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Mirjam Zadoff

Mirjam Zadoff, geboren 1974 in Innsbruck, studierte Geschichte und Judaistik an der Universität Wien und promovierte in Neuerer und Neuester Geschichte in München. Sie war Privatdozentin am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist seit Sommer 2014 Alvin H. Rosenfeld Professorin für Jüdische Studien an der Indiana University in Bloomington, USA. Ihr Buch "Nächstes Jahr in Marienbad" wurde mehrfach ausgezeichnet. Für "Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem" erhielt sie 2014 den Fraenkel Prize in Contemporary History.

Marcel Odenbach: Es brennt von Mirjam Zadoff

Neuerscheinung

Marcel Odenbach: Es brennt
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Nichts ist so, wie es scheint!

Gerade erst hat sich die Nachricht verbreitet, dass Marcel Odenbach (*1953) den Wolfgang- Hahn-Preis 2021 erhält. Der kleine und einprägsame, zur aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle Nürnberg erscheinende Katalog kommt da gerade recht, um die Gründe für die Preisvergabe zu illustrieren: Seit vielen Jahren zeigt sich der Künstler aus Köln weniger an der Eigenwirkung als vielmehr an seiner Um- und Mitwelt interessiert und bearbeitet mit seinen Zeichnungen, Collagen, ­Videos und ­Installationen Fragen der Identität im Kontext von Gender, Klasse und Geschlecht. Odenbach formt Werke, die durch ihre experimentelle Form und ihren theoretischen Hintergrund historische Zusammenhänge von Kolonialismus und Globalisierung genauso zum Thema machen wie die Macht des Normativen und der Repräsentation. Seit Mitte der 1970er-Jahre entwickelte Marcel Odenbach seine Bildsprache in Montagen und Überblendungen von Film- und Fernsehmitschnitten, von Archivmaterial und selbst produzierten Bildern oder Filmsequenzen. Parallel zu den Videoarbeiten hat er immer gezeichnet, wodurch Entwürfe für Videoinstallationen entstanden sind, die allerdings auch als autonome Bild-Text-Kompositionen funktionieren. Die Spurensuche in den Archiven führte schnell zu umfangreichen Materialsammlungen, die Marcel Odenbach dann auch für großformatige Papierarbeiten in spezieller Collage- und Kopiertechnik heranzog. Das physische Ausreißen aus Magazinen, die Überblendung und Schichtung des Bild- und Filmmaterials aus unterschiedlichen Quellen und Zeitebenen erzeugen dabei stets neue Zusammenhänge zwischen subjektiver Erinnerung und dem kollektiven Bildgedächtnis.

Ausstellung:

Kunsthalle Nürnberg, 3/10/2020 – 14/2/2021

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