Meine letzte RezensionTalking to the Moonvon Sherin Nagib
Talking to the Moon“ ist mein erstes Buch von Sherin Nagib und ich habe mich sofort verliebt: In die ruhige, aber mutige Protagonistin Judy, ihre quirlige beste Freundin Roxy und den sympathischen Strandcafé-Betreiber Jaad. Und natürlich in Kingston: den kleinen Wirbelwind, der uns direkt in die Geschichte entführt.
Doch nun einmal zu den beiden Protagonisten: Judy studiert Musik, ihre große Leidenschaft. Doch als Hidjabi sieht sie ihre Chancen eher gering, was sie nicht davon abhält, ihren Träumen zu folgen. Jaad führt einen Coffee-Truck, das DROPOUT. Doch sein Herz schlägt eigentlich für die Musik: Mit seinem besten Freund Flurry hat er eine Band, die bis vor ein paar Jahren sogar Erfolge und zumindest einen großen Hit verzeichnen konnte. Momentan stagniert der Erfolg der Band aber. Was die beiden natürlich zu verändern gedenken.
Und genau das machen sie. Mit Judy’s Hilfe.
„Talking to the Moon“ ist eine wahnsinnig süße und authentische soft Romance. Man fühlt mit den Personen und ist an die Handlung gefesselt, weil man sich einfach wünscht, dass die beiden endlich zusammenkommen. Das ist aber natürlich mit einigen Hindernissen verbunden.
Eine der größten Schwierigkeiten, die Judy und später auch Jaad im Laufe des Buches begegnen, ist Rassismus und damit verbundene Vorurteile. Judy ist praktizierende Muslimin, was keinesfalls aufgezwungen oder hervorgehoben wirkt, sondern wirklich einfach Teil ihrer Person ist. Als auch Jaad zum Islam konvertiert um sich und seine Herkunft besser zu verstehen, bekommt auch er den Rassismus zu spüren, durch den die verschiedensten Menschengruppen seit jeher diskriminiert werden. Diese Thematik zieht sich durch das gesamte Buch und regt wirklich zum Nachdenken an. Die Autorin Sherin Nagib ist Sensitivity-Leserin; und das merkt man auch in ihrem Roman. An der Art, wie die „kritischen“ Szenen aufgebaut sind: vorsichtig genug um niemandem übel zu kommen, mutig genug um trotzdem eine laute Stimme zu haben. Sie selbst ist teils von ägyptischer Herkunft und weiß damit (leider) wahrscheinlich genau, worüber sie schreibt.
Man kann sich nur in die Handlung, in Judy und Jaad, verlieben. „Talking to the Moon“ ist eine sanfte Slice-of-Life-Romantik, die man am liebsten direkt noch einmal lesen möchte!