Patrick Chamoiseau is a French author from Martinique known for his work in the créolité movement.
Chamoiseau was born on December 3, 1953 in Fort-de-France, Martinique, where he currently resides. After he studied law in Paris he returned to Martinique inspired by Édouard Glissant to take a close interest in Creole culture. Chamoiseau is the author of a historical work on the Antilles under the reign of Napoléon Bonaparte and several non-fiction books which include Éloge de la créolité (In Praise of Creoleness), co-authored with Jean Bernabé and Raphaël Confiant. Awarded the Prix Carbet (1990) for Antan d'enfance. His novel Texaco was awarded the Prix Goncourt in 1992, and was chosen as a New York Times Notable Book of the Year. It has been described as "a masterpiece, the work of a genius, a novel that deserves to be known as much as Fanon's The Wretched of the Earthand Cesaire's Return to My Native Land".
Zuletzt erschienen
Migranten
das Ohnmachtsgefühl zweier Künstlerinnen: Hind
(Meddeb) ist Filmemacherin, sie hat die Räumung des
»Dschungels« in Calais dokumentiert und die Zerstörung
des Lagers von Geflüchteten an der Metrostation
Stalingrad im Zentrum von Paris gefilmt; und Jane,
eine junge Schriftstellerin, die von ihren Eindrücken
berichtet, wenn sie die Geflüchteten mit einem
Frühstück versorgt.
Die Hypnose in den westlichen Ländern besagt, wir
bräuchten unseren Frieden, »die Ruhe der Zivilisierten
«, und diese werde von den Migranten gestört, sie
seien Eindringlinge wie einst die Barbaren im antiken
Griechenland. Chamoiseau sieht jedoch die Barbarei
im Inneren der westlichen Gesellschaften, die dem
neoliberalen kapitalistischen System hörig sind. Unter
der Herrschaft des Maximalprofits verlieren alle, bis
auf einige wenige. Dabei wurde der Reichtum des
Westens von allen erbracht, nicht zuletzt von den
Menschen in den Kolonien, aber auch über Generationen
von den Arbeitnehmern. Dieser Reichtum steht
daher allen zu. Die kulturelle, menschliche Seite der
Globalisierung ist die »Mondialität«, das Bewusstsein,
dass die Welt eins ist. Die Migranten zeigen auf, dass
den großen Gewinnern diese Welt nicht gehört.
Chamoiseau beschreibt die vitale Kraft der Migranten,
ihre Vision zu leben – »etwas Besseres als den Tod
findest du überall«, wie es im Märchen heißt. Es gibt
kein Leben ohne Bewegung, keine Vitalität ohne
Wanderschaft. »Die neoliberale Barbarei hat auf ihre
eigene Weise die Welt verriegelt, es wäre völlig
verfehlt zu glauben, dass dieser Riegel uns schützt.«
Buch (Taschenbuch)
ab 18,90€