Philipp Theisohn, geb. 1974, ist Ordinarius für Neuere deutsche Literatur und Direktor des »Zentrums für literarische Gegenwart« an der Universität Zürich, Herausgeber der Zürcher Ausgabe der Werke Jeremias Gotthelfs und Literaturkritiker (NZZ, FAZ). Veröffentlichungen u. a.: »Denken nach Botho Strauss. Begegnungen in einer anderen Zeit« (2024); »Trakl-Handbuch« (Hg., 2023); »Einführung in die ausserirdische Literatur. Lesen und Schreiben im All« (2022); »Die kommende Dichtung. Geschichte des literarischen Orakels 1450–2050« (2012); »Literarisches Eigentum. Zur Ethik geistiger Arbeit im digitalen Zeitalter« (2012); »Plagiat. Eine unoriginelle Literaturgeschichte« (2009); »Die Urbarkeit der Zeichen. Literatur und Zionismus – eine andere Poetik der Moderne« (2005).
Was ist der Berner Geist, was der Zeitgeist? In Küchliwyl begegnen sich zwei, die diese Maximen wie keine anderen verkörpern. Da ist der Bauer Ankebenz, der mit seiner Familie ein bodenständiges Leben führt. Der Bauer Hunghans dagegen geht lieber zu politischen Versammlungen, als sich um den Hof zu kümmern. Können sie Frieden finden und wie sieht die Zukunft aus? So zeichnet Gotthelf das Bild einer Epoche.