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Quellen, Leben und Verehrung Theodards
älterer und neuerer Sekundärliteratur ein, so gut es geht, fassbares Lebensbild Theodards vor dem Hintergrund seiner Zeit erstellt. Theodards Eckdaten lauten: geboren vor 620 im Frankenreich Galliens, um 650 Bischof von Maastricht, ermordet zwischen 670 und 673/675 fernab seines Bischofssitzes am Nordrand des Bienwaldes bei Rülzheim nahe Speyer, nachdem er in eine Unglücksspirale geraten war. Seine Reise in die Fremde blieb ohne Wiederkehr; nur seine zerstückelten Gebeine fanden den Weg zurück. Teil C des Buches bietet eine ausführliche, illustrierte Verehrungsgeschichte des heiligen Bischofs und Märtyrers über die Jahrhunderte hin bis heute, sowohl im nördlichen Raum der Bistümer Maastricht, Lüttich und Roermond wie im südlichen Raum des Bistums Speyer am Rhein. Zu größerer Bekanntheit wuchs Theodard nie heran. Er blieb immer ein Regional- oder Lokalheiliger. Und doch wird man sagen dürfen: Ohne ihn wäre die Propriumsgeschichte der Diözesen im Norden wie Süden des ehemaligen Merowingerreiches Austrasien sehr viel ärmer ausgefallen. Prof. em. Dr. Rudolf Kern (geb. 1938) verfasste in seinem Berufsleben in Belgien hauptsächlich Fachliteratur zur Germanistik. In seinem Ruhestand schrieb er (2014) ein historisches Werk über den frühen Demokraten Victor Tedesco und die Geschichte Belgiens und Luxemburgs. Dann (2020) eine Monographie über die Rülzheimer Sprache mit Grammatik, Wortschatz und Namenkunde. Mit dieser religionsgeschichtlichen Studie über Theodard von Maastricht schließt er seine sprachlichen und historischen Forschungen zu den Kulturräumen der Südniederlande und der Pfalz ab, die ihm während seines langen Lebenslaufes zugleich ein angenehmes persönliches Zuhause boten.
Buch (Gebundene Ausgabe)
31,50€