Dr. rer. biol. hum. Verena Buschert, Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg am Inn. Neuropsychologin im kbo-Inn-Salzach Klinikum in Wasserburg am Inn sowie freiberufliche Tätigkeit in einer Praxis für neuropsychologische Therapie in München. Ihr besonderes Interesse gilt der nichtmedikamentösen Behandlung kognitiver Beeinträchtigungen im Rahmen psychischer und dabei insbesondere demenzieller Erkrankungen, worüber sie schon zahlreiche wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht hat.
Kognitive Intervention bei (prä-) klinischer Alzheimer-Krankheit
Die Ergebnisse bisheriger Studien weisen auf die Wirksamkeit von kognitiver Intervention bei leicht- bis mittelgradiger Alzheimer-Demenz (AD) sowie bei leichter kognitiver Störung (LKS), einem möglichen Prodromalstadium der AD, hin. Bisher stand kein Interventionsprogramm zur Verfügung, das den kognitiven und funktionalen Ressourcen in spezifischen Krankheitsstadien der AD Rechnung trägt. Deshalb wurde eine kognitive Intervention zur Erhaltung, Reaktivierung und Förderung verschiedener kognitiver und nicht- kognitiver Funktionen für Menschen mit LKS und leichtgradiger AD entwickelt und deren Effekte auf neuropsychologischer und neurobiologischer Ebene mittels FDG- Positronenemmissionstomografie (PET) überprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem Teilnehmer mit LKS, in geringerem Maße auch Patienten mit leichtgradier AD, von der 6-monatigen kognitiven Intervention profitieren können. Diese Annahme wird noch gestützt durch die Ergebnisse der funktionellen Bildgebung. Diese Ergebnisse in einer kleinen Stichprobe ermutigen zur Durchführung künftiger Interventionsstudien mit größeren Fallzahlen und erweiterten (Nach-) Untersuchungszeiträumen.