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Band 165
Wittgensteins Orientierung
Der späte Wittgenstein hat wie niemand zuvor das Philosophieren an die „Sprachspiele“ und die „Lebensformen“ des Alltags angebunden. Er gebraucht selbst den Begriff „Orientierung“ in Komposita wie „Orientierungszeichen“ und „Orientierungsregel“ und lotet das Sprachspiel der Orientierung mit zahlreichen weiteren Begriffen aus dem semantischen Umfeld aus. Der Begriff der Orientierung könnte das „erlösende Wort“ sein, das Wittgenstein bis zum Ende gesucht hat und in dem sich seine philosophischen Bemühungen zu einem stimmigen Bild zusammenfügen. In der Forschung ist Wittgensteins Beitrag zum Verständnis der menschlichen Orientierung und ihrer Techniken noch kaum zum Thema geworden. Aber eben von hier könnte eine revolutionäre Wirkung ausgehen.
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