Dr. med. Theodor Much, 1942 in Tel Aviv geboren. Medizinstudium in Wien, Ausbildung zum Facharzt für Dermatologie in Zürich. Der ehemalige Leiter der Hautambulanz im Hanusch-Krankenhaus Wien ist seit 1990 Präsident der jüdischen Reformgemeinde Or Chadasch ("Neues Licht") und beteiligt sich seither aktiv am interreligiösen Dialog. Zahlreiche Buchpublikationen (u.a. "Noah & Co", satirische, antifundamentalistische Essays, "Zwischen Mythos und Realität . Judentum, wie es wirklich ist"); Veröffentlichungen und Vorträge zu Fragen des Interkonfessionellen Dialogs, zum Status der Frau in der Religion und zu religiösem Fundamentalismus.
Unzählige Menschen glauben an Horoskope, Hexenkraft und den Einfluss der Mondphasen auf unser tägliches Leben. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn über 40% der Bevölkerung darauf vertrauen, dass ein vierblättriges Kleeblatt Glück bringt? Wenn ein Drittel meint, Homöopathie sei gleich wirksam wie die evidenzbasierte Medizin? Wenn in Deutschland noch die Hälfte der Menschen davon ausgeht, dass es menschliche Rassen gibt, obwohl dieses Konzept in der Biologie schon vor 50 Jahren aufgegeben wurde?
Theodor Much untersucht die gängigen Formen von Aberglauben und vermeintlichem Wissen, die im 21. Jahrhundert noch weit verbreitet sind. Dabei stößt er auf lieb gewonnene Illusionen, auf irritierende Geschäftsmodelle und gefährliche Ideologien.