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Meine letzte Rezension Witchfluencer von Fabian Maysenhölder
„Witchtok“, Liebes-und Rachezauber, „freifliegende Hexen“, Runen, Grimoires und „Witch Hauls“: Der evangelische Pfarrer Fabian Maysenhölder hat sich umgesehen und umgehört und fasst informativ, unterhaltsam und um Objektivität bemüht für alle, die nicht auf Tiktok, Instagram etc unterwegs sind oder sein wollen, zusammen, was es über das moderne Hexentum zu wissen gibt. Hervorzuheben ist, dass sich der Hauptteil des Buches nach einer gut recherchierten geschichtlichen Einleitung tatsächlich um Glauben und Praxis der modernen Hexen dreht: Zauberpraktiken, Symbole, zugrunde liegende Weltbilder, der Unterschied zwischen Grimoire und Buch der Schatten, ästhetische Inszenierung, Konsumangebote auf Etsy, feministische Selbstermächtigung, magische Stammbäume und methodische Differenzen. Erst im letzten Drittel geht es darum, was das moderne Hexenwesen über unsere Gesellschaft aussagt, um Risiken und Nebenwirkungen vor allem bei Fragen physischer und psychischer Gesundheit, den Unterschied zwischen magischem Ritual und christlichem Gebet oder auch darum, wieviel Magie im Christentum steckt. Seit den griechischen Orakeln und römischen Fluchtäfelchen hat sich nicht gar so viel geändert - im Grunde genommen geht es darum, sich eine chaotische, unverfügbare Welt verfügbar zu machen. Ob der korrekt durchgeführte Zauber Wirkungen erzwingt oder das Bittgebet von Gott erhört wird - wissenschaftlich überprüfbar sind magische Praktiken ebensowenig wie religiöse Rituale. Das Schlusswort überlasse ich dem Herrn Pfarrer: „Unsere Antwort auf die Unsicherheit in der Welt sollte nicht Magie sein, sondern die Zusage Gottes, dass er uns in unserem Leid begleitet.“
ab 21,50 €
Produktbild Witchfluencer
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Witchfluencer

„Witchtok“, Liebes-und Rachezauber, „freifliegende Hexen“, Runen, Grimoires und „Witch Hauls“: Der evangelische Pfarrer Fabian Maysenhölder hat sich umgesehen und umgehört und fasst informativ, unterhaltsam und um Objektivität bemüht für alle, die nicht auf Tiktok, Instagram etc unterwegs sind oder sein wollen, zusammen, was es über das moderne Hexentum zu wissen gibt. Hervorzuheben ist, dass sich der Hauptteil des Buches nach einer gut recherchierten geschichtlichen Einleitung tatsächlich um Glauben und Praxis der modernen Hexen dreht: Zauberpraktiken, Symbole, zugrunde liegende Weltbilder, der Unterschied zwischen Grimoire und Buch der Schatten, ästhetische Inszenierung, Konsumangebote auf Etsy, feministische Selbstermächtigung, magische Stammbäume und methodische Differenzen. Erst im letzten Drittel geht es darum, was das moderne Hexenwesen über unsere Gesellschaft aussagt, um Risiken und Nebenwirkungen vor allem bei Fragen physischer und psychischer Gesundheit, den Unterschied zwischen magischem Ritual und christlichem Gebet oder auch darum, wieviel Magie im Christentum steckt. Seit den griechischen Orakeln und römischen Fluchtäfelchen hat sich nicht gar so viel geändert - im Grunde genommen geht es darum, sich eine chaotische, unverfügbare Welt verfügbar zu machen. Ob der korrekt durchgeführte Zauber Wirkungen erzwingt oder das Bittgebet von Gott erhört wird - wissenschaftlich überprüfbar sind magische Praktiken ebensowenig wie religiöse Rituale. Das Schlusswort überlasse ich dem Herrn Pfarrer: „Unsere Antwort auf die Unsicherheit in der Welt sollte nicht Magie sein, sondern die Zusage Gottes, dass er uns in unserem Leid begleitet.“

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