Buchhändler/-innen im Portrait

Meine Lieblingsbuchhändler/-innen
Manfred Karnaus Buchhandlung: Thalia Graz – Murpark
0 Rezensionen
Meine letzte Rezension Die Perser von Aischylos
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Tragödie um das älteste uns erhaltene Drama der europäischen Geschichte, erstmals aufgeführt im Jahre 472 v. Chr. in Athen. Trotz der rund 2500 Jahre, die uns vom Zeitpunkt seiner Uraufführung trennen, hat es dennoch seinen Charme nicht eingebüßt. Die Sprache mag für moderne Verhältnisse etwas archaisch und pathetisch wirken, was angesichts einer antiken Tragödie aber durchaus verständlich ist, zumal die Übersetzung auch das Versmaß, ein Merkmal antiker Tragödien, ins Deutsche überträgt. Wenn sich dann eine Unklarheit ergeben sollte, stehen einem die Anmerkungen und das abschließende Nachwort jedoch tatkräftig zur Seite. Die im Titel erwähnte Besonderheit liegt in der Wahl der Handlung: Anders als bei den übrigen uns erhaltenen Tragödien wird hier nicht ein mythischer, sondern ein historischer Stoff verarbeitet: Die Schlacht von Salamis (480 v. Chr.), in der die Griechen (unter Beteiligung des Autors Aischylos) die einfallenden Perser besiegen konnten. Wenig verwunderlich ist daher das überaus positive Bild von Athen, das hier und in den anderen Tragödien vermittelt wird. Was dagegen aber nun außergewöhnlich scheint, sind die handelnden Personen, denn alle beteiligten Figuren sind nicht Athener oder überhaupt Griechen, sondern Perser: Allen voran steht Königin Atossa und die verzweifelte Frage, ob ihr Sohn die Schlacht überlebt hat.
ab 6,95 €
Produktbild Die Perser
5/5
  • Manfred Karnaus
  • Buchhändler/-in

5/5

Die Perser

Tatsächlich handelt es sich bei dieser Tragödie um das älteste uns erhaltene Drama der europäischen Geschichte, erstmals aufgeführt im Jahre 472 v. Chr. in Athen. Trotz der rund 2500 Jahre, die uns vom Zeitpunkt seiner Uraufführung trennen, hat es dennoch seinen Charme nicht eingebüßt. Die Sprache mag für moderne Verhältnisse etwas archaisch und pathetisch wirken, was angesichts einer antiken Tragödie aber durchaus verständlich ist, zumal die Übersetzung auch das Versmaß, ein Merkmal antiker Tragödien, ins Deutsche überträgt. Wenn sich dann eine Unklarheit ergeben sollte, stehen einem die Anmerkungen und das abschließende Nachwort jedoch tatkräftig zur Seite. Die im Titel erwähnte Besonderheit liegt in der Wahl der Handlung: Anders als bei den übrigen uns erhaltenen Tragödien wird hier nicht ein mythischer, sondern ein historischer Stoff verarbeitet: Die Schlacht von Salamis (480 v. Chr.), in der die Griechen (unter Beteiligung des Autors Aischylos) die einfallenden Perser besiegen konnten. Wenig verwunderlich ist daher das überaus positive Bild von Athen, das hier und in den anderen Tragödien vermittelt wird. Was dagegen aber nun außergewöhnlich scheint, sind die handelnden Personen, denn alle beteiligten Figuren sind nicht Athener oder überhaupt Griechen, sondern Perser: Allen voran steht Königin Atossa und die verzweifelte Frage, ob ihr Sohn die Schlacht überlebt hat.

Meine Rezensionen

Rezensionen

Rezensionsdatum: absteigend

Filter

Kategorie

Autor

Sterne

Rezensionsdatum: absteigend