre alten Streifen in Ordnung, von einer Szene zur anderen kann die Farbintensität allerdings stark schwanken. Zu loben wäre noch, dass gegenüber der Erstauflage diesmal beide Discs platzsparend in einem Amaraycase untergebracht wurden und dass man für das DVD-Cover ein altes Plakatmotiv aufgetrieben hat.

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