Die Österreich-Box - Ein Jahrhundert Zeitgeschichte in originalen Filmdokumenten Ein Jahrhundert Zeitgeschichte in originalen Filmdokumenten auf 6 DVDs
69,90 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Medium
DVD
Anzahl
6
FSK
Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Spieldauer
985 Minuten
Sprache
Deutsch
Tonformat
Deutsch; DD 1.0 Mono
Bildformat
1.33:1
Erscheinungsdatum
01.12.2010
EAN
9783902531575
ÖSTERREICH BOX 2 1896-1918 Das Ende der Donaumonarchie
Soziale, politische und vor allem ethnische Zerwürfnisse charakterisierten die Krise im Inneren der Habsburgermonarchie. Auch außenpolitisch verlor sie an Bedeutung. Andererseits führten Verhandlungen zwischen den Völkern im Donauraum bisweilen zum Interessenausgleich. Ökonomisch, wissenschaftlich und kulturell ließen sich ebenfalls positive Trends verzeichnen. Der Erste Weltkrieg überforderte dann aber sowohl die Regierung als auch die Bevölkerung Österreich-Ungarns. Elend und Radikalisierung, die Haltung der Nationalitäten und der gegnerischen Mächte ermöglichten oder beschleunigten den Zerfall des Reiches. Die erste Ausgabe der Österreich Box zeigt den Widerspruch zwischen der gesellschaftlichen Realität und den erhaltenen Filmdokumenten aus der Frühzeit der Kinematografie , als die Bilder laufen lernten.
ÖSTERREICH BOX 2 1918-1938 Zwischen den Weltkriegen
Die Zukunft der Ersten Republik ist bei ihrer Ausrufung am 12. November 1918 mehr als ungewiss. Nach dem Zerfall der Habsburgermonarchie denken die Menschen weiterhin in großen Räumen. Revolutionärer Internationalismus, Donauföderation, vor allem aber der Anschluss an das Deutsche Reich sind Optionen. Die problematische Suche nach der nationalen Identität beginnt. Sie verbindet sich mit den Konfliktpotenzialen innerhalb einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft. Soziale Spannungen, wirtschaftliches Elend, ideologische Gegensätze und politischer Radikalismus beherrschen Österreich. Die Demokratie wird beseitigt. Der Nationalsozialismus gewinnt an Einfluss. Die historischen Filmdokumente veranschaulichen die verhängnisvolle Entwicklung eines Landes, das zwischen zwei Weltkriegen in allen Lebensbereichen von Widersprüchen gekennzeichnet ist.
ÖSTERREICH BOX 3 1938-1945 Die Herrschaft des Nationalsozialismus
Nach dem Anschluss im März 1938 verschwand die schwache österreichische Landesidentität fast vollständig. Sogar die Ostmark als Teil des Dritten Reiches erinnerte noch zu sehr an etwas Separates. Man bezeichnete das Gebiet daher später als Donau- und Alpengaue. Zugleich bedeutete die NS-Herrschaft Krieg, Verfolgung und Terror. Von den etwa sieben Millionen Ostmärkern kamen zirka 280.000 als Wehrmachtssoldaten oder als Zivilisten ums Leben. Etwa 6.000 Roma sowie 65.000 Juden und 25.000 nichtjüdische Häftlinge wurden in Gefängnissen, Konzentrations- und Vernichtungslagern, weitere 20.000 Menschen als unwertes Leben im Zuge der NS-Euthanasie ermordet. Tausende bezahlten ihren Widerstand gegen das Gewaltregime mit dem Tod. Weit mehr schlossen sich jedoch den neuen Herren an. Rund 700.000 Österreicher waren Mitglied der NSDAP. Diese Edition repräsentiert die audiovisuelle Realität der NS-Zeit in Österreich: Massive Wochenschau-Propaganda, die das Herrschaftsbild zeichnet - nur vereinzelt eröffnen private Filmdokumente andere Perspektiven.
ÖSTERREICH BOX 4 1945-1955 Der Weg zum Staatsvertrag
Im Frühjahr 1945 ist der Zweite Weltkrieg zu Ende. Österreich, seit dem Anschluss 1938 Teil des Dritten Reiches, steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Alliierten - Amerikaner, Briten, Franzosen und Russen - haben das Land besetzt. Obwohl die Geburtsstunde der Zweiten Republik bereits in den April 1945 fällt, heißt es zehn Jahre warten, bis die Großmächte Österreich in die volle Souveränität entlassen: Am 15. Mai 1955 wird in Wien der Staatsvertrag unterzeichnet. Die DVD illustriert anhand zahlreicher Filmbeiträge Entwicklungen in den Jahren 1945 bis 1955, ergänzt durch Informationstexte zu den dargestellten Themen. Sie dokumentiert neben den politischen Ereignissen auch wirtschaftliche, soziale, kulturelle und alltagsgeschichtliche Aspekte, die das Jahrzehnt nach 1945 prägten und Österreich formten.
ÖSTERREICH BOX 5 1955-1968 Konsolidierung im Kalten Krieg
Nach dem Abzug der alliierten Besatzungstruppen blieb die unabhängige Alpenrepublik stabil. Proporz und Sozialpartnerschaft garantierten den inneren Frieden, standen bisweilen aber dem parlamentarischen Leben und einer gesellschaftlichen Liberalisierung im Weg. Den ökonomischen Aufschwung ermöglichte indes sowohl die Entwicklung im Land als auch eine gesamteuropäische Hochkonjunktur. Außenpolitisch wollte sich Österreich währenddessen als internationaler Vermittler zwischen den Großmächten profilieren. Das Bestreben, sich als neutraler Kleinstaat an den Westen anzulehnen, rief vor dem Hintergrund des Kalten Krieges allerdings des Öfteren den Widerspruch der Sowjetunion hervor. Währenddessen suchte man in den USA und in Europa nach alternativen Gesellschaftsmodellen: Massen gingen für die Bürgerrechtsbewegung und gegen eine Fortsetzung des Vietnamkriegs auf die Straße.
ÖSTERREICH BOX 6 1968-1995 Der Wohlfahrtsstaat im Wandel
Konservativere Kulturmuster der frühen Zweiten Republik wurden ab den 1960er-Jahren überwunden. Die österreichischen Regierungen signalisierten Reformbereitschaft, ein sozialliberaleres Klima führte zur stärkeren Individualisierung. In der Folge entstand eine Zivilgesellschaft, deren Handlungsspielraum allerdings nach wie vor von Parteien, Behörden und Verbänden eingeengt wird. Die Zuversicht der Aufbaugeneration wich unterdessen wirtschaftlichen Zukunftsängsten. Sozial- und Wohlfahrtsstaat als Produkte des Aufschwungs nach 1950 gerieten unter Druck. Die ökonomischen und technologischen Rahmenbedingungen änderten sich ebenso grundlegend wie die internationale Lage. Der Kalte Krieg endete mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die europäische Integration schritt voran. Die historischen Filmdokumente zeichnen Österreichs Weg vom Jahr 1968 bis zum EU-Beitritt nach.
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