Der Autor: Moritz Waibel, geboren 1972 in Kaufbeuren, studierte Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach dem Zweiten Staatsexamen 1999 war der Autor als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Privat- und Patentrecht an der Technischen Universität München tätig. Seit 2001 arbeitet der Verfasser als Finanzjurist. Die Promotion erfolgte 2007.
Ein zentrales Anliegen des Buches ist es, der Vita des heute in Vergessenheit geratenen Professors Josef Berchtold (1833-1894) den gebührenden Stellenwert einzuräumen. Nachgezeichnet wird unter dieser Prämisse sein Aufstieg aus einfachsten familiären Verhältnissen bis zum Rector Magnificus der Ludwig-Maximilians-Universität München. Anschließend widmet sich die Studie der zentralen Rolle Berchtolds in dem lange erbittert geführten Streit um das Unfehlbarkeitsdogma und analysiert sein Wirken in der altkatholischen Reformbewegung. Als gläubiger Katholik setzte sich der Professor des Kirchenrechts sowie der deutschen Reichs- und Rechtsgeschichte trotz persönlicher Anfeindungen konsequent für den staatlichen Liberalismus und gegen den als verfassungsfeindlich erkannten kirchlichen Ultramontanismus ein.